Erz­bi­schof Dr. Lud­wig Schick beim „Beschluss der ewi­gen Anbe­tung“ in Pot­ten­stein

Lichterzauber in Pottenstein
Lichterzauber in Pottenstein

Jedes Jahr am Drei­kö­nigs­tag (6.Januar) fei­ert die Kir­chen­ge­mein­de Pot­ten­stein ihren tra­di­tio­nel­len Beschluss der Ewi­gen Anbe­tung, eines der höch­sten Kir­chen­fe­ste im Jahr. Dazu wer­den wie­der vie­le Besu­cher aus nah und fern erwar­tet, die sich von der Pro­zes­si­on, beglei­tet vom Lich­ter­zau­ber der Feu­er auf den Fel­sen rings um Pot­ten­stein ver­zau­bern las­sen.

Nach der letz­ten Bet­stun­de wird sich bei Ein­bruch der Dun­kel­heit um ca. 17.00 Uhr die Abschluss­pro­zes­si­on durch die Alt­stadt bewe­gen. Das Aller­hei­lig­ste trägt in die­sem Jahr der Bam­ber­ger Erz­bi­schof Dr. Lud­wig Schick. Wäh­rend der Pro­zes­si­on flam­men rings um das Fel­sen­städt­chen Lich­ter auf. Dazu wer­den auf den umlie­gen­den Fel­sen­kup­pen eine gro­ße Anzahl von Feu­ern abge­brannt. Beglei­tet wird die Pro­zes­si­on vom „Aller­hei­lig­sten“, von unzäh­li­gen Ker­zen und Lich­tern, die Stra­ßen der Alt­stadt sind fest­lich geschmückt, auf die Zuschau­er war­tet ein hei­me­li­ges Gefühl von Stil­le und Fas­zi­na­ti­on. Die Tri­umph­bö­gen, wel­che den Ver­lauf der Pro­zes­si­on mar­kie­ren, wur­den um die Jahr­hun­dert­wen­de von Pot­ten­stei­ner Bür­gern gestif­tet und von ein­hei­mi­schen Hand­wer­kern gefer­tigt.

Der Brauch des Abbren­nens der Berg­feu­er zu Ehren Got­tes lässt sich histo­risch gesi­chert bis ins Jahr 1905 zurück­da­tie­ren. Damals wur­de das Fest der Hei­li­gen Drei Köni­ge und der Tag zuvor (5. und 6.Januar) als Tage des immer­wäh­ren­den Gebe­tes in Pot­ten­stein fest­ge­legt. Das Fest der Ewi­gen Anbe­tung an sich geht aller­dings bis auf das Jahr 1759 zurück. In der „Wach­ter-Chro­nik“ heißt es dazu: „Die zehn­stün­di­ge Anbe­tung, wel­che Bischof Adam Fried­rich (Erz­bi­schof von Bam­berg, der Verf.) anord­ne­te, begann für Pot­ten­stein am Patro­nats­fe­ste, dem Tag des Hl. Bar­tho­lo­mä­us, am 24.August …“. Ursprüng­lich dau­er­te die­se „gro­ße“ Anbe­tung fünf Tage lang. In die­ser Zeit war Pot­ten­stein noch Ziel zahl­rei­cher Wall­fahr­ten.

Auch das dies­jäh­ri­ge Fest hat wie­der eine lan­ge Vor­lauf­zeit, um die­sen win­ter­li­chen Höhe­punkt im Jah­res­lauf-Brauch­tum der Frän­ki­schen Schweiz vor­zu­be­rei­ten. Die vie­len Feu­er­stel­len wer­den zum Anzün­den bereit gemacht, wofür unge­fähr

100 Ster (Fest­me­ter) Brenn­holz benö­tigt wer­den, die „Feu­er­les­schü­rer“ sind mit Stolz seit Wochen bereits im Ein­satz.

Die Gesamt­or­ga­ni­sa­ti­on liegt in Hän­den der Stadt Pot­ten­stein, ehren­amt­li­che Hel­fer wer­den mit Zuschüs­sen und Spen­den sei­tens der Stadt und der hei­mi­schen Geschäfts­welt unter­stützt. Wäh­rend der Fest­stun­den über­neh­men Feu­er­wehr, Poli­zei und ört­li­che Ver­ei­ne inner­halb und außer­halb des Fel­sen­städt­chens die Ver­kehrs­re­ge­lung. Die Alt­stadt ist ab ca. 15.00 Uhr für den Durch­gangs­ver­kehr gesperrt. Durch diver­se Park­son­der­re­ge­lun­gen wird gewähr­lei­stet, dass aus­rei­chend Park­mög­lich­kei­ten für PKW und Bus­se zur Ver­fü­gung ste­hen.

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