Leserbrief: Antwort auf “Leserbrief zur Sitzung des Stadtrates Ebermannstadt”

Zum Leserbrief von Gabriele Thiem am 17.11.2017

Ironie zu verstehen setzt nach wissenschaftlichen Studien ein gewisses Maß an Empathie und Sozialkompetenz voraus. Diese Eigenschaften scheinen Frau Gabriele Thiem offensichtlich abzugehen, wenn sie das, von Befürwortern der ALDI/REWE Bebauung am Oberen Tor geprägte und von Klaus Neuner im Zusammenhang mit dem Baugebiet Ehrlich nur zitierte Wort „Einkaufsoase“ nicht als Ironie erkannt hat.

Welche Richtigkeit die Aussagen der von der Bürgermeisterin eingeladenen sogenannten Experten besitzen, weiß der Ebermannstädter spätestens seit der Einführung der zwanzig Jahre rückwirkenden STRABS. Die treue Befolgung dieser Experteneinschätzungen haben zur Folge, dass wir offensichtlich noch immer die einzige Gemeinde in Bayern sind, die eine solche beschlossen hat. Dafür bekommen Gemeinden wie Hollfeld, trotz der abgelehnten Rückwirkung, weiterhin Stabilisierungshilfe. Herzlichen Dank, liebe Experten!

Vielleicht hat es Frau Thiem auch nicht mitbekommen, aber die Abstimmung über das Baulandmodell fiel zugunsten des von ihrer NLE favorisierten Vorschlages aus. Warum ist sie nun so vergrämt? Weil sich Stadträte eigene Gedanken machen, sich nach besseren Lösungen umschauen und versuchen diese einzubringen? Ist das nicht die eigentliche Aufgabe unserer Bürgervertreter? Haben wir nicht genügend Erfüllungsgehilfen auf der linken Seite der Bürgermeisterin sitzen? Ist eine Abstimmung nicht nur dann sinnvoll, wenn es mehrere Wahlmöglichkeiten gibt?

Auch wenn Frau Thiem sich und ihre Vertrauten für die elitäre Gesellschaftsschicht in Ebermannstadt hält und daraus einen Führungsanspruch ableitet, ganz so blöd sind die anderen auch nicht!

Matthias Vogler
Franz-Dörrzapf-Str.7
91320 Ebermannstadt

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