Weiterer Meilenstein auf dem Weg zur „Bildungsregion Bamberg“ erreicht

Votum für Bewerbung beim Zweiten Dialogforum

Das von Leslie-Cathlyn Fischer gestaltete offizielle Logo der (künftigen) Bildungsregion Bamberg. © Lara Müller, Stadt Bamberg

Das von Leslie-Cathlyn Fischer gestaltete offizielle Logo der (künftigen) Bildungsregion Bamberg. © Lara Müller, Stadt Bamberg

Auf ihrem Weg zur gemeinsamen Bewerbung um das Siegel „(Digitale) Bildungsregion in Bayern“ haben Stadt und Landkreis Bamberg einen weiteren wichtigen Schritt gemacht. Mit mehr als 120 Gästen aus verschiedensten Bildungsbereichen sowie aus Politik und Wirtschaft fand am 30. November in der Konzert- und Kongresshalle Bamberg das sogenannte Zweite Dialogforum statt, bei dem die Ergebnisse der einjährigen intensiven Austauschphase präsentiert und gewürdigt wurden.

Organisiert von den Bildungsbüros der Stadt und des Landkreises hatten sich in den zurückliegenden zwölf Monaten in mehr als 10 Arbeitskreisen Akteure zusammengefunden und Projekte und Ideen zu den Themen der inhaltlichen Säulen vorangetrieben. Ziel war dabei immer, die Bildungsbeteiligung vor allem junger Menschen nachhaltig zu verbessern. Die dabei angesprochenen Bereiche erstrecken sich von Übergängen im Bildungssystem über Menschen in besonderen Problemlagen, den demographischen Wandel, das bürgerschaftliche Engagement und – eine Besonderheit für die Bamberger Bewerbung – die kulturelle Bildung. Hinzu war im Verlaufe des vergangenen Jahres das Thema digitale Bildung gekommen.

Nach dem beschwingten Auftakt der Gruppe „Boxgalopp“, die die Veranstaltung musikalisch umrahmten, würdigten Bürgermeister Christian Lange und Landrat Johann Kalb in ihren Grußworten die hervorragende Arbeit und den Einsatz aller Beteiligten. Beide betonten den hohen Stellenwert von Kooperation und Vernetzung, um erfolgreich die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Genau für diese Aufgabe seien die Bildungsbüros eingerichtet worden, durch deren geschickte Steuerung Doppelstrukturen vermieden und Angebotslücken sinnvoll gefüllt würden, betonten Bürgermeister und Landrat.

Auch Walter Gremm vom Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus hob hervor, dass in Bamberg und Umgebung bereits eine sehr umfangreiche und gut funktionierende Bildungslandschaft existiere, die an vielen Stellen bereits Leuchtturmcharakter habe. Dennoch dürfe man sich darauf nicht ausruhen, sondern müsse beständig am Puls der Zeit bleiben. Regierungsvizepräsident Thomas Engel von der Regierung von Oberfranken brachte es in seinem Grußwort auf den Punkt: „Es wurde bereits eine Fülle von Initiativen ergriffen und es geht entschlossen voran.“

Erstmals der Öffentlichkeit gezeigt wurde außerdem das Logo für die Bildungsregion, das Leslie-Cathlyn Fischer, Schülerin an der Berufsschule II, im Rahmen eines Unterrichtsprojekts gestaltet hatte und den anwesenden Gästen persönlich vorstellte. Es symbolisiert gleichermaßen ein aufgeschlagenes Buch als Zeichen für Bildung wie die thematischen Säulen, die nicht getrennt voneinander stehen, sondern ineinander übergehen und damit Schnittmengen und Vernetzungen darstellen.

Johannes Koller, Sprecher der Konferenz der Schulaufsicht in Oberfranken, skizzierte in seinem Vortrag den weiteren Weg zur Bildungsregion. Er zeigte sich erfreut über das hohe Engagement und die deutlich erkennbare Begeisterung aller beteiligten Akteurinnen und Akteure.

Bis Ende Januar soll nun die Bewerbung finalisiert und an das zuständige Staatsministerium geschickt werden. Nach positiver Begutachtung steht dann einer offiziellen Siegelverleihung für die Bildungsregion Bamberg wohl nichts mehr im Wege.