Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken und Kreis­hand­wer­ker­schaf­ten ehren Hand­werks­mei­ster für ihren Ein­satz für den Nach­wuchs

„Tol­le Aus­zeich­nung“ für ver­dien­te Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der

Bambergs Kreishandwerksmeister Manfred Amon mit dem ausgezeichneten Handwerksmeister Friedrich Übel, HWK-Präsident Thomas Zimmer und Hauptgeschäftsführer Thomas Koller (von links). Foto: Andreas Harbach

Bam­bergs Kreis­hand­werks­mei­ster Man­fred Amon mit dem aus­ge­zeich­ne­ten Hand­werks­mei­ster Fried­rich Übel, HWK-Prä­si­dent Tho­mas Zim­mer und Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler (von links). Foto: Andre­as Har­bach

Aus­bil­dung ist in den Fokus der Öffent­lich­keit gerückt. „Zurecht“, sag­te der Prä­si­dent der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken Tho­mas Zim­mer, am Mon­tag­abend bei der Ehrung ver­dien­ter Aus­bil­de­rin­nen und Aus­bil­der aus dem ober­frän­ki­schen Hand­werk. „Denn wenn die Aus­bil­dung jun­ger Men­schen aus­bleibt, feh­len der deut­schen Wirt­schaft spä­ter die Fach­kräf­te.“ Um die Bedeu­tung der Betrie­be im Rah­men der dual orga­ni­sier­ten Aus­bil­dung her­aus­zu­stel­len, wür­digt das baye­ri­sche Wirt­schafts­mi­ni­ste­ri­um beson­ders akti­ve Betrie­be bezie­hungs­wei­se Aus­bil­der mit der Aus­zeich­nung als „Ver­dien­te Aus­bil­der“. Tho­mas Zim­mer, HWK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler und die zustän­di­gen Kreis­hand­werks­mei­ster haben nun die ent­spre­chen­den Urkun­den an die Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker aus Ober­fran­ken über­ge­ben.

Der HWK-Prä­si­dent ging in sei­ner Anspra­che eben­falls auf die Bedeu­tung ein, die die Betrie­be bei der Aus­bil­dung des Fach­kräf­te­nach­wuch­ses ein­neh­men. „Sie sind ein unver­zicht­ba­rer Anteil und Erfolgs­fak­tor im dua­len System und vor allem bei uns im Hand­werk. Für ihren gro­ßen und uner­müd­li­chen Ein­satz rund um unse­ren Nach­wuchs gebüh­ren Ihnen unse­re Aner­ken­nung und gro­ßer Dank.“ Denn die Hand­werks­mei­ste­rin­nen und ‑mei­ster wür­den nicht nur die prak­ti­schen Fer­tig­kei­ten des jewei­li­gen Beru­fes ver­mit­teln, son­dern auch die Wer­te und die Ansprü­che, die an in Deutsch­land aus­ge­bil­de­te Hand­wer­ker gestellt wer­den. „Sie küm­mern sich dar­über hin­aus mit Ein­satz, Enga­ge­ment und Herz­blut um die klei­ne­ren und grö­ße­ren Pro­ble­me der Her­an­wach­sen­den, Sie for­men die­se damit nicht nur zu den Hand­wer­kern, die die­se spä­ter sein wer­den. Son­dern ein Stück weit auch zu den Per­sön­lich­kei­ten, die die­se ent­wickeln.“

Die Aus­zeich­nung zum „Ver­dien­ten Aus­bil­der“ wird auf Vor­schlag der zustän­di­gen Kreis­hand­wer­ker­schaft und der Hand­werks­kam­mer ver­ge­ben und geht an Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker, die sich über vie­le Jah­re hin­weg bei­spiel­haft um die Aus­bil­dung bemü­hen. Wie groß die Bedeu­tung der Aus­bil­dung im Hand­werk ist, machen dabei die Zah­len zum Aus­bil­dungs­start deut­lich. „Wäh­rend zum Bei­spiel die Aus­bil­dungs­quo­te in der Gesamt­wirt­schaft im Jahr 2016 bei 4,9 % lag, kommt das ober­frän­ki­sche Hand­werk ins­ge­samt auf 13,8 %“, ver­deut­lich­te HWK-Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler. Die Aus­bil­dungs­quo­te im zulas­sungs­pflich­ti­gen Hand­werk (Anla­ge A, Gewer­ke mit Mei­ster­pflicht) liegt mit 18,9 % sogar noch weit dar­über. So haben allei­ne in die­sem Herbst über 1.830 jun­ge Män­ner und Frau­en ihren Berufs­weg im Hand­werk begon­nen.

Die aus­ge­zeich­ne­ten Hand­werks­mei­ster und Hand­werks­mei­ste­rin­nen freu­ten sich über die offi­zi­el­le Aner­ken­nung ihrer Bemü­hun­gen. Stell­ver­tre­tend für die zehn Betrie­be ergriff Heinz Wan­de­rer der Elek­tro­haus Wan­de­rer GmbH aus Neu­en­markt das Wort und bedank­te sich für die „sehr tol­le Aus­zeich­nung“. Der Hand­werks­mei­ster, der sich als über­zeug­ter Ver­fech­ter einer guten und wert­schät­zen­den Aus­bil­dung prä­sen­tier­te, kri­ti­sier­te aber auch die poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen, so dass jeder frisch gebacke­ne Lehr­ling sofort sei­ne Mei­ster­aus­bil­dung begin­nen dür­fe.

Die zehn Betriebsinhaber/​innen oder Geschäftsführer/​innen, die als „Ver­dien­te Aus­bil­der des ober­frän­ki­schen Hand­werks“ geehrt wor­den sind:

  • Her­mann Näther, Näther & Hüb­ner GmbH / Maler­ge­schäft Näther GmbH, Thur­nau
  • Heinz Wan­de­rer, Elek­tro­haus Wan­de­rer GmbH, Neu­en­markt
  • Jea­net­te Fösel, Josef Fösel Bau­un­ter­neh­mung GmbH, Mem­mels­dorf
  • Fried­rich Übel, Holz­bau Übel GmbH, Wals­dorf
  • Hans-Jür­gen Dre­scher, Flie­sen­ver­le­ge- und Repa­ra­tur­ser­vice Dre­scher GmbH, Bam­berg
  • Bernd Stad­ler, Stad­ler Metall­bau GmbH & Co. KG, Coburg
  • Fried­rich Göl­kel, Sel­bitz
  • Peter Rei­k­an­has, Helm­brechts
  • Hans-Micha­el Köst­ner, Nord­hal­ben
  • Susan­ne Mayr, Bad Staf­fel­stein

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