Frän­ki­sche Sym­bio­se: Wei­he­rer Wei­zen­bock, gela­gert im Dorn­fel­der-Fass

ine fränkische Symbiose: Philipp Wagner, Roland Kundmüller und Oswald Kundmüller (v.l.) verkosten den im Dornfelder-Fass gelagerten Weiherer Weizenbock. Foto: René Ruprecht.

ine frän­ki­sche Sym­bio­se: Phil­ipp Wag­ner, Roland Kund­mül­ler und Oswald Kund­mül­ler (v.l.) ver­ko­sten den im Dorn­fel­der-Fass gela­ger­ten Wei­he­rer Wei­zen­bock. Foto: René Ruprecht.

Braue­rei Kund­mül­ler und Wein­gut Wag­ner kre­ieren regio­na­le Spe­zia­li­tät – einen Wei­zen­bock, gela­gert im Dorn­fel­der Fass

Das ist authen­ti­sche Bier­kul­tur und geach­te­te Win­zer­kunst. Die Braue­rei Kund­mül­ler aus Wei­her und das Wein­gut Wag­ner aus Staf­fel­bach haben die­se bei­den Wel­ten nun ver­bun­den. Sie kre­ierten einen Wei­zen­bock, der acht Mona­te lang in einem Dorn­fel­der-Fass lager­te. Das Beson­de­re: Der Wein wur­de an den Hän­gen direkt hin­ter der Braue­rei ange­baut.

Die Braue­rei Kund­mül­ler, Wei­her und das Wein­gut Wag­ner, Staf­fel­bach lie­gen nur sie­ben Kilo­me­ter aus­ein­an­der. Man kennt und schätzt sich. Der Brau­er den Win­zer und umge­kehrt. Als Oswald Kund­mül­ler an einem Som­mer­abend im ver­gan­ge­nen Jahr die benach­bar­te Hecken­wirt­schaft der Wag­ners auf einen Fei­er­abend-Schop­pen besuch­te, kam ihm eine Idee: „War­um nicht in außer­ge­wöhn­li­cher Wei­se Wein und Bier ver­bin­den, gera­de bei sol­cher regio­na­len Ver­bin­dung und Wert­schät­zung?“ Bereits zu die­ser Zeit lager­ten er und sein Bru­der und Brau­mei­ster Roland Kund­mül­ler Bie­re in ver­schie­de­nen Fäs­sern, beson­de­re Spe­zia­li­tä­ten, ganz inner­halb der Mög­lich­kei­ten des Rein­heits­ge­bo­tes. Die Wag­ner-Wei­ne kom­men dazu aus dem öst­lich­sten Anbau­ge­biet Fran­kens und erfreu­en sich vie­ler Lieb­ha­ber.

Er sprach den jun­gen Phil­ipp Wag­ner, Gei­sen­hei­mer Wein­bau­stu­dent, kur­zer­hand an und die­ser muss­te nicht lan­ge über­le­gen. Gera­de des­halb, weil er und sei­ne Fami­lie 2015 den Wein­berg hin­ter der Braue­rei Kund­mül­ler gepach­tet hat­ten. Dort wur­de auch schon bereits frü­her – in der Wei­he­rer Chro­nik nach­weis­lich bis zum Braue­rei­be­ginn 1874 – Wein her­ge­stellt.

Wag­ner baut dort heu­te neben Char­don­nay und Sau­vi­gnon Blanc tief­ro­ten Dorn­fel­der an. Wäh­rend die ersten bei­den Reb­sor­ten ganz neu ange­pflanzt wur­den, steht der Dorn­fel­der dort bereits seit lan­gem. So ent­schied man sich, nach­dem der Wein ein Jahr in einem Bar­ri­que-Fass gela­gert wur­de, eines davon nach der Abfül­lung direkt zu Oswald und Roland Kund­mül­ler zu brin­gen. Und der Brau­er wie­der­um befüll­te das Fass dann mit dem Wei­he­rer Wei­zen­bock.

Her­aus­ge­kom­men ist eine beson­de­re Bier­spe­zia­li­tät, die die Malz­sü­ße des Bie­res mit vanil­lig-erdi­gen Aro­men des Hol­zes und sprit­zi­ger Säu­re des Wei­nes ver­eint. Der Ant­runk gibt sich sam­tig-weich, beglei­tet von Dörr­obst und Bie­nen­ho­nig. Der Wei­he­rer Wei­zen­bock ver­hallt lang­sam, mit einem wär­men­den, fruch­ti­gen, an Sta­chel­bee­ren erin­nern­den Abgang.

Erhält­lich ab sofort in der 0,75 l Cham­pa­gner­fla­sche im Braue­rei-Gast­hof Kund­mül­ler und im gut sor­tier­ten Geträn­ke­han­del.

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