Vortrag in Bayreuth: „Depression – können Tabletten heilen?“

Depression ist eine Volkskrankheit. Zurzeit leiden ca. vier Millionen Menschen in Deutschland akut an einer Depression. Zum Beginn der „dunklen Jahreszeit“ lädt die Initiative „Gemeinsam gegen Depression“ Bayreuth zu einem Vortrag über die medikamentöse Therapie bei depressiven Erkrankungen ein. Am Donnerstag, 04.10.2018 wird um 19.30 Uhr Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Wolfersdorf, ehemaliger Ärztlicher Direktor des Bezirkskrankenhauses Bayreuth, im Seminarraum im Hof des Evangelischen Bildungswerkes Bayreuth die Therapie mit Antidepressiva vorstellen und ihre Möglichkeiten und Grenzen bewerten.

Eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva – den klassischen tri- und tetrazyklischen oder den modernen selektiven Antidepressiva, z.B. den Serotonin-Wiederaufnahme- oder den Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmern – ist bei vielen depressiven Erkrankungen regulärer Teil der Behandlung, neben den gesprächs- und psychotherapeutischen, den ergotherapeutischen, den sozialpädagogischen und den Selbsthilfe-Ansätzen. Eine Indikation für ein Antidepressivum ist immer ab mittelgradig schwerer Depression gegeben. Antidepressiva beeinflussen im Gehirn neben dem Serotonin-System auch andere sog. Transmittersysteme, was zu den bekannten Nebenwirkungen führen kann. In der antidepressiven Wirkung sind ältere und neuere Antidepressiva gleich, die Nebenwirkungsprofile sind unterschiedlich. Bei den meisten modernen Antidepressiva sind die Nebenwirkungen nicht so sichtbar für andere Personen, wie dies früher der Fall war. Antidepressiva machen nicht süchtig.

Die Teilnahme ist offen für alle Interessierten, der Eintritt ist frei.

Schreibe einen Kommentar