Vete­ri­när­amt am Land­rats­amt Bay­reuth zum The­ma “New­cast­le-Krank­heit (Aty­pi­sche Geflü­gel­pest) bei Geflügel”

Auf­grund der aktu­el­len Aus­brü­che der New­cast­le-Krank­heit (Aty­pi­sche Geflü­gel­pest) bei Geflü­gel in Bel­gi­en weist das Vete­ri­när­amt am Land­rats­amt Bay­reuth auf Fol­gen­des hin:

  • Besit­zer (auch Hob­by­hal­ter!) von Hüh­nern oder Trut­hüh­nern (Puten) sind ver­pflich­tet, alle ihre Tie­re gegen die New­cast­le-Krank­heit durch den Tier­arzt imp­fen zu lassen.
  • Die New­cast­le-Krank­heit ist eine anzei­ge­pflich­ti­ge Tier­seu­che, die bei Hüh­ner­vö­geln schwe­re Ver­lu­ste ver­ur­sacht. Der Erre­ger ist das aviä­re Para­my­xo­vi­rus. Neben spon­ta­nen Todes­fäl­len kön­nen fol­gen­de Sym­pto­me auf­tre­ten: Lege­lei­stungs­ab­fall, Depres­si­on, Öde­me an Kopf und Kehl­lap­pen, respi­ra­to­ri­sche Stö­run­gen, Durch­fall und neu­ro­na­le Störungen.
  • Eine kor­rekt durch­ge­führ­te Imp­fung mit Grund­im­mu­ni­sie­rung und Wie­der­ho­lungs­imp­fung bie­tet einen Schutz gegen die Newcastle-Krankheit.
  • Die Über­tra­gung kann direkt oder indi­rekt erfol­gen. Infi­zier­te Tie­re schei­den das Virus über Kot, den Luft­weg und Sekre­te aus. Durch den direk­ten Kon­takt von Tier zu Tier brei­tet sich das Virus sehr schnell aus. Die indi­rek­te Über­tra­gung des Virus kann über Mist, Fahr­zeu­ge, Fut­ter, Trans­port­ki­sten oder auch Per­so­nen erfol­gen. Eine Über­tra­gung durch Rat­ten und wei­te­re Schäd­lin­ge ist eben­falls möglich.
  • Hüh­ner oder Trut­hüh­ner dür­fen in einen Geflü­gel­be­stand nur ver­bracht oder ein­ge­stellt oder auf Geflü­gel­märk­te, Geflü­gel­schau­en oder ‑aus­stel­lun­gen oder Ver­an­stal­tun­gen ähn­li­cher Art nur ver­bracht wer­den, wenn sie von einer tier­ärzt­li­chen Beschei­ni­gung beglei­tet sind, aus der her­vor­geht, dass der Her­kunfts­be­stand der Tie­re, im Fal­le von Ein­tags­kü­ken der Eltern­tier­be­stand, regel­mä­ßig ent­spre­chend den Emp­feh­lun­gen des Impf­stoff­her­stel­lers gegen New­cast­le-Krank­heit geimpft wor­den ist.
  • Die Geflü­gel­pest-Ver­ord­nung in der Fas­sung der Bekannt­ma­chung vom 20. Dezem­ber 2005 ist hin­sicht­lich der New­cast­le-Krank­heit wei­ter anzuwenden.
  • Gemäß § 26 – Vieh­ver­kehrs­ver­ord­nung (Vieh­Ver­kV) haben Hal­ter (auch Hob­by­hal­ter) von Hüh­ner, Enten, Gän­se, Fasa­ne, Perl­hüh­ner, Reb­hüh­ner, Tau­ben, Trut­hüh­ner, Wach­teln oder Lauf­vö­gel die Tier­hal­tung der zustän­di­gen Behör­de vor Beginn der Tätig­keit unter Anga­be sei­nes Namens, sei­ner Anschrift und der Anzahl der im Jah­res­durch­schnitt vor­aus­sicht­lich gehal­te­nen Tie­re, ihrer Nut­zungs­art und ihres Stand­or­tes, bezo­gen auf die jewei­li­ge Tier­art, anzuzeigen.

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