Im Kom­pe­tenz­zen­trum Demenz in Forch­heim gestal­te­ten Bewoh­ner die Jah­res­lo­sung krea­tiv

Quel­le für Lebens­freu­de ent­deckt

Eine Betreuungskraft geht der Seniorin zur Hand.

Eine Betreu­ungs­kraft geht der Senio­rin zur Hand.

Zunächst kann sich jeder ein Blatt Papier mit einem bestimm­ten Blau­ton aus­su­chen. Es ist ein­fa­ches Kopier­pa­pier und wird gleich in Strei­fen geris­sen. Ein gro­ßes grü­nes Pla­kat soll damit beklebt wer­den, um die Jah­res­lo­sung für das Jahr 2018 bild­haft zu gestal­ten. Dia­kon Man­fred Rie­del vom pasto­ra­len Dienst der Dia­ko­nie Neu­en­det­tels­au hat im Kom­pe­tenz­zen­trum Demenz in Forch­heim dazu ein­ge­la­den.

„Alle kön­nen mit­ma­chen“, ist der Dia­kon über­zeugt, der wie­der­holt mit ver­schie­de­nen Senio­ren­grup­pen einen Vers der Bibel krea­tiv gestal­tet hat.

Nach­dem sich jeder einen Blau­ton her­aus­ge­sucht hat, wird ein län­ge­rer Strei­fen geris­sen. Wenn jemand dies nicht allei­ne kann, wird ein­fühl­sam gehol­fen. Dann wird der Name auf den Papier­strei­fen geschrie­ben. Für man­che ist es seit lan­gem wie­der das erste Mal, dass sie selbst schrei­ben. Ande­re wer­den dabei unter­stützt. Inzwi­schen hat Rie­del den Text der Jah­res­lo­sung auf ein grü­nes Pla­kat geklebt, des­sen Farb­ton die Grup­pe gemein­sam bestimmt hat. Dann wer­den die ein­zel­nen Papier­strei­fen auf­ge­klebt und es ent­steht das Bild einer leben­di­gen Quel­le. Stolz wird dann ein geeig­ne­ter Platz im Wohn­be­reich gesucht, um das Pla­kat auf­zu­hän­gen.

Eine Wohn­grup­pe erstellt ein zwei­tes Pla­kat, das sie Ein­rich­tungs­lei­ter Johan­nes Kraus über­rei­chen nach­dem er auf der Wohn­grup­pe vor­bei­ge­schaut hat. „Ich bin über­rascht, dass sich die Bewoh­ner mit einem Strah­len im Gesicht inten­siv mit einem Bibel­spruch aus­ein­an­der­set­zen,“ stellt er fest. Die Erin­ne­rung an christ­li­che Wer­te und Glau­bens­in­hal­te ist nach sei­ner Erfah­rung sehr wert­voll.

Bibel­vers ver­in­ner­licht

Damit die Bewoh­ner den Bibel­vers auch in ihr Zim­mer mit­neh­men kön­nen, hat Rie­del alte Kalen­der­bil­der mit­ge­bracht. Hier sucht sich jede Bewoh­ne­rin eines aus und klebt den Spruch „Gott spricht: Ich will dem Dur­sti­gen geben von der Quel­le des leben­di­gen Was­sers umsonst“ auf. Eine Bewoh­ne­rin wählt sich eine Quel­le in einem Wald aus und erin­nert sich: „In so einem Wald waren wir frü­her oft und sind an die­se Quel­le gegan­gen, das war schön.“ Beson­ders beliebt sind auch Bil­der von Kat­zen und Hun­den. Betreu­ungs­kraft Maren Weber ist erstaunt, wie inter­es­siert und aktiv die Bewoh­ner bei der Sache sind. Sie beob­ach­tet, wie ein­zel­ne in der Grup­pe den Spruch mehr­mals wie­der­ho­len.

In einem Got­tes­dienst zur Jah­res­lo­sung hat­te Dia­kon Man­fred Rie­del zuvor auf die Quel­le für Lebens­freu­de und Lebens­kraft hin­ge­wie­sen, die uns von Gott durch Jesus Chri­stus umsonst geschenkt ist.

Die Jah­res­lo­sun­gen wer­den jedes Jahr von der Öku­me­ni­schen Arbeits­ge­mein­schaft für Bibellesen aus­ge­wählt. Es sind beson­ders inter­es­san­te Ver­se aus der Bibel, die Men­schen ermu­ti­gen sol­len.

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