Ver­ein Beit Shalom e.V.: Ex-Forch­hei­me­rin hilft in Peru

Foto: Petra Thümmler

Foto: Petra Thümmler

‚Wei­hen‘ – lt. Lexi­kon: ‚die Auf­wer­tung einer Per­son oder Sache durch eine ritu­el­le Zeremonie‘.

Wie wahr! Wur­de nicht die­se eine Nacht auf­ge­wer­tet wie kei­ne zwei­te, durch die Geburt Jesu, des Mes­si­as. Doch durch die Mensch­wer­dung sei­nes Soh­nes hat Gott nicht nur die Nacht, son­dern uns alle ‚auf­ge­wer­tet‘ und uns Men­schen sei­ne Lie­be gezeigt. Aber Jesus hat sei­ne irdi­sche Mis­si­on erfüllt, und jetzt gilt es für uns, die­se Weih-Nacht und alle fol­gen­den Tage und Näch­te ‚auf­zu­wer­ten‘, indem wir sein Gebot zur Näch­sten­lie­be leben.

Dies ver­su­chen auch Petra und Juan und ihr Team vom Peru-Hil­fe Ver­ein Beit Shalom e.V.

Petra Thümm­ler, die vor über 25 Jah­ren ihren Geburts­ort Forch­heim ver­las­sen hat und nach Peru aus­wan­der­te, um dort die Bot­schaft unse­res Herrn nicht nur in Wor­ten, son­dern auch in Taten zu ver­brei­ten, küm­mert sich in Lima um die­je­ni­gen, denen sonst nie­mand hilft. Oft sind es Tage­löh­ner aus dem Urwald, die in die Haupt­stadt rei­sen um eine Krank­heit behan­deln zu las­sen und deren Erspar­nis­se schon durch die Rei­se erschöpft sind. Dann kom­men aber erst noch die Kosten für Essen, Über­nach­tung, Medi­ka­men­te und OP-Mate­ri­al, da meist kei­ne Kran­ken­ver­si­che­rung vor­han­den ist und dies in Peru selbst bezahlt wer­den muß. Beit Shalom hilft hier in viel­fäl­ti­ger Wei­se, sei es durch Stel­len einer Unter­kunft, oder durch Über­nah­me der Kosten der not­wen­dig­sten Medikamente.

Wie bei Ambro­si­us und Nella, Tage­löh­ner aus dem Urwald, die mit ihrem 2jährigen Luis nach Lima ins Kran­ken­haus kamen, da die­ser nicht schlucken woll­te, immer noch an der Brust ernährt wur­de, und auch nicht sit­zen konn­te. Im Kran­ken­haus wur­de eine Hirn­schä­di­gung dia­gno­sti­ziert, des­sen Aus­wir­kung aber durch eine geeig­ne­te The­ra­pie gemin­dert wer­den kann. Dazu muß die Fami­lie für län­ge­re Zeit in Lima blei­ben. Für sie allein völ­lig unmög­lich zu stem­men. Beit Shalom hilft und die jun­ge Fami­lie hat wie­der Hoff­nung geschöpft!

Juan, Petras Mann, ver­sucht wäh­rend­des­sen vor Ort im Urwald zu helfen.Ob Hil­fe bei der Pla­nung von Stra­ßen und Was­ser­lei­tun­gen, die end­lich einen Ort im Urwald mit dem lebens­not­wen­dig­sten ver­sor­gen, beim Bau von Kin­der­gär­ten und Schu­len, oder beim Frei­schau­feln einer beim letz­ten Sturz­re­gen zuge­schüt­te­ten Stra­ße, der Theo­lo­ge ist sich für kei­ne Arbeit zu scha­de. Auch ver­sucht er den Men­schen im Urwald zu hel­fen, mit moder­nen Anbau­me­tho­den und Mög­lich­kei­ten der Selbst­ver­mark­tung ihren Lebens­un­ter­halt zu sichern. So besteht das neue­ste Pro­jekt dar­in, zusam­men mit den Bau­ern ein Gewächs­haus zu errich­ten, in dem schäd­lings­re­si­sten­te Bana­nen­trie­be groß­ge­zo­gen wer­den können.

Die uner­müd­li­che Arbeit die­ser klei­nen Gemein­schaft ist nicht unbe­merkt geblie­ben, das zeigt die Ver­ga­be des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes im Okto­ber die­sen Jah­res an Petra Thümm­ler für ihre auf­op­fern­de Mis­si­ons­ar­beit in Peru. Bei der Über­rei­chung des Bun­des­ver­dienst­kreu­zes war es Petra eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit dar­auf hin­zu­wei­sen, dass all ihr Wir­ken für die Men­schen in Peru nur durch die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung vie­ler mög­lich war.
Vie­len herz­li­chen Dank und eine fried­vol­le Weih-Nacht im Namen aller, denen die­se Hil­fe zuteil wurde.

Spen­den­kon­to Beit Shalom: Spar­kas­se Forchheim
IBAN DE15763510400000883363
BIC BYLADEM1FOR

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