Mini­ste­ri­um schlägt Bam­berg für Feld­ver­such vor

Grü­ner Rechts­ab­bie­ger­pfeil für Rad­ver­kehr soll gete­stet wer­den – Wird Bam­berg auf Initia­ti­ve der GAL Modellstadt?

Mög­li­cher­wei­se wird es bald an aus­ge­wähl­ten Bam­ber­ger Ampel­kreu­zun­gen Rechts­ab­bie­ger­pfei­le für Rad­fah­ren­de geben – und zwar ver­suchs­wei­se. Die­se so genann­ten „grü­nen Pfei­le“ erlau­ben es den Rad­fah­ren­den, trotz roter Ampel nach rechts abzu­bie­gen. Sie sind aller­dings ver­pflich­tet, den durch die grü­ne Ampel vor­ran­gi­gen Ver­kehr nicht zu behin­dern, und sie dür­fen durch ihr Abbie­gen Zufuß­ge­hen­de nicht in Gefahr bringen.

Eta­bliert sind die „grü­nen Pfei­le“ der­zeit noch nicht in der deut­schen Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung, wohl aber mit guten Erfah­run­gen in den Nie­der­lan­den, der Schweiz und Däne­mark. Des­halb führt die Bun­des­an­stalt für Stra­ßen­we­sen einen Modell­ver­such durch. Davon hat­te GAL-Stadt­rä­tin Kiki Laa­ser erfah­ren, Erkun­di­gun­gen ein­ge­holt und den Antrag gestellt, dass sich die Stadt Bam­berg als Modell­stadt anbie­ten soll.

Das baye­ri­sche Ver­kehrs­mi­ni­ste­ri­um unter­stützt nun die­ses Ansin­nen und schlägt Bam­berg neben Mün­chen als Modell­stadt vor, wie aus einem Schrei­ben her­vor­geht. Dabei spielt die Grö­ße Bam­bergs eben­so eine Rol­le wie ihre Funk­ti­on als Universitäts‑, Schul- und Ver­wal­tungs­stadt und ihr hoher Radverkehrsanteil.

Kiki Laa­ser freut sich über die Bestär­kung ihres Anlie­gens aus Mün­chen: „In Zei­ten von Die­sel­ga­te und Stick­oxid-Grenz­über­schrei­tun­gen müs­sen wir alles tun, um Mobi­li­tät jen­seits des eige­nen Autos attrak­ti­ver zu machen. Der grü­ne Pfeil kann ein Teil davon sein.“

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