Poli­zei­ein­satz im Anker­zen­trum Bam­berg

BAM­BERG. Am frü­hen Diens­tag­mor­gen kam es im Anker­zen­trum zu einem grö­ße­ren Poli­zei­ein­satz. Meh­re­re Bewoh­ner grif­fen Sicher­heits­mit­ar­bei­ter und Poli­zei­be­am­te an. Zudem kam es zum Brand in einer Woh­nung der Ein­rich­tung. Mas­si­ve Ein­satz­kräf­te haben die Lage mitt­ler­wei­le im Griff. Meh­re­re Per­so­nen konn­ten bereits fest­ge­nom­men wer­den. Ins­ge­samt gab es elf Ver­letz­te.

Gegen 0.45 Uhr kam es in einem Gebäu­de nach einer Ruhe­stö­rung zum Über­griff auf Sicher­heits­dienst­mit­ar­bei­ter. In der Fol­ge ver­bar­ri­ka­dier­ten sich meh­re­re männ­li­che Per­so­nen in dem Gebäu­de. Als die ersten Poli­zei­strei­fen ein­tra­fen, wur­den die­se unter ande­ren mit Pfla­ster­stei­nen bewor­fen.

Zahl­rei­che Ein­satz­kräf­te umlie­gen­der Dienst­stel­len und benach­bar­ter Regie­rungs­be­zir­ke kamen zur Unter­stüt­zung nach Bam­berg und umstell­ten zunächst das Gebäu­de. Zwi­schen­zeit­lich kam es auch zum Aus­bruch eines Feu­ers in einer Woh­nung in dem Gebäu­de. In der Fol­ge ver­lie­ßen die Bewoh­ner das Anwe­sen. Hier­bei konn­ten die Ein­satz­kräf­te acht Tat­ver­däch­ti­ge vor­läu­fig fest­neh­men. Es han­delt sich um Män­ner mit eri­trei­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit. Die alar­mier­te Feu­er­wehr brach­te das Feu­er schnell unter Kon­trol­le. Aller­dings muss­ten neun Per­so­nen wegen Rauch­gas­into­xi­ka­ti­on behan­delt wer­den. Ein Poli­zei­be­am­ter erlitt bei dem Über­griff leich­te Ver­let­zun­gen.

Einer der Tat­ver­däch­ti­gen hielt sich noch in der Unter­kunft auf und konn­te von Spe­zi­al­ein­satz­kräf­ten in einer Woh­nung fest­ge­nom­men wer­den. Der Mann war leicht ver­letzt. Die Kri­mi­nal­po­li­zei Bam­berg hat die Ermitt­lun­gen wegen schwe­ren Land­frie­dens­bruch, schwe­rer Brand­stif­tung und wei­te­rer Delik­te auf­ge­nom­men. Ein Staats­an­walt aus Bam­berg war eben­falls vor Ort.

Feu­er­wehr und Ret­tungs­dienst waren mit einem Groß­auf­ge­bot im Ein­satz. Die Hilfs­kräf­te betreu­ten meh­re­re Bewoh­ner der Unter­kunft. Nach der­zei­ti­gem Stand wird der Sach­scha­den auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Annä­hernd 100 Poli­zei­be­am­te waren im Ein­satz.

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