Wanderausstellung „Vergissmeinnicht“ an der Giechburgschule Scheßlitz

„Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen. Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ Die Aussage des italienischen Schriftstellers Primo Levi ist das Leitthema einer Wanderausstellung, die in den nächsten zwei Wochen in der Giechburgschule Scheßlitz ihr Zuhause gefunden hat.

Ausstellungseröffnung durch Schulleiterin Jutta Endres. Foto: Giechburgschule Scheßlitz

Ausstellungseröffnung durch Schulleiterin Jutta Endres. Foto: Giechburgschule Scheßlitz

Die AG „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ rief eine Ausstellung ins Leben, in der vom 17. bis zum 27. September 2018 den eigenen Schülern, den Nachbarschulen des Schulzentrums und der interessierten Öffentlichkeit die Schicksale jüdischer Kinder aus den Landkreisen Haßfurt, Hofheim, Ebern plakativ vorgestellt werden. Sie ist das Ergebnis eines Praxis-Seminars des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern. Fast zwei Jahre lang haben sich 16 Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Oberstudienrat Daniel Heß mit dem menschenverachtenden Handeln des NS-Regimes auseinandergesetzt. Die Eröffnungsfeier der Ausstellung fand am 17. September 2018 in der Aula der Giechburgschule Scheßlitz statt. Im Rahmen derer richtete Oberstudienrat Heß einige erklärende Worte zur Entstehung und den inzwischen internationalen Ausstellungsorten an die Anwesenden. Diese zeigten sich beeindruckt von der Klarheit und Eingängigkeit der dargestellten Informationen. Schulleiterin Jutta Endres hatte bereits in ihren einleitenden Worten darauf hingewiesen, wie sehr der Mensch auf Abbildungen von Gesichtern angewiesen ist, um persönlich berührt zu werden. Erinnerung könne besser durch die Verknüpfung mit einzelnen Schicksalen geschehen, als durch blanke Zahlen.

Die Ausstellung ist der Öffentlichkeit am Donnerstag, 27. September 2018 von 10:00 bis 16:00 Uhr in der Aula der Giechburgschule zugänglich. Um eine telefonische Anmeldung unter Tel. 09542/774360 wird gebeten.