Wolf­gang Bern­reu­ther ist Künst­ler des Monats Sep­tem­ber der Metro­pol­re­gi­on

„Blues ist mehr als Musik, Blues ist ein Lebens­ge­fühl“

Die Jury des Forums Kul­tur der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg hat den Musi­ker Wolf­gang Bern­reu­ther zum Künst­ler des Monats Sep­tem­ber der Metro­pol­re­gi­on gewählt.

Seit sei­nem zehn­ten Lebens­jahr ist der 1961 im ober­pfäl­zi­schen Wald­sas­sen gebo­re­ne Wolf­gang Bern­reu­ther akti­ver Musi­ker. Er lernt Gitar­re und Zither zunächst auf Volks­mu­sik und infi­ziert sich schon im zar­ten Alter von 13 mit Jimi Hen­drix psy­che­de­li­schen Klän­gen und den Ton­wel­ten von Blues­le­gen­den wie John Lee Hoo­ker und Mud­dy Waters. Auf die Fra­ge, was ihn zum Blues­mu­si­ker mach­te, erin­nert sich Bern­reu­ther an ein Kon­zert im Jahr 1985 in Hei­del­berg. Beim Song „Bring me Flowers while I’m living“ von Cham­pion Jack Dupree hat ihn der Blues end­gül­tig gepackt. Noch heu­te ist die­ses Lied auf jedem sei­ner Kon­zer­te das Warm up – eine Hom­mage an Dupree und jene Zeit. „Blues ist mehr als Musik; Blues ist ein Lebens­ge­fühl“, sagt Bern­reu­ther auch heu­te.

Neben sei­ner Lei­den­schaft für den Blues ist der Musi­ker und Künst­ler als Berufs­be­ra­ter für Jugend­li­che an Mittel‑, Real- und Berufs­schu­len bei der Agen­tur für Arbeit tätig und ver­mit­telt Aus­bil­dungs­plät­ze. Außer­dem unter­rich­tet er Berufs­ori­en­tie­rung an Schu­len und betreut jun­ge Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund.

Anfang der 1990er Jah­re rei­ste Bern­reu­ther in die USA, um dem ori­gi­nä­ren Blues so nahe wie mög­lich zu kom­men. Sei­ne Bega­bung und sein gutes Ein­füh­lungs­ver­mö­gen für die­sen Musik­stil mach­ten ihn schnell bekannt. Er tour­te mit Blues­le­gen­de Loui­sia­na Red, der ihn in die Geheim­nis­se der Sli­de-Gitar­re ein­führ­te und ihn ger­ne län­ger­fri­stig ver­pflich­tet hät­te – eine hohe Aus­zeich­nung für Bern­reu­ther, den es dann aber doch zurück in sei­ne Hei­mat zog.

Ins­ge­samt sind seit Anfang der 1990er Jah­re 16 Alben von Wolf­gang Bern­reu­ther bei clear­au­dio, Mey­er records und Tur­pen­ti­ne Records erschie­nen und wur­den unter ande­rem von Fenn Music ver­trie­ben. “I’m wai­t­ing for You” wird 2004 in BR 2 zum Album des Monats gekürt. 2004 unter­schreibt Bern­reu­ther exklu­siv beim Label clear­au­dio. Seit die­ser Zeit steigt sei­ne Erfolgs­kur­ve ste­tig, sei­ne Kon­zer­te sind beliebt und dem­entspre­chend aus­ver­kauft.

In Zusam­men­ar­beit mit Gün­ther Kie­ser, dem bekann­te­sten deut­schen Gra­fik­de­si­gner für Jazz- und Rock­pla­ka­te ent­ste­hen die Covers für „Soul on Fire“ und „Heart Blood Bal­la­ds“, zwei­er Alben von „United Blues Expe­ri­ence“, der erfolg­rei­chen For­ma­ti­on von Wolf­gang Bern­reu­ther mit der pol­ni­schen Mund­har­mo­ni­ka-Vir­tuo­sin Bea­ta Kos­sow­ska und dem Bas­si­sten Rudi Bay­er. 2017 nimmt er das Album „Don‘t let the Devil ride“ mit den Musi­kern Leo Bud Welch und Tom Fei­ner auf. Im März 2018 erscheint Bern­reu­thers Titel „Road to Istan­bul“ auf der jähr­li­chen CD-Aus­ga­be der Zeit­schrift Ste­reo­play unter Songs von Grö­ßen wie Ella Fitz­ge­rald, Dave Bru­beck Quar­tett u.a. Sein neu­es Album mit Jim­bo Mathus erscheint in die­sem Herbst bei Fenn Music.

„The Blues heals the Blues“

Der Ober­pfäl­zer Aus­nahme­mu­si­ker spielt es sich aus der See­le und malt dazu inne­re Bil­der, die sei­nen Blues visua­li­sie­ren. Nicht nur als Musi­ker, son­dern auch als auto­di­dak­ti­scher Maler stellt er sei­ne Emo­tio­nen mit Ölkrei­de, Acryl- und Ölfar­be dar. Hier­für erhielt er bei sei­ner ersten Aus­stel­lung 2013 in Neu­markt den Ate­lier­för­der­preis des Kunst­krei­ses Jura. 2016 ehr­te ihn die Stadt Neu­markt mit ihrem Kul­tur­preis. Dabei ist er noch immer auf der Suche nach der Musik für das per­fek­te Album und will bis an sein Lebens­en­de wei­ter­ma­chen. Das bleibt für Blues-Fans zu hof­fen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www​.wolf​gang​-bern​reu​ther​.de

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