MdB Andreas Schwarz auf Sommertour mit der Bamberger Schulbiene

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz war im Rahmen seiner Sommertour mit der Bamberger Schulbiene Ilona Munique bei der Honigernte an der Sternwarte.

Der Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz war im Rahmen seiner Sommertour mit der Bamberger Schulbiene Ilona Munique bei der Honigernte an der Sternwarte.

„Bienen sind eine Aufgabe für alle“

Mit dem Smoker geht Reinhold Burger vor den Bienenstock. Der Rauch soll die Bienen träge machen für die bevorstehende Honigernte. Und tatsächlich lassen sich die gut gefüllten, bis zu 3,5 kg schweren Honigrahmen ohne Probleme aus der Beute entnehmen. Der Bamberg-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Andreas Schwarz ist im Rahmen seiner Sommertour bei der diesjährigen Honigernte an der Sternwarte mit dabei und greift beherzt zu.

„Mitmachen anstatt zuschauen“, das ist die Devise bei der Sommertour des SPD-Abgeordneten. Deshalb ist er während der parlamentarischen Sommerpause in Einrichtungen und Unternehmen in seinem Wahlkreis unterwegs, um die Menschen besser kennenzulernen, zuzuhören und ein Stück ihres Alltags mitzuerleben.

„2011 haben Reinhold und ich angefangen mit der Imkerei. Da haben wir schnell gemerkt, welche Probleme es hier gibt. Daraufhin haben wir ein paar Schulstunden zu dem Thema gehalten und wurden immer häufiger von Lehrkräften angefragt. So ist 2012 die Idee zum Projekt „Bamberger Schulbiene“ entstanden“, erinnert sich Ilona Munique. „Wir haben bis Mitte Mai 2013 mit einer Crowdfunding-Aktion fleißig Projektmittel gesammelt. Mittlerweile kooperieren wir mit dem Imker- und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. Ohne unsere vielen Unterstützer würde es nicht gehen. Der Erhalt der Honig- und Wildbienen ist eine gemeinschaftliche Aufgabe. Jeder kann etwas dazu beitragen, und seien es auch nur weniger kiesbedeckte Gärten.“

Die beiden Initiatoren von Bienen-leben-in-Bamberg.de stehen nicht nur für Schulunterricht zur Verfügung, sondern lehren auch an der Uni Bamberg im Seminar „Schul-Imkerei“. „Es ist uns immens wichtig, das Wissen um die Imkerei und die Passion für diese kleinen Wundertierchen weiterzugeben. Wir brauchen Jungimker und junge Menschen, die den Wert von regionalen Produkten schätzen lernen. Jetzt, nicht später“, so Ilona Munique.

Deshalb betreut sie mit ihrem Partner Reinhold außerdem die Bienen-InfoWabe (BIWa) mit Bienengarten im Erba-Park Bamberg, entstanden im Jahr 2015/16. Das Informations- und Bildungszentrum rund um die Bienen steht für Schulklassen und andere Einrichtungen als „Klassenzimmer im Grünen“ zur Verfügung. „Ebenso ist sie für die Bevölkerung und die Imkerschaft als öffentlicher Anlaufpunkt zu Informationen rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur geöffnet“, erläutert Ilona Munique.

Momentan pflegen die beiden Imker 16 Völker an sieben Standorten in Bamberg, unterstützt durch Bienenpatenschaften. „Durchschnittlich verliert ein Imker zwischen 30-60 % seiner Völker pro Jahr, bedingt durch Spritzmittel, zu wenige Blüten, Viruserkrankungen oder die Varroa-Milbe“, lernt Andreas Schwarz bei seinem Besuch.

Mittlerweile ist man mit der wertvollen Fracht in der Schleuderkammer angekommen. „Dieses Jahr ist der Honig besonders dickflüssig“, erklären die Experten, als Andreas Schwarz unter Anleitung die Waben vorsichtig entdeckelt und dann schleudert. „Das liegt an der Hitze und Trockenheit.“ Nun noch filtern und abfüllen – fertig ist der Bamberger Lagenhonig.

„Das ist alles ganz schön aufwändig, wenn man bedenkt, dass noch die Pflege und der Vertrieb über das ganze Jahr hinweg dazukommen“, stellte der Abgeordnete fest. „Es stimmt einen schon nachdenklich, dass wenige Hobbyimker etwas betreiben, was am Ende die gesamte Wirtschaft dringend braucht. Schon Einstein stellte fest: Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“

„Uns in Berlin ist bewusst, dass das Insektensterben ein großes Problem ist“, so Andreas Schwarz zum Ende seines Besuches. „Das Thema Insekten wird mit unserer Umweltministerin Svenja Schulze intensiv diskutiert und wir sind dabei, Lösungen und Hilfen zu entwickeln.“

Mehr zur Ilona Munique und Reinhold Burger und ihrer Arbeit: www.bienen-leben-in-Bamberg.de

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