Bay­ern­weit erste Need­le – VATS – Ope­ra­ti­on am Kli­ni­kum Bay­reuth

Die Instrumente in der Thoraxchirurgie werden filigraner. Dr. Bernd Linsmeier (links) und Dr. Mohammed Ibrahim sagen: Damit genesen Patienten schneller.
Die Instrumente in der Thoraxchirurgie werden filigraner. Dr. Bernd Linsmeier (links) und Dr. Mohammed Ibrahim sagen: Damit genesen Patienten schneller.

Schnel­ler wie­der fit dank Mini-Instru­men­ten

Gerin­ge­re Gewe­be­ver­let­zun­gen, weni­ger Schmer­zen und eine bes­se­re Wund­hei­lung nach der Ope­ra­ti­on: Dass die Instru­men­te, mit denen Tho­ra­x­chir­ur­gen ope­rie­ren, immer klei­ner und fei­ner wer­den, hat für Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH hand­fe­ste Vor­tei­le. In Koope­ra­ti­on mit der Fir­ma Duf­ner, einem der renom­mier­te­sten Gerä­te­her­stel­ler im medi­zi­ni­schen Bereich, fand die bay­ern­weit erste Ope­ra­ti­on mit den der­zeit fili­gran­sten Instru­men­ten jetzt an der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH statt.Ausgeführt hat sie Sek­ti­ons­lei­ter Dr. Bernd Lins­mei­er mit sei­nem Team. Bei die­ser Metho­de, die Exper­ten „Need­le-VATS“ nen­nen, sind die Aus­wir­kun­gen auf Atmung und Lun­ge gerin­ger sind als beim offe­nen Ope­rie­ren. Damit las­sen sich auch schwe­rer erkrank­te Pati­en­ten behan­deln, die bis­lang als inope­ra­bel gal­ten.

Der Pra­xis­test im Ope­ra­ti­ons­saal

45 Minu­ten. Dann ist der Ein­griff vor­bei. Es ist alles gut gegan­gen, die Pati­en­tin hat die Ope­ra­ti­on an der Lun­ge gut über­stan­den. Dr. Bernd Lins­mei­er legt das brand­neue Instru­ment zur Sei­te und ver­sorgt die mini­mal klei­ne Stel­le am Kör­per der Pati­en­tin, durch die er ope­riert hat. Er ist zufrie­den. Ins­ge­samt wer­den an die­sem Tag drei Pati­en­ten so ope­riert. Test bestan­den.

Die minimal-invasive Operation an Lunge und Brustorganen (VATS - Video assistierte Thoraxchirurgie) ist seit Jahren der Schwerpunkt des Sektionsleiters der Thoraxchirurgie an der Klinikum Bayreuth GmbH, Dr. med. Bernd Linsmeier.

Die mini­mal-inva­si­ve Ope­ra­ti­on an Lun­ge und Brust­or­ga­nen (VATS – Video assi­stier­te Tho­ra­x­chir­ur­gie) ist seit Jah­ren der Schwer­punkt des Sek­ti­ons­lei­ters der Tho­ra­x­chir­ur­gie an der Kli­ni­kum Bay­reuth GmbH, Dr. med. Bernd Lins­mei­er.

Dün­ner als eine Strick­na­del

Tro­ka­re. So hei­ßen die Instru­men­te, mit denen Chir­ur­gen die Schlüs­sel­lö­cher am Kör­per ihrer Pati­en­ten öff­nen, durch die sie dann mini­mal­in­va­siv ope­rie­ren. Mit der neu­en Metho­de wer­den Tro­ka­re mit nur 3,5 Mil­li­me­ter Durch­mes­ser ein­ge­setzt. Über die­se Zugän­ge wer­den dann eine Mini-Kame­ra und Instru­men­te mit noch gerin­ge­rem Durch­mes­ser von 2,7 Mil­li­me­ter ein­ge­führt. „Das Instru­men­ta­ri­um ist schma­ler als eine Strick­na­del, aber trotz­dem sta­bil genug, um im Kör­per des Pati­en­ten nicht zu ver­bie­gen“, sagt Dr. Lins­mei­er. „Gera­de bei schwe­rer erkrank­ten Pati­en­ten ist das deut­lich schma­le­re Instru­ment ein gro­ßer Vor­teil.“

Pati­en­ten infor­mie­ren sich genau

Jetzt bereits infor­mie­ren sich Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten vor einer tho­ra­x­chir­ur­gi­schen Ope­ra­ti­on sehr genau über die Ope­ra­ti­ons­tech­ni­ken. Denn sie wis­sen: Je weni­ger trau­ma­ti­sie­rend der Ein­griff für das gesun­de Gewe­be ist, desto schnel­ler wer­den sie gene­sen. „Mei­ner Mei­nung nach wird die Bedeu­tung der tech­ni­schen Gerä­te, die bei Ope­ra­tio­nen zum Ein­satz kom­men, in Zukunft noch grö­ßer wer­den“, sagt Dr. Lins­mei­er. „Sie wer­den zu einem Ent­schei­dungs­kri­te­ri­um, das Pati­en­ten bei der Aus­wahl eines Kran­ken­hau­ses berück­sich­ti­gen. Die Grund­la­ge hier­für ist natür­lich die Erfah­rung des aus­füh­ren­den Tho­ra­x­chir­ur­gen mit Metho­dik und Instru­men­ta­ri­um.“

Ein gut auf­ge­stell­tes Team

Zudem hat Dr. Lins­mei­er mit Dr. Moham­med Ibra­him einen wei­te­ren hoch­qua­li­fi­zier­ten Kol­le­gen für sein Team gewon­nen. Ihr gemein­sa­mes Ziel ist es, die bereits sehr hohe Qua­li­tät der Pati­en­ten­ver­sor­gung mit Ein­satz der modern­sten OP-Metho­den wei­ter zu verbessern.Die enge Koope­ra­ti­on mit Chef­arzt Dr. Claus Step­pert und sei­nem Team der Kli­nik für Pneu­mo­lo­gie, Tho­ra­xon­ko­lo­gie, Schlaf- und Beatmungs­me­di­zin sowie den Chef­ärz­ten Prof. Dr. Lud­wig Keil­holz und Pri­vat­do­zent Dr. Jochen Will­ner von der Kli­nik für Strah­len­the­ra­pie kommt allen Pati­en­ten mit Tumo­ren und ande­ren Erkran­kun­gen durch eine eng abge­spro­che­ne und damit kür­ze­re Behand­lung zu Gute.

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