Archäologisches Kolloquium an der Universität Bamberg

Von plündernden Invasoren und friedlichen Migranten: Archäologisches Kolloquium liefert neue Erkenntnisse zu den keltischen Wanderungen

In der Antike als plündernde Söldner und Eindringlinge verschrien, genossen die Kelten rund 500 Jahre vor Christus keinen guten Ruf. Die sogenannten keltischen Wanderungen wurden von zeitgenössischen Autoren als eine Invasion ganzer Völker beschrieben. Dr. Martin Schönfelder, Mitarbeiter des Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie in Mainz, stellt Befunde vor, die der These einer massiven Völkerwanderung widersprechen und die Komplexität der keltischen Migration verdeutlichen. Sein Vortrag „Keltische Mobilität und Migration: kritische und aktuelle Ansätze“ eröffnet am Dienstag, den 7. November 2017, um 19.15 Uhr das Archäologische Kolloquium an der Universität Bamberg.

Mit insgesamt acht Vorträgen von Archäologinnen und Archäologen aus Deutschland, Tschechien, Italien und den Niederlanden wartet das internationale Kolloquium im Wintersemester 2017/2018 auf und sorgt dabei für ein breites Themenspektrum, bei dem aktuelle Forschungsarbeiten im Vordergrund stehen. Gäste erhalten daher Einblick in die neuesten Erkenntnisse aus ganz unterschiedlichen archäologischen Disziplinen und Studierende Anreize für künftige Forschungsprojekte.

Ausgerichtet wird die Vorlesungsreihe von der Abteilung Archäologische Wissenschaften des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte der Universität Bamberg. Die Vorträge finden immer dienstags um 19.15 Uhr im Hochzeitshaus, Am Kranen 12, im Hörsaal 02.01 statt. Die Veranstaltungen sind kostenlos und für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Weitere Informationen zum Programm des Archäologischen Kolloquiums unter:

www.uni-bamberg.de/amanz/news/artikel/archaeologisches-kolloquium-der-otto-friedrich-universitaet-bamberg-im-wintersemester-20172018/