Tuber­ku­lo­se am Kli­ni­kum Bam­berg – Gesund­heits­amt Bam­berg hat kei­ne Ansteckung festgestellt

„Glück­li­cher­wei­se haben unse­re Unter­su­chun­gen erge­ben, dass sich nie­mand mit Tuber­ku­lo­se ange­steckt hat. Das rasche Han­deln und der gro­ße Unter­su­chungs­rah­men waren wich­tig, um den Betrof­fe­nen schnell die ent­stan­de­ne Angst zu neh­men. Die vom Land­rats­amt umge­hend ein­ge­rich­te­te Hot­line hat zusätz­lich zur Auf­klä­rung und Beru­hi­gung der Situa­ti­on bei­getra­gen“, zeigt sich Land­rat Kalb erleichtert.

Anfang April 2018 wur­de bei einer Kin­der­kran­ken­schwe­ster des Kli­ni­kums am Bru­der­wald in Bam­berg eine ansteckungs­fä­hi­ge Lun­gen­tu­ber­ku­lo­se dia­gno­sti­ziert. Das Gesund­heits­amt Bam­berg ver­an­lass­te daher eine umfas­sen­de Umge­bungs­un­ter­su­chung. Ein­ge­bun­den in die syste­ma­ti­sche Unter­su­chung waren die Regie­rung von Ober­fran­ken, das Baye­ri­sche Lan­des­amt für Gesund­heit und Lebens­mit­tel­si­cher­heit, das Kli­ni­kum am Bru­der­wald, zudem benach­bar­te Gesund­heits­äm­ter, in deren Zustän­dig­keits­be­reich sich der Wohn­sitz von poten­ti­ell zu unter­su­chen­den Per­so­nen befand.

In Zusam­men­ar­beit mit dem Kli­ni­kum Bam­berg wur­den alle Per­so­nen ermit­telt, die in die Umge­bungs­un­ter­su­chung ein­zu­be­zie­hen waren. Die über­wie­gen­de Anzahl der Per­so­nen war im Ein­zugs­be­reich des Gesund­heits­am­tes Bam­berg wohn­haft, wei­te­re in ande­ren Dienst­be­zir­ken. Die ent­spre­chen­den Gesund­heits­äm­ter wur­den benach­rich­tigt, und die Umge­bungs­un­ter­su­chun­gen dort in eige­ner Regie durch­ge­führt. In Bam­berg wur­den ins­ge­samt 1268 Per­so­nen untersucht.

Bei kei­nem der gete­ste­ten Kin­der zeig­ten sich auf­fäl­li­ge Befun­de, d. h. kei­nes der Kin­der hat sich nach der­zei­ti­gem Stand mit Tuber­ku­lo­se infiziert.

Bei einer klei­nen Zahl von Erwach­se­nen zeig­te sich ein posi­ti­ves Test­ergeb­nis. Bei die­sen wur­den vor­sorg­lich wei­te­re Unter­su­chun­gen veranlasst.

Bei kei­ner die­ser Unter­su­chun­gen bei den Erwach­se­nen zeig­te sich ein Krankheitsbefund.

Es han­delt sich nach unse­rer Ein­schät­zung bei den posi­ti­ven Test­be­fun­den um län­ger zurück­lie­gen­de laten­te Infek­tio­nen, die mit dem aktu­el­len Fall ver­mut­lich nichts zu tun haben. Die Anzahl der posi­ti­ven Test­ergeb­nis­se bei Erwach­se­nen war nicht unge­wöhn­lich und lag sogar unter dem Erwar­tungs­ho­ri­zont. Die Eltern der gete­ste­ten Kin­der erhiel­ten nach Abschluss der Unter­su­chun­gen einen Brief mit abschlie­ßen­den Hinweisen.

Zusam­men­fas­send lässt sich fest­stel­len, dass im Zusam­men­hang mit der Tuber­ku­lo­se­er­kran­kung der Kin­der­kran­ken­schwe­ster erfreu­li­cher­wei­se bei kei­ner der unter­such­ten Per­so­nen eine Über­tra­gung des Tuber­ku­lo­se­er­re­gers nach­ge­wie­sen wer­den konnte.

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