Landfrauen tagen in Waischenfeld

Landfrauen beschäftigen sich mit den zukünftigen Herausforderungen für die demokratischen Kräfte in Europa

Kreisbäuerinnen werben für eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Milch:  Kreisbäuerin Heidi Bauersachs, Coburg; Bezirks- und Kreisbäuerin Anneliese Göller, Bamberg; Kreisbäuerin Marion Warmuth, Lichtenfels; Kreisbäuerin Angelika Seyferth, Bayreuth; stellv. Kreisbäurerin Elke Browa, Hof; Kreisbäuerin Karin Reichel, Wunsiedel; Kreisbäuerin Rosi Kraus, Forchheim; Kreisbäuerin Rosa Zehnter, Kronach und Kreis- und stellv. Bezirksbäuerin Beate Opel, Kulmbach

Kreisbäuerinnen werben für eine ausgewogene Ernährung mit Obst und Milch: Kreisbäuerin Heidi Bauersachs, Coburg; Bezirks- und Kreisbäuerin Anneliese Göller, Bamberg; Kreisbäuerin Marion Warmuth, Lichtenfels; Kreisbäuerin Angelika Seyferth, Bayreuth; stellv. Kreisbäurerin Elke Browa, Hof; Kreisbäuerin Karin Reichel, Wunsiedel; Kreisbäuerin Rosi Kraus, Forchheim; Kreisbäuerin Rosa Zehnter, Kronach und Kreis- und stellv. Bezirksbäuerin Beate Opel, Kulmbach

Bei einem 2-tägigen Treffen der Führungskräfte der oberfränkischen Landfrauen referierte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Demokratische Kreise Theobald Abenstein. Als Agrarjournalist beleuchtete er die Zukunft Europas nach dem Ausscheiden von England aus der Europäischen Union. Der Zusammenhalt sei für die wirtschaftliche Weiterentwicklung der europäischen Staaten enorm wichtig. Die einzelnen Mitgliedsstaaten sollten mehr Gemeinschaftssinn zeigen.

Die Bezirksbäuerin Anneliese Göller berichtete von ihrer Reise nach Kenia und über das dortige Entwicklungsprojekt. Bayerische Landfrauen haben eine gemeinnützige Gesellschaft gegründet, mit dem Ziel Frauen im ländlichen Raum in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern, vor allem deren Arbeit in Kleinbetrieben.

Die Kleinbäuerinnen in Kenia sollen in ihrem politischen Engagement und ihrer wirtschaftlichen Selbständigkeit, insbesondere bei der Milchviehhaltung und Süßkartoffelanbau gestärkt werden.

Der Geschäftsführer des Bildungswerkes im BBV-Bezirksverband, Dieter Heberlein, gab einen Rückblick über die Aktivitäten der Landfrauengruppe und der aktuellen Bildungsarbeit. Allein in Oberfranken wurden im Jahr 2017 fast 600 Veranstaltungen mit knapp 19.000 Teilnehmern durchgeführt.

Bei einem Stadtrundgang informierte der Ministerialdirektor a.D. Anton Adelhardt über die Geschichte der Stadt Waischenfeld und deren beide Stadtkirchen.

Der Präsident des BBV Oberfrankens Hermann Greif unterrichtete die Landfrauen über die Weiterentwicklung der Ausgleichszulage und die weiteren Planungen für die Agenda 2020 – 2025. Oberfranken zählt in Bayern weiterhin zu dem benachteiligten Gebiet und benötige daher dringend, wegen der klimatisch- und strukturbedingten Nachteile, für die Betriebe Ausgleichszahlungen für den Fortbestand der Landwirtschaft.

Mit der Nutzung von leerstehenden Gebäuden in Bad Berneck und dem Ziel Coworking-Arbeitsplätze zu schaffen, beschäftigte sich die Projektleiterin Sabine Gollner im Rahmen des ILE-Projektes „Gesundes Fichtelgebirge“. Sie gab Ideen für die Um- und Wiedernutzung von Leerständen in den ländlichen Regionen um die Ortschaften und Gemeinden wieder attraktiver zu gestalten.

Landfrauen wollen schlagfertig für jede Situation sein. Deshalb trainierte die Sozialpädagogin Benedicta Becker-Balling die Teilnehmerinnen auf verbale Angriffe durch Nachbarn, Gäste und andere Mitmenschen selbstbewusst zu reagieren. Die Trainerin gab wertvolle Tipps und übte mit den Frauen, wie sie auf persönliche Konfrontationen, bezugnehmend auf die derzeit praktizierte Landwirtschaft, reagieren können.

Einen Ausblick auf die Landwirtschaft im Jahr 2050 gab Otto Kröner, Leiter der Landwirtschaftlichen Lehranstalten in Triesdorf. Er prognostizierte eine Steigerung der Weltbevölkerung auf 9,5 Mrd. Menschen bis 2050. Diese müssen mit der heute verfügbaren Nutzfläche, ernährt werden. Umso wichtiger sei es, die Erträge und Effektivität der Landwirtschaft weiter zu steigern. Auch die Welterzeugung von Fischen und aquatischen Produkten müsse vorangetrieben werden. Im Jahr 2050 werden mehr als 80 % der Menschen in Städten leben und überwiegend konventionelle und standardisierte Produkte aus globaler Produktion konsumieren. Der Trend sich immer öfter außer Haus zu verpflegen wird sich noch steigern und in der Folge die Systemgastronomie stark zunehmen. Alle Teilnehmer erkannten, dass weiterhin eine umweltverträgliche und intensive Landwirtschaft in Deutschland und der Welt benötigt wird um alle Menschen dieser Erde satt zu bekommen.

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