Sicher­heits­ge­spräch Land­kreis Bam­berg: Prä­ven­ti­on und Koope­ra­ti­on – Land­kreis und Poli­zei stim­men sich ab

Land­rat Johann Kalb nahm die gewalt­sa­men Vor­komm­nis­se auf der Kirch­weih in Hirschaid zum Anlass, Ver­tre­ter der Poli­zei Bam­berg-Land, der Gemein­den und der Wohl­fahrts­ver­bän­de zusam­men mit den ver­schie­de­nen Fach­ab­tei­lun­gen des Land­rats­am­tes zu einem gemein­sa­men Gespräch einzuladen.

„Unse­re enge Zusam­men­ar­beit hat sich in der Ver­gan­gen­heit bewährt. Die Ereig­nis­se zuletzt in Hirschaid haben aber auch gezeigt, dass wir uns noch enger abstim­men müs­sen, um Gewalt­ta­ten auf Groß­ver­an­stal­tun­gen auch künf­tig bereits im Vor­feld erfolg­reich zu unter­bin­den“, stell­te Land­rat Kalb die Aus­gangs­la­ge dar.

Wie berich­tet, waren die Vor­fäl­le auf der Kirch­weih in Hirschaid die ersten der­ar­ti­gen Über­grif­fe auf einem Fest im Land­kreis. Sie müs­sen sehr ernst genom­men wer­den, sol­len aber auch nicht Anlass sein, für eine fal­sche Ein­schät­zung der Sicher­heits­la­ge im Land­kreis. Poli­zei­di­rek­tor Albert Häf­ner sieht dies durch die Kri­mi­nal­sta­ti­stik bestä­tigt: „Der Land­kreis Bam­berg war 2016 die sicher­ste Regi­on in Ober­fran­ken und dar­an wird sich auch im Jahr 2017 nichts ändern.“

Damit das auch so bleibt und sich die Kirch­weih­vor­fäl­le nicht wie­der­ho­len, braucht es ein enges Zusam­men­spiel von Poli­zei und Kommune.

Poli­zei­prä­senz auf öffent­li­chen Ver­an­stal­tun­gen ist ein wich­ti­ges Mit­tel dabei. Aber es braucht auch kla­re Hand­lungs­plä­ne und Instruk­tio­nen für die Ver­ant­wort­li­chen in den Gemein­den- schon im Vor­feld einer Ver­an­stal­tung. „Wir wol­len da kei­ner­lei Spiel­raum las­sen. Wer sein Ver­hal­ten auf einem öffent­li­chen Fest nicht anpasst und in der Absicht kommt, zu pro­vo­zie­ren und ande­re zu belä­sti­gen, ist nicht erwünscht und muss das Fest ver­las­sen“, so Land­rat Kalb.

Dane­ben wer­den aber auch Prä­ven­ti­ons­maß­nah­men erwei­tert wer­den. „Wir müs­sen noch mehr Auf­klä­rung betrei­ben. Zusam­men mit den Wohl­fahrts­ver­bän­den wird es Ange­bo­te geben für jun­ge Flücht­lin­ge. Jun­ge Leu­te – Ein­hei­mi­sche wie Zuge­wan­der­te – müs­sen ler­nen, wie man sich auf sol­chen Fei­ern ver­hält, der beson­ne­ne Umgang mit Alko­hol ist dabei eben­so wich­tig wie die Auf­klä­rung über recht­li­che Fol­gen von fal­schem Ver­hal­ten oder gar Belästigungen.“

„Wir set­zen zusam­men mit der Poli­zei auf Prä­ven­ti­on und kla­re Sank­ti­on – und das im engen Zusam­men­spiel von Land­kreis und Poli­zei. Die Vor­komm­nis­se von Hirschaid sol­len sich nicht wie­der­ho­len.“, resü­mier­te Land­rat Kalb.

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