Schwer­last­ver­kehr im Visier – Zahl­rei­che Ver­stö­ße festgestellt

OBER­FRAN­KEN. Ein­satz­kräf­te der ober­frän­ki­schen Poli­zei betei­lig­ten sich in die­ser Woche an der län­der­über­grei­fen­den, bun­des­wei­ten Kon­troll­ak­ti­on „Gewerb­li­cher Per­so­nen- und Güter­ver­kehr“. Zahl­rei­che Ver­stö­ße zei­gen, dass die Maß­nah­men im Sin­ne der Ver­kehrs­si­cher­heit nicht nur ihre Berech­ti­gung haben, son­dern auch drin­gend not­wen­dig sind.. Jedes vier­te Fahr­zeug muss­te bean­stan­det werden.

Am Mitt­woch wid­me­ten sich in allen ober­frän­ki­schen Regio­nen die Spe­zia­li­sten für der­ar­ti­ge Kon­trol­len schwer­punkt­mä­ßig dem Güter­ver­kehr. Sowohl auf den Auto­bah­nen als auch auf stark fre­quen­tier­ten Bun­des- und Staats­stra­ßen über­prüf­ten die Beam­ten 450 Fahr­zeu­ge. Nahe­zu die Hälf­te waren hier Brum­mis mit einer zuläs­si­gen Gesamt­mas­se von über zwölf Ton­nen. Die Kon­trol­len sind auch Teil des Ver­kehrs­si­cher­heits­pro­gramms 2020 – „Bay­ern mobil – sicher ans Ziel“

Fah­rer sowie Fahr­zeu­ge im Blickpunkt

In vie­len Fäl­len hiel­ten die Fah­rer die gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Lenk- und Ruhe­zei­ten nicht ein. Die Aus­wer­tung der­ar­ti­ger Ver­stö­ße lässt sich mit dem Aus­le­sen der mitt­ler­wei­le über­wie­gend ver­bau­ten digi­ta­len Kon­troll­ge­rä­te schnell und beweis­si­cher fest­stel­len. In ins­ge­samt elf Fäl­len waren die Zuwi­der­hand­lun­gen der­art gra­vie­rend, dass die Fah­rer erst ein­mal vor Ort eine län­ge­re Ruhe­pau­se ein­le­gen muss­ten. Hier wur­den emp­find­li­che Buß­gel­der sowie Ver­war­nungs­gel­der fällig.

Neben den Fah­rern nah­men die Spe­zia­li­sten aber auch die Fahr­zeu­ge inten­siv unter die Lupe. Von man­gel­haf­ten Rei­fen, über defek­te Beleuch­tungs­ein­rich­tun­gen bis hin zu Män­geln an den Brem­sen war die Palet­te der Fest­stel­lun­gen nicht uner­heb­lich. Eini­ge Fahr­zeug­füh­rer muss­ten vor der Wei­ter­fahrt sogar Repa­ra­tu­ren vor Ort aus­füh­ren las­sen. Auch mit Gefahr­gut bela­de­ne Fahr­zeu­ge fie­len an die­sem Tag ins Raster der Kon­troll­kräf­te. In 16 Fäl­len stell­ten die Poli­zi­sten Ver­stö­ße gegen die ent­spre­chen­den Ver­ord­nun­gen fest.

Bei den Kon­trol­len hat­ten die Ein­satz­kräf­te aber nicht nur den Blick auf ver­kehrs­recht­li­che Ver­stö­ße. So stell­ten Poli­zi­sten auf der A9 und der A93 bei Fah­rern gerin­ge Men­gen Betäu­bungs­mit­tel sicher. Auch unter Alko­hol- sowie Dro­gen­ein­fluss ste­hen­de Fah­rer zogen die Beam­ten aus dem Verkehr.

Im Jahr 2016 regi­strier­te die ober­frän­ki­sche Poli­zei gut 2.500 Ver­kehrs­un­fäl­le mit Betei­li­gung von Last­kraft­wa­gen über 3,5 Ton­nen. Hier­bei kamen neun Men­schen ums Leben, 321 wur­den ver­letzt, 54 davon schwer.

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