Konzert mit dem Erlanger Konzertchor “Vocanta” am 9. Juli in Pegnitz

Konzertchor „Vocanta“

Konzertchor „Vocanta“

„Sei getrost und unverzagt“

Unter dem Leitgedanken „Sei getrost und unverzagt“ des 1917 in Kronach geborenen Komponisten Max Baumann singt der Erlanger Konzertchor „Vocanta“ am Sonntag, 9. Juli um 20 Uhr ein Konzert in der St. Bartholomäuskirche in Pegnitz mit Schwerpunkt auf Komponisten, die aus Franken stammen. Auf dem Programm stehen barocke Vokalwerke von Johann Pachelbel, Melchior Franck und Heinrich Schütz. Es erklingen auch Werke der Gegenwart mit Musik von Petr Eben und Benjamin Britten. Abgerundet wird das Programm durch zwei größere Orgelwerke von Georg Phillip Telemann. Zu Beginn erklingt von dem aus Nürnberg stammenden und an St. Sebald wirkenden Komponisten Johann Pachelbel die Motette „Tröste uns Gott“. Ihr folgt eine Vertonung des 116. Psalms von Melchior Franck, der in Coburg am Hof des Herzogs Casimir als Hofkapellmeister tätig war. Vom bedeutensten Komponisten des deutschen Frühbarocks, Hinrich Schütz, erklingt die Motette über „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“. Georg Phillip Telemann hat zwar ein umfangreiches kirchenmusikalisches Vokalwerk hinterlassen, für Orgel hat er hingegen ziemlich wenig komponiert. Von ihm erklingt eine kammermusikalische Triosonate und ein Konzert, das Johann Gottfried Wlather für die Orgel übertragen hat. Aus Kronach stammt Max Baumann, der dort als Sohn eines Musiklehrers 1917 geboren wurde. Er wurde Kapellmeister an der Oper in Stralsund und lehrte Klavier und Tonsatz an der Berliner Musikhochschule. 1955 konvertierte er zur katholischen Kirche. Von ihm singt der Chor „Vocanta“ drei Motetten: Herr, neige dein Ohr zu mir, Sei getrost und unverzagt sowie das „Pater noster“. Der Sonnengesang des Franz von Assisi erklingt in der Komposition von Petr Eben, der in Prag und Manchester wirkte. Vom vielfach ausgezeichneten Benjamin Britten stammt die „Hymn to St. Cecilia“. Das Konzert schließt mit einer Motette über „Sei getrost und unverzagt“ von Joseph Adler.

Das Ensemble „Vocanta“, welches über 30 Jahre besteht, gibt seit 1990 mehrmals im Jahr geistliche und weltliche Konzerte in Erlangen und Umgebung und war zuletzt 2014 in Pegnitz im Rahmen der Pegnitzer Sommer Konzerte zu hören. Neben verschiedenen Konzertreisen im In- und Ausland (z.B. Frankreich, Schweiz, England und Russland) und der erfolgreichen Teilnahme an mehreren Wettbewerben zeigt VOCANTA vor allem Präsenz durch Auftritte im fränkischen Raum. Regelmäßige Rundfunk- und CD-Produktionen dokumentieren die Arbeit des Chores seit vielen Jahren. Im Januar 2007 erhielt der Chor den Förderpreis der Kulturstiftung der Stadt Erlangen. Bei Konzertreisen in die Erlanger Partnerstadt Wladimir im April 2007 und 2012 hatte der Chor Gelegenheit, Konzerte in der Rüstkammer des Moskauer Kremls zu geben. Beim bayerischen Chorwettbewerb im November 2013 nahm VOCANTA mit „sehr gutem Erfolg“ teil.Im Jahr 2016 bekam der Chor den Kulturpreis der Stadt Erlangen verliehen.

Joachim Adamczewski erhielt seine erste umfassende musikalische Ausbildung als Sänger im Windsbacher Knabenchor unter Hans Thamm. Nach dem Abitur am Musischen Wolfram-von-Eschenbach Gymnasium folgte ein Studium in Sologesang bei Frau Prof. Christa Degler und Herrn Kammersänger Manfred Capell, sowie das Studium der Schulmusik in Würzburg. Als Konzert- und Liedersänger ist Herr Adamczewski in der fränkischen Region immer wieder gefragt. Seit 1995 unterrichtet er am Musischen Christian-Ernst-Gymnasium in Erlangen, ist dort Fachbetreuer für Musik und leitet verschiedene Schulchöre. Neben anderen Chorleitertätigkeiten formte Herr Adamczewski in über 30 Jahren den unverwechselbaren Chorklang von Vocanta und leitet dieses Ensemble seit der Gründung im Jahr 1985.Im Jahr 2013 erhielt Herr Adamczewski für seine Verdienste um das kulturelle Leben den Ehrenbrief der Stadt Erlangen.

„Sei getrost und unverzagt“ – Motetten der Reformationszeit

Werke von Heinrich Schütz, Melchior Franck u.a.

  • Vocanta – Erlanger Konzertchor
  • Joachim Adamzcewski, Leitung
  • Jörg Fuhr, Orgel
  • Sonntag, 9. Juli 20 Uhr
  • Eintritt: 12 €, ermäßigt 5 €
  • St. Bartholomäuskirche, Pegnitz
  • Informationen und Kartenvorbestellung / Platzreservierung:
    • Kantorei St. Bartholomäus, Telefon 09241 / 2965, Fax 09241 / 2927, e-Mail: kantorei.pegnitz@t-online.de
    • Evang. Dekanat Pegnitz Telefon 09241 / 6086
  • Internet: www.pegnitz-evangelisch.de oder www.solideo.de oder www.pegnitzersommerkonzerte.de

In diesem Jahr widmen sich die PEGNITZER SOMMER KONZERTE der Musik der Reformation und Martin Luthers. Die insgesamt 10 Veranstaltungen bieten einen Querschnitt der Auseinandersetzung mit Musik aus dieser Zeit und von Luther selbst von ihrer Entstehung bis zu ihrer Wirkung in der Gegenwart. Auch kirchenmusikalischer Jubilar des Jahres, Georg Philipp Telemann, wird in den Programmen erklingen. Am Sonntag, 9. Juli zwei Kinderkonzerte von Christiane Michel-Osterthun: „Maartin!“ für jüngere Kinder von 5 bis 8 Jahren und „Immer Ärger mit Martin Luther“ für ältere zwischen 8 und 12 Jahren. Am kommenden Sonntag, 16. Juli werden Blechbläser um 20 Uhr in der St. Susannaekirche in Plech das wohl berühmteste Lied Luthers zum Klingen bringen: „Ein feste Burg ist unser Gott“.

Informationen zur gesamten Reihe, aber auch den einzelnen Veranstaltungen sind erhältlich bei „Pegnitzer Sommer Konzerte“, Rosengasse 41, 91257 Pegnitz, Telefon 09241/2965, bei den Fremdenverkehrsämtern der Region und in den Kirchen der Veranstaltungsorte.

Platzreservierungen und Kartenvorbestellungen nimmt das evang.-luth. Pfarramt Pegnitz unter der Telefonnummer 09241-6086, Fax: 09241-2927 sowie das Kantorat Pegnitz unter der Rufnummer 09241-2926, E-Mail: kantorei.pegnitz@t-online.de entgegen.

Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.pegnitzersommerkonzerte.de sowie unter www.solideo.de der Seite der evangelischen Kirchenmusik in Bayern und auf der Seite www.pegnitz-evangelisch.de der evangelischen Kirchengemeinde Pegnitz.