Jusos Forch­heim: “Poli­tik für das eige­ne Volk” mit Uwe Jun­ge (AfD) – Stel­lung­nah­me

“AfD hat Gren­ze über­schrit­ten”

Bei einer Ver­samm­lung der AfD am letz­ten Frei­tag in Forch­heim, kam es gleich zu meh­re­ren ver­ba­len Grenz­über­schrei­tun­gen durch AfD-Ver­tre­ter. Die Forch­hei­mer Jusos ver­ur­tei­len die­se Äuße­run­gen scharf.

Eröff­net hat­te die Ver­samm­lung der Bam­ber­ger Bun­des­tags­kan­di­dat. Die­ser emp­fin­det es als Indok­tri­na­ti­on, dass bei der Kin­der­uni der Uni­ver­si­tät Bam­berg das The­ma “Migran­ten in der Poli­tik” behan­delt wird. Eben­so die Zei­tungs­ar­ti­kel des “Frän­ki­scher Tag”, in denen “wöchent­lich Flücht­lings­ro­man­tik ver­brei­tet wird”. Allein die blo­ße The­ma­ti­sie­rung von Pro­ble­men aus der Sicht von Migran­ten, so etwas passt schein­bar nicht in Jan Schif­fers Welt­bild.

Noch eine Schip­pe drauf leg­te Haupt­red­ner Uwe Jun­ge (MdL in Rhein­land-Pfalz). Laut Jun­ge wür­de unser Rechts­staat “von vater­lands­lo­sen Pha­ri­sä­ern an die Irren in Bur­ka und Nikab ver­scher­belt” wer­den. Die­se wür­den “in ihren Moscheen sit­zen” und sich “bereits jetzt über die dum­men Ungläu­bi­gen kaputt lachen”. “Maro­die­ren­de Migran­ten aus Nord­afri­ka­ner” zögen laut Jun­ge durch unse­re Städ­te, wo angeb­lich bald “bür­ger­kriegs­ähn­li­che Zustän­de” herr­schen wür­den. Er führ­te an, dass Zuwan­de­rer ja “viel kri­mi­nel­ler sei­en als die die schon immer hier leb­ten”. Unter Inte­gra­ti­on wür­de ver­stan­den, dass “jeder daher­ge­lau­fe­ne Analpha­bet wird zum Zuwan­de­rer erklärt wird”. Die­se Gene­ra­li­sie­run­gen gren­zen, so fin­den wir, an blan­ke Het­ze.

Zu Clau­dia Roth äußer­te er: “Der Begriff Hexen­ver­bren­nung bekommt im Bezug auf Clau­dia Roth neue Rea­li­tät”. Die­se Aus­sa­ge wur­de wohl in Anspie­lung auf die angeb­li­che For­de­rung nach Hexen­ver­bren­nun­gen durch einen AfD Poli­ti­ker getä­tigt. Im Kon­text wer­ten wir dies als Auf­ruf zur Gewalt gegen Clau­dia Roth.

Eben­so fie­len ver­harm­lo­sen­den Aus­sa­gen zu Rechts­ex­tre­mis­mus in der Bun­des­wehr, sowie her­ab­set­zen­de Aus­sa­gen über Sol­da­tin­nen. In der Fra­ge­run­de äußer­te Jun­ge die The­se, der Euro sei ein­ge­führt wor­den, weil “die Fran­zo­sen die Kon­trol­le über deut­sches Geld erlan­gen woll­ten”. Aus den For­de­run­gen nach “Rück­be­sin­nung auf preu­ssi­sche Tugen­den” und nach einem “Euro­pa der Vater­län­der”, mei­nen wir die Marsch­rich­tung der AfD zu erken­nen: Zurück ins vor­letz­te Jahr­hun­dert, zu Chau­vi­nis­mus und preu­ssi­schen Mili­ta­ris­mus. Zurück also auch zu Außen­po­li­tik mit dem Bajo­nett. Die Jusos Forch­heim veur­tei­len die­se Aus­sa­gen aus­drück­lich. Ver­schwö­rungs­theo­rien und gera­de das Schü­ren von Hass gegen Migran­ten, emp­fin­den wir als unter­ste Schie­ne und eines demo­kra­ti­schen Dis­kur­ses unwür­dig.

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