FCE-För­der­ver­ein: Wir wol­len das NLZ zurück

Gemeinsam am Ball für die Fußballjugend in und um Bamberg: das neue Vorstandsteam des Fördervereins mit Schatzmeister Michael Flämig, Vorsitzendem Bernd Kaufer, Schriftführer Adrian Grodel und stellvertretendem Vorsitzenden Wolfgang Scheibe (v. l.). Foto: Karlheinz Hümmer
Gemeinsam am Ball für die Fußballjugend in und um Bamberg: das neue Vorstandsteam des Fördervereins mit Schatzmeister Michael Flämig, Vorsitzendem Bernd Kaufer, Schriftführer Adrian Grodel und stellvertretendem Vorsitzenden Wolfgang Scheibe (v. l.). Foto: Karlheinz Hümmer

Der För­der­ver­ein Jugend­fuß­ball des FC Ein­tracht Bam­berg geht mit fri­schem Wind und einem neu­en Vor­stands­team ins sech­ste Jahr sei­nes Bestehens und hat sich dabei ehr­gei­zi­ge Zie­le gesetzt: Der neue Vor­sit­zen­de Bernd Kaufer nann­te als vor­ran­gi­ge Auf­ga­be, dass er gemein­sam mit dem Haupt­ver­ein die Jugend­för­de­rung auf eige­ne Füße stel­len will. Die Finan­zen der Jugend­ab­tei­lung müss­ten aut­ark sein, und die Jugend­ab­tei­lung dür­fe auch nicht am Tropf der Senio­ren­mann­schaf­ten hän­gen. Mit sei­nen Finanz­sprit­zen will der För­der­ver­ein, der in erster Linie Spen­den­gel­der für die Jugend­ar­beit und die Talent­för­de­rung gene­riert, einen wich­ti­gen Bei­trag dazu lei­sten. „Und unser wei­te­res Ziel ist es, das Nach­wuchs­lei­stungs­zen­trum (NLZ) des Baye­ri­schen Fuß­ball­ver­ban­des zum FC Ein­tracht zurück­zu­ho­len“, beton­te er unter gro­ßem Bei­fall der Mit­glie­der. Trotz Best­no­ten des Ver­bands muss­te der FCE das NLZ im Zuge der Insol­venz im ver­gan­ge­nen Jahr abge­ben, seit­dem ver­fügt der Stand­ort Bam­berg über kei­ne der­ar­ti­ge Ein­rich­tung zur Talent­för­de­rung mehr.

„Nach der Insol­venz des Haupt­ver­eins wuss­ten auch wir lan­ge nicht, wie es mit uns wei­ter­geht“, unter­strich der schei­den­de Vor­sit­zen­de Karl­heinz Hüm­mer bei der Mit­glie­der­ver­samm­lung im FCE-Ver­eins­zen­trum an der Armee­stra­ße. „Doch nach der Ret­tung des FCE herrscht end­lich Klar­heit, fast alle Mit­glie­der sind uns trotz der schwie­ri­gen Lage treu geblie­ben, so dass wir guten Mutes in die Zukunft blicken kön­nen!“ Der För­der­ver­ein zählt Hüm­mers Anga­ben zufol­ge der­zeit 40 Mit­glie­der. Die Ein­nah­men von 11 000 Euro sind nach den Wor­ten von Schatz­mei­ster Micha­el Flä­mig für das Jahr 2017 sicher, am Ende dürf­ten es 14 000 Euro sein, „wenn noch kommt was wir uns erhof­fen“. Auch die Bilanz für 2016 kann sich sehen las­sen: Ins­ge­samt nahm der För­der­ver­ein über Bei­trä­ge und Spen­den knapp 18 000 Euro ein, das Geld floss voll­stän­dig in die Jugend­för­de­rung des Haupt­ver­eins.

Schmal­fuß: Gro­ße und wich­ti­ge Stüt­ze für den Haupt­ver­ein

FCE-Vor­sit­zen­der Jörg Schmal­fuß, der zusam­men mit sei­nem Vor­stands­kol­le­gen Sascha Dorsch zu den Gästen der Mit­glie­der­ver­samm­lung zähl­te, stell­te den Wert des För­der­ver­eins für den Haupt­ver­ein her­aus: „Ohne die Mit­tel des För­der­ver­eins könn­ten wir das hoch­wer­ti­ge Lei­stungs­an­ge­bot im Jugend­fuß­ball nicht anbie­ten. Der För­der­ver­ein ist eine gro­ße und wich­ti­ge Stüt­ze für uns.“ An die Spit­ze des För­der­ver­eins wur­de der 51-jäh­ri­ge Diplom-Inge­nieur und Werk­lei­ter eines gro­ßen Auto­mo­bil­zu­lie­fe­rers, Bernd Kaufer, gewählt. Neu im Amt ist auch sein Stell­ver­tre­ter Wolf­gang Schei­be, der gleich­zei­tig die Finan­zen in der Jugend­ab­tei­lung des FCE ver­ant­wor­tet und somit eine „her­vor­ra­gen­de Schnitt­stel­le“ zum Haupt­ver­ein bil­det. Wei­ter gehö­ren dem Vor­stand die bis­he­ri­gen Mit­glie­der Micha­el Flä­mig (Schatz­mei­ster) und Adri­an Gro­del (Schrift­füh­rer) an.

Nach den Wor­ten von Wolf­gang Schei­be ist die Jugend­ab­tei­lung des Haupt­ver­eins in ihrer Orga­ni­sa­ti­on erst­mals breit und pro­fes­sio­nell auf­ge­stellt. Der För­der­ver­ein lie­fe­re mit sei­nem Bei­trag fast ein Drit­tel des Jugend-Gesamt­bud­gets, was des­sen Wich­tig­keit unter­strei­che. Schei­be nann­te sei­ne Visi­on für den Jugend­fuß­ball beim FC Ein­tracht: „Wir wol­len die Num­mer eins im sport­li­chen Bereich in Bam­berg und der Regi­on wer­den und blei­ben, wir wol­len talen­tier­te Jugend­fuß­bal­ler im sport­li­chen und mensch­li­chen Bereich ent­wickeln, wir wol­len kon­ti­nu­ier­lich Nach­wuchs­ta­len­te in den eige­nen Senio­ren­be­reich zufüh­ren, wir wol­len Hei­mat und zwei­te Fami­lie durch ein Ange­bot im Brei­ten­sport­be­reich sein. Und: Wir wol­len das NLZ zurück!“ Vor­sit­zen­der Bernd Kaufer geht nach eige­nen Wor­ten mit Opti­mis­mus in sein neu­es Amt. „Der Jugend­fuß­ball zieht. Ich bin des­halb sehr zuver­sicht­lich, wei­te­re För­de­rer zu gene­rie­ren“, sag­te er. Und für För­der­ver­ein und Haupt­ver­ein gab er letzt­lich noch fol­gen­des Mot­to aus: „Es gibt kei­nen Blick nach hin­ten mehr, es zählt nur die Zukunft!“

Schreibe einen Kommentar