Ver­lei­hung des Zukunfts­prei­ses 2018 der HWK für Oberfranken

„Macher mit Blick in die Zukunft!“

Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken kürt die ersten Trä­ger des neu aus­ge­lob­ten Zukunfts­prei­ses 2018 – Vom digi­ta­li­sier­ten Betrieb bis zur gemein­sa­men Initia­ti­ve für eine bes­se­re Ausbildung

Die Hand­werks­kam­mer (HWK) für Ober­fran­ken hat erst­mals einen Zukunfts­preis ver­ge­ben und jetzt die ersten Preis­trä­ger aus­ge­zeich­net. Der Zukunfts­preis 2018 ging an die Bäcke­rei Ficken­schers Back­haus aus Münch­berg, die Innung Klempner‑, Sani­tär- und Hei­zungs­tech­nik aus Coburg, die Kla­vier­ma­nu­fak­tur Stein­gra­eber & Söh­ne aus Bay­reuth und den Raum­aus­stat­ter Peter Mech­told aus Röden­tal. „Die­se vier Preis­trä­ger, so unter­schied­lich sie sind, haben eines gemein­sam“, sag­te der Vize­prä­si­dent der HWK für Ober­fran­ken, Mat­thi­as Graß­mann in sei­ner Ein­füh­rung. „Sie haben außer­ge­wöhn­li­che Kon­zep­te und Spit­zen­lei­stun­gen erbracht und sind damit beste Ver­tre­ter des ober­frän­ki­schen Handwerks.“

Der Zukunfts­preis der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken ist eine Wei­ter­ent­wick­lung des Design­prei­ses, denn die HWK bis 2016 ver­ge­ben hat. „Unser Anlie­gen ist es, mit dem Zukunfts­preis die gan­ze Brei­te der Inno­va­ti­ons­kraft und Zukunfts­fä­hig­keit des ober­frän­ki­schen Hand­werks auf­zu­zei­gen“, erklär­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Tho­mas Kol­ler. „Wir wol­len sicht­bar machen, dass das Hand­werk nicht nur sein Hand­werk beherrscht – also schö­ne Form­ge­bung und per­fek­te Aus­füh­rung. Son­dern Inno­va­tor, Lösungs­fin­der und ganz ein­fach: Macher! ist. Ein Macher mit Blick für die Zukunft.“ Ent­spre­chend offen hat die Hand­werks­kam­mer die Kate­go­rien für den Zukunfts­preis for­mu­liert. Ein­rei­chen oder nomi­niert wer­den konn­ten Betrie­be in den Berei­chen Tech­nik, Umweltschutz/​Energieeffizienz/​Nachhaltigkeit, Digi­ta­li­sie­rung, Fachkräftesicherung/​Nachwuchsgewinnung/​Unternehmensnachfolge, Marketing/​Geschäftsmodelle/​Kooperationen/​Internet/​Social media und Gestaltung/​Design.

Ent­spre­chend viel­fäl­tig waren die The­men und Pro­jek­te, die die drei­köp­fi­ge Jury und in zwei­ter Instanz eine Fach­ex­per­ten­run­de zu begut­ach­ten hat­ten. Die Bewer­bun­gen reich­ten von Kon­zep­ten zur Redu­zie­rung des Was­ser- und Ener­gie­ver­brauchs über die Wei­ter­ver­wer­tung aus­ge­dien­ter Grab­stei­ne, von ver­schie­de­nen Aus­bil­dungs­pro­jek­ten über die Ent­wick­lung neu­er Genuss­pro­duk­te, von Kun­den­ma­nage­ment-Ideen bis hin zu inno­va­ti­ven Sicht­be­ton-Kon­zep­ten. Tho­mas Kol­ler: „Die Viel­falt der Bewer­bun­gen spie­gelt die Viel­falt und Indi­vi­dua­li­tät des Hand­werks abso­lut wider.“

Die Preis­trä­ger

Die Ent­schei­dung ist nach der Sum­me der Jury- und Exper­ten­be­wer­tung aber auf fol­gen­de Unter­neh­men und Pro­jek­te gefallen:

  • Die Kla­vier­ma­nu­fak­tur Stein­gra­eber & Söh­ne aus Bay­reuth hat mit einem „Trans­du­cer im Reso­nanz­bo­den“ über­zeugt, der „ver­stö­rend authen­ti­schen“ Flü­gel­klang erzeu­gen und damit zu einer musi­ka­li­schen Berei­che­rung wer­den kann.
  • Die Innung Klempner‑, Sani­tär- und Hei­zungs­tech­nik Coburg und ihre aus­bil­den­den Betrie­be haben gemein­sam das Aus­bil­dungs­kon­zept SHK-Aus­bil­dung 2.0 ent­wickelt, das wegen der dar­aus Sei­te 2 von 2 resul­tie­ren­den Prü­fungs­er­geb­nis­se (deut­lich bes­se­re Noten), des über­grei­fen­den Ansat­zes und wegen der deut­li­chen Hal­tung der Innung aus­ge­zeich­net wur­de: Machen statt motzen!
  • Bei der Bäcke­rei Ficken­schers Back­haus GmbH (Münch­berg) über­zeu­gen zum einen der ganz­heit­li­che Ansatz der Digi­ta­li­sie­rung im Betrieb, aber auch die Ziel­set­zung, die damit ver­folgt wird: den Beruf des Bäckers wie­der attrak­ti­ver zu machen und Zeit für das eigent­li­che Hand­werk zu gewinnen.
  • Und schließ­lich schaff­te es der Raum­aus­stat­ter Peter Mech­told mit sei­ner Ent­wick­lung „Bade Lounge“ das Votum der Jury zu bekom­men. Dahin­ter ver­birgt sich eine Bade­wan­ne aus einem neu ent­wickel­ten, wei­chen Mate­ri­al, das sich der Kör­per­form anpasst und Ver­let­zungs­ge­fah­ren im Bad minimiert.

Die Pre­miè­re des Zukunfts­prei­ses der Hand­werks­kam­mer für Ober­fran­ken stimm­te die HWK für Ober­fran­ken zuver­sicht­lich. „Unser Kon­zept ist auf­ge­gan­gen, das zei­gen die vie­len und sehr hoch­wer­ti­gen Bewer­bun­gen“, sag­te Haupt­ge­schäfts­füh­rer Kol­ler. Für den Vize­prä­si­den­ten der ober­frän­ki­schen Hand­werks­kam­mer, Mat­thi­as Graß­mann, wird die Aus­zeich­nung dem moder­nen Hand­werk gerecht. „Der Zukunfts­preis zeigt uns Hand­wer­ker als Inno­va­ti­ons­trei­ber und Vor­den­ker und auch als der Pro­blem­lö­ser, der wir sind. Wir als Hand­werk machen Zukunft möglich.“

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