Aus­stel­lung zur Maria­ni­schen Bür­ger­so­da­li­tät im Diö­ze­san­mu­se­um Bam­berg

Ein unge­ahn­ter Schatz: Aus­stel­lung im Diö­ze­san­mu­se­um zum Jubi­lä­um der Maria­ni­schen Her­ren- und Bür­ger­so­da­li­tät Bam­berg eröff­net

Ausstellung Marianische Sodalität. Bildquelle: Pressestelle Erzbistum Bamberg / Hendrik Steffens

Aus­stel­lung Maria­ni­sche Soda­li­tät. Bild­quel­le: Pres­se­stel­le Erz­bis­tum Bam­berg / Hen­drik Stef­fens

Anläss­lich des 400. Jubi­lä­ums der Maria­ni­schen Her­ren- und Bür­ger­so­da­li­tät in Bam­berg ermög­licht das Diö­ze­san­mu­se­um in einer Aus­stel­lung bis zum 27. Mai Ein­blicke in die Geschich­te die­ser katho­li­schen Lai­en­be­we­gung. Pas­send zum dies­jäh­ri­gen Kul­tur­er­be­jahr wer­den erst­mals die von der Soda­li­tät bewahr­ten Kunst­schät­ze in brei­tem Umfang aus­ge­stellt und der Öffent­lich­keit prä­sen­tiert.

Im Jah­re 1618 erfolg­te aus Rom die offi­zi­el­le Bestä­ti­gung der Grün­dung der Maria­ni­schen Her­ren- und Bür­ger­so­da­li­tät in Bam­berg, deren Anfän­ge auf eine Initia­ti­ve des Bam­ber­ger Fürst­bi­schofs Johann Gott­fried I. von Asch­hau­sen (amt. 1609–1622) im Jah­re 1615 zurück­ge­hen. Sie ent­stand im Zuge einer weit ver­brei­te­ten Erneue­rungs­be­we­gung, die auf eine alle Stän­de und Beru­fe umfas­sen­de Mari­en­ver­eh­rung abziel­te und in Maria­ni­schen Kon­gre­ga­tio­nen zusam­men­ge­führt wur­de. „Bereits 40 Jah­re nach ihrer Grün­dung war die Soda­li­tät die größ­te der Bam­ber­ger Kon­gre­ga­tio­nen“, erläu­ter­te Dom­ka­pi­tu­lar Dr. Nor­bert Jung, Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Kunst und Kul­tur im Bam­ber­ger Ordi­na­ri­at, wäh­rend der Aus­stel­lungs­er­öff­nung. Gera­de das sozia­le Enga­ge­ment der Soda­len habe sich erheb­lich auf das gesell­schaft­li­che Leben in der Stadt aus­ge­wirkt. „Es ist sicher nicht über­trie­ben, die Her­ren- und Bür­ger­so­da­li­tät zwi­schen dem Drei­ßig­jäh­ri­gen Krieg und der Epo­che der Auf­klä­rung als einen nicht unbe­deu­ten­den Macht­fak­tor in der Stadt zu beschrei­ben.“

Über die Zeit hin­weg gelang es der Soda­li­tät, zahl­rei­che lit­ur­gi­sche Gerä­te und wert­vol­le Kunst­wer­ke zu ret­ten und zu bewah­ren. Im Zen­trum der Aus­stel­lung im Diö­ze­san­mu­se­um steht die gro­ße Sil­ber­ma­don­na im Strah­len­kranz, die 1696 vom Augs­bur­ger Gold­schmied Cas­par Riss von Ris­sen­feld ange­fer­tigt wur­de. Bis heu­te wird sie am 15. August zu Mariä Him­mel­fahrt bei der Mari­en­pro­zes­si­on als Pro­zes­si­ons­fi­gur mit­ge­tra­gen. Hin­zu kom­men wei­te­re kost­ba­re Gold­schmie­de­ar­bei­ten des 18. und 19. Jahr­hun­derts, von denen vie­le zu Beginn des 19. Jahr­hun­derts aus Säku­la­ri­sa­ti­ons­gut erwor­ben wer­den konn­ten.

Die Aus­stel­lung eröff­net ihre Pfor­ten für Besu­che­rin­nen und Besu­cher am Frei­tag, den 23. März. Die Aus­stel­lung ist bis zum 27. Mai von diens­tags bis sonn­tags von 10 bis 17 Uhr im Diö­ze­san­mu­se­um zu sehen.

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