Blick über den Zaun: Aus­stel­lung „Dr. Fried­rich Wil­helm Sin­ger – prak­ti­scher Arzt und Hei­mat­for­scher (1918–2003)“

2.6.2018 – 3.2.2019 in den Fich­tel­ge­birgs­mu­se­en (Stand­or­te Wun­sie­del und Arzberg-Bergnersreuth)

Dr. Friedrich Wilhelm Singer, 1950

Dr. Fried­rich Wil­helm Sin­ger, 1950

Eröff­nung am 01.06.2018 um 19 Uhr im Volks­kund­li­chen Gerä­te­mu­se­um Arzberg-Bergnersreuth.

Zum 100. Geburts­tag des Hei­mat­for­schers Dr. Fried­rich Wil­helm Sin­ger (1918–2003) wid­men ihm die Fich­tel­ge­birgs­mu­se­en eine gro­ße Aus­stel­lung an den Stand­or­ten Arzberg-Berg­ners­reuth und Wun­sie­del. The­men der Prä­sen­ta­ti­on sind Lebens­lauf, Arbeits­wei­se, Werk und vor allem sei­ne ein­zig­ar­ti­ge Samm­lung, die er in gro­ßen Tei­len den Fich­tel­ge­birgs­mu­se­en über­eig­net hat. An bei­den Stand­or­ten sind über 200 Objek­te zu sehen. Fried­rich Sin­ger hat eine wah­re Schatz­kam­mer zur Sach­kul­tur des Fich­tel­ge­bir­ges von der Vor- und Früh­ge­schich­te bis ins 20. Jahr­hun­dert uner­müd­lich und kennt­nis­reich zusam­men­ge­tra­gen. Es fin­det sich unter ande­rem ein Schrank des Wald­sas­se­ner Klo­ster­schrei­ners Hauth­mann, das ein­zi­ge pro­fa­ne Stück, das erhal­ten ist und auf der Tür ver­mut­lich sein Por­trät zeigt. Hin­zu kommt eine über­di­men­sio­na­le Rei­se­tru­he, die von Alex­an­der von Hum­boldt aus sei­ner Zeit in Arzberg stammt. Ein wei­te­res High­light sind die Arzber­ger Berg­has­pel mit zuge­hö­ri­ger Berg­ord­nung von 1619. Beson­de­re archäo­lo­gi­sche Fund­stücke sind zum Bei­spiel eine Silexpfeil­spit­ze aus Hen­del­ham­mer von ca. 5000 v. Chr. oder der mit­tel­al­ter­li­che Ter­ra­kotta­pup­pen­kopf aus der Burg­an­la­ge Hohen­berg. Ein beson­de­res High­light ist auch die geschnitz­te Testa­ments­kap­sel von 1691.

In der Aus­stel­lung ist Dr. Sin­gers Arzber­ger Pra­xis mit Ori­gi­nal­mo­bi­li­ar nach­ge­baut, sei­ne ehe­ma­li­ge Sprech­stun­den­hil­fe Frau Bau­er erin­nert sich in einem Film an Begeg­nun­gen und Unter­hal­tun­gen. Zahl­rei­che unver­öf­fent­lich­te Fotos und Unter­la­gen wer­den eben­falls prä­sen­tiert und run­den das Bild von Dr. Fried­rich Sin­ger als Arzt und Hei­mat­for­scher ab.

Die Aus­stel­lung kom­bi­niert die Objek­te sei­ner Samm­lung mit Expo­na­ten aus den Bestän­den bei­der Muse­en, die Fried­rich Sin­ger für sei­ne wis­sen­schaft­li­che Arbeit genutzt hat. Die­se fin­den sich viel­fach auch in den von Dr. Sin­ger ver­öf­fent­lich­ten Auf­sät­zen oder Publi­ka­tio­nen wie­der und sind bis­her nur aus Fotos bekannt.

Eini­ge Stücke, die sei­ne Nach­fah­ren im Janu­ar 2017, nach dem Tod der Wit­we Dr. Sin­gers den Fich­tel­ge­birgs­mu­se­en über­lie­ßen, wur­den noch nie ver­öf­fent­licht oder gezeigt.

Die Aus­stel­lung ist Teil des Sin­ger-Pro­jek­tes, geför­dert vom Kul­tur­fonds Bay­ern und der Oberfrankenstiftung.

Beglei­tend zur Aus­stel­lung fin­den Füh­run­gen durch die Aus­stel­lung mit der Kura­to­rin Dia­na Nitzsch­ke statt. Ter­mi­ne sind: 22.07.2018 / 09.09.2018 / 21.10.2018 / 25.11.2018 jeweils um 14 Uhr.

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