Forch­hei­mer Kul­tur­ent­wick­lungs­plan auf den Weg gebracht

Bür­ger­be­tei­li­gung aus­drück­lich erwünscht

Eine „Alli­anz der Wil­li­gen schaf­fen“ möch­te Ober­bür­ger­mei­ster Dr. Uwe Kirsch­stein mit dem Pro­jekt „Kul­tur­ent­wick­lungs­plan der Stadt Forch­heim“. In sei­ner Sit­zung vom 15.01.2018 beschloss der Haupt‑, Per­so­nal- und Kul­tur­aus­schuss des Forch­hei­mer Stadt­ra­tes, die wich­tig­sten Leit­li­ni­en für die künf­ti­ge Kul­tur­po­li­tik Forch­heims zu fixie­ren. So hat die Ver­wal­tung der Stadt Forch­heim damit begon­nen, das Stra­te­gie­pa­pier mit Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für die näch­sten 5 bis 10 Jah­re auf den Weg zu brin­gen.

Susan­ne Fischer, Lei­te­rin des Pfalz­mu­se­ums Forch­heim, wur­de mit der Umset­zung des Pro­jek­tes beauf­tragt. Ihr zur Sei­te ste­hen der künst­le­ri­sche Lei­ter des Jun­gen Thea­ters Forch­heim, Lorenz Deutsch und das „Netz­werk Kul­tur­be­ra­tung“ mit einem auf die­sem Fach­ge­biet deutsch­land­weit renom­mier­ten Team um Dr. Patrick S. Föhl, Alex­an­dra Kün­zel und Dr. Ulrich Fuchs (www​.netz​werk​-kul​tur​be​ra​tung​.de)

Ziel des Kul­tur­ent­wick­lungs­pla­nes ist es, aus­ge­hend von einer Stär­ken-Schwä­chen-Ana­ly­se, Leit­li­ni­en und Maß­nah­men zu ent­wickeln, an denen sich die Kul­tur­po­li­tik der fol­gen­den fünf bis zehn Jah­re ori­en­tie­ren kann.

Nach umfang­rei­cher Bestands­auf­nah­me von Stär­ken und Her­aus­for­de­run­gen des Forch­hei­mer Kul­tur­be­reichs, wur­den in einem ersten Pres­se­ge­spräch die Vor­ge­hens­wei­se erläu­tert, erste Hand­lungs­an­sät­ze für die Kul­tur­ent­wick­lung auf­ge­zeigt und erste Ergeb­nis­se prä­sen­tiert:

„Es ist wich­tig, die­sen Weg zu beschrei­ten! Wir sind die­ses Jahr schon ein gro­ßes Stück wei­ter­ge­kom­men“, erläu­tert Kirsch­stein im Pres­se­ge­spräch, „Ich hof­fe, wir schaf­fen es, in Zusam­men­ar­beit mit den Kul­tur­trä­gern und Kul­tur­schaf­fen­den ein Gesamt­bild zu bekom­men.“ Auf beste Erfah­run­gen ver­weist der Ober­bür­ger­mei­ster mit erfolg­reich durch­ge­führ­ten Forch­hei­mer Pro­jek­ten der ver­gan­ge­nen Jah­re „ISEK“, „Ein­zel­han­dels­kon­zept“ und „Tou­ris­mus­kon­zept“: „Wir wer­den schnel­ler und bes­ser!“ Für das anste­hen­de Vor­ha­ben rech­net Fischer mit einem Abschluss im Som­mer 2019. Deutsch wer­tet es als „ein tol­les Signal der Stadt, auf die­ses Anlie­gen der Kul­tur­schaf­fen­den ein­zu­ge­hen.“ Und ver­weist auf die Aus­sa­ge von Dr. Föhl, dass Forch­heim mit dem Pro­jekt Kul­tur­ent­wick­lungs­plan durch­aus als Vor­rei­ter klei­ne­rer Städ­te in sei­ner Grö­ßen­ord­nung gese­hen wer­den kön­ne.

Wie geht es wei­ter? Nach der schrift­li­chen Befra­gung der Forch­hei­mer Kul­tur­schaf­fen­den, der Recher­che der kul­tur­po­li­ti­schen Posi­tio­nen der Forch­hei­mer Par­tei­en und der Durch­füh­rung von Exper­ten­in­ter­views in der ersten Pha­se des Pro­jek­tes Kul­tur­ent­wick­lungs­plan erstell­te Susan­ne Fischer die oben genann­te SWOT-Ana­ly­se (sie­he Anla­ge). Aus die­ser wur­den erste Hand­lungs­fel­der abge­lei­tet, die die „Schaf­fung einer Kul­tur­ver­wal­tung“, die „Schaf­fung von Kul­tur­räu­men“, „Kom­mu­ni­ka­ti­on und Ver­net­zung“, „Kul­tur in den Stadt­tei­len und neue Kul­tur­for­ma­te“, die „Spar­ten­be­spie­lung“, die „Sicht­bar­ma­chung der Geschich­te“, das The­men­feld „Marketing/​Kulturkommunikation“, die „Schaf­fung eines Kul­tur­pro­fils“ und die „Kul­tur­för­de­rung“ zum Inhalt haben.

Nun folgt in einem zwei­ten Schritt Anfang Novem­ber 2018 ein „Kul­tur­work­shop“ gemein­sam mit Forch­hei­mer Kul­tur­schaf­fen­den, Ver­tre­tern der Kul­tur­ver­wal­tung und ‑poli­tik sowie Akteu­ren aus den Berei­chen Bil­dung, Stadt­ent­wick­lung, Inte­gra­ti­on, Wirt­schaft und Tou­ris­mus und ger­ne auch mit inter­es­sier­ten Bür­gern (Anmel­dung und Infor­ma­tio­nen bei Frau Fischer, Tel: 09191 714 327 bzw. E‑Mail: susanne.​fischer@​forchheim.​de).

Im Dezem­ber 2018 folgt die Aus­wer­tung die­ses 1. Kul­tur­work­shops und die Erstel­lung eines Pro­to­kolls – die Grund­la­ge für den 2. Kul­tur­work­shop im näch­sten Jahr. Die­ses Pro­to­koll wird nach einem Pres­se­ge­spräch auf der städ­ti­schen Web­site ver­öf­fent­licht wer­den.

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