Rund 90 Pro­jek­te aus ganz Ober­fran­ken sind im Ren­nen um die Aus­zeich­nung zu den „Hel­den der Hei­mat“

Jury­pha­se und Online-Abstim­mung zum Publi­kums­preis lau­fen auf Hoch­tou­ren

Über rund ein hal­bes Jahr hin­weg lie­fen in der Kulm­ba­cher Adal­bert-Raps-Stif­tung und bei ihrem Koope­ra­ti­ons­part­ner, der gemein­nüt­zi­gen Hilfs­werft GmbH, die Vor­be­rei­tun­gen auf den gro­ßen Tag. Am Sams­tag, 20. Mai 2017 ist es end­lich so weit: Die Stif­tung wird in Kulm­bach die Hel­den der Hei­mat küren und mit Preis­gel­dern von ins­ge­samt mehr als 60.000 Euro aus­zeich­nen. Mit im Ren­nen sind knapp 90 Initia­ti­ven und Pro­jek­te aus ganz Ober­fran­ken. Sie alle haben noch die Mög­lich­keit, einen der hoch dotier­ten Jury­prei­se zu erhal­ten oder den Publi­kums­preis über 8.000 Euro in ihre Regi­on zu holen.

Als Hel­den der Hei­mat wer­den am 20. Mai pro Wett­be­werbs­ka­te­go­rie (Geflüch­te­te Men­schen, Jun­ge Men­schen und Älte­re Men­schen) jeweils drei Pro­jek­te mit Preis­gel­dern von 10.000, 5.000 bzw. 2.500 Euro aus­ge­zeich­net. „Wir freu­en uns sehr über die rie­si­ge Reso­nanz auf unse­ren Wett­be­werb. Ins­ge­samt sind mehr als 90 Bewer­bun­gen aus ganz Ober­fran­ken bei uns ein­ge­gan­gen, und die Jury hat alle Hän­de voll zu tun, die Pro­jek­te zu sich­ten und die Preis­trä­ger zu ermit­teln“, freut sich Stif­tungs­re­fe­ren­tin Yola Klin­gel.

Voting­pha­se für den Publi­kums­preis läuft noch bis zum 13. Mai

Zusätz­lich zu den Jury­prei­sen wird auch ein Publi­kums­preis über 8.000 Euro ver­ge­ben: Bis zum 13. Mai kann unter www​.hel​den​der​hei​mat​.de abge­stimmt wer­den. Jeder kann also mit sei­ner Stim­me aktiv und gezielt die eige­ne Regi­on unter­stüt­zen.

Sozia­les Enga­ge­ment in der Regi­on gezielt und nach­hal­tig för­dern

Der Wett­be­werb ist ein­ge­bet­tet in das Stif­tungs­pro­gramm „Enga­giert in Ober­fran­ken“, das sozia­les Enga­ge­ment in der Regi­on gezielt und nach­hal­tig in sei­ner Ent­wick­lung för­dern will und ist in die­ser Form wohl deutsch­land­weit ein­zig­ar­tig: In drei Fokus­ver­an­stal­tun­gen zu den Wett­be­werbs­ka­te­go­rien „Geflüch­te­te Men­schen“, „Jun­ge Men­schen“ und „Älte­re Men­schen“ wur­den seit Novem­ber 2016 mit hoch­ka­rä­ti­gen Refe­ren­ten aus Wis­sen­schaft und Pra­xis in Vor­trä­gen und Work­shops die vor­dring­lich­sten sozia­len Her­aus­for­de­run­gen hier vor Ort in Ober­fran­ken sicht­bar gemacht.

Seit rund vier Jahr­zehn­ten ist die Adal­bert-Raps-Stif­tung aktiv, um mit der Unter­stüt­zung sozia­ler Pro­jek­te die Situa­ti­on der hier leben­den Men­schen zu ver­bes­sern. Der Wett­be­werb Hel­den der Hei­mat ist aus die­ser lang­jäh­ri­gen Pro­jekt­er­fah­rung her­aus erwach­sen. Stif­tungs­vor­stand Frank Küh­ne: „Wir wol­len mit unse­rer Unter­stüt­zung mehr bewe­gen. Für uns heißt das: Sozi­al enga­gier­te Men­schen in Ober­fran­ken brau­chen mehr als ein­zel­ne finan­zi­el­le Zuwen­dun­gen. Sie brau­chen eine Basis, ein Forum, in dem sie Erfah­run­gen und Ideen aus­tau­schen, neue Per­spek­ti­ven gewin­nen und sich ver­net­zen kön­nen – nicht nur unter­ein­an­der, son­dern auch mit Akteu­ren aus Poli­tik und Wis­sen­schaft. Wir wol­len gemein­sam mit die­sen Men­schen, das Rich­ti­ge rich­tig tun.“

Auch Prof. Dr. Har­ry Behr, Mit­glied im Rat für Migra­ti­on, Pro­fes­sor für Erzie­hungs­wis­sen­schaft mit Schwer­punkt Islam an der Frank­fur­ter Goe­the-Uni­ver­si­tät und seit vie­len Jah­ren wohn­haft in Ober­fran­ken beglei­tet den Wett­be­werb und die Ver­an­stal­tungs­rei­he seit der ersten Fokus­ver­an­stal­tung im Novem­ber. Er hebt ins­be­son­de­re den unmit­tel­ba­ren regio­na­len Bezug her­vor: „Ich bin oft deutsch­land- und euro­pa­weit auf Ver­an­stal­tun­gen, die sich mit der Ent­wick­lung von Gesell­schaft und ein­zel­nen demo­gra­fi­schen Grup­pen beschäf­ti­gen. Das Kon­zept, das die Adal­bert-Raps-Stif­tung mit ihrer Ver­an­stal­tungs­rei­he und dem Wett­be­werb aus der Tau­fe geho­ben hat, hat jedoch eine beson­de­re Stär­ke: Es ist wis­sen­schaft­lich fun­diert, unter­stützt aber gleich­zei­tig unmit­tel­bar die Men­schen, die in ihrem Enga­ge­ment spe­zi­fi­schen Her­aus­for­de­run­gen begeg­nen, und dies alles hier bei uns in Ober­fran­ken.“

Hoch­ka­rä­ti­ge Jury

Die Adal­bert-Raps-Stif­tung konn­te Jury­mit­glie­der gewin­nen, die selbst seit vie­len Jah­ren im sozia­len Feld aktiv sind und die wis­sen, wor­auf es ankommt, um ein Pro­jekt erfolg­reich zu machen. So zum Bei­spiel Alex­an­der Bro­chi­er: Der Grün­der und Vor­stand der Bro­chi­er Stif­tung küm­mert sich seit vie­len Jah­ren vor allem um die Unter­stüt­zung von benach­tei­lig­ten Kin­dern und för­dert dane­ben bür­ger­schaft­li­ches Enga­ge­ment und Stif­tungs­den­ken. Auch Dr. Petra Beer­mann, Lei­te­rin der Stabs­ab­tei­lung Entre­pre­neurship und Inno­va­ti­on an der Uni­ver­si­tät Bay­reuth ist Teil der Wett­be­werbs­ju­ry. Sie bringt ihre lang­jäh­ri­ge Erfah­rung aus der Wirt­schafts- und Kom­mu­nal­be­ra­tung für die Ermitt­lung der Preis­trä­ger ein.

Zusätz­lich wird Ben­ja­min Fraaß, Bera­ter von Stif­tun­gen und gemein­nüt­zi­gen Orga­ni­sa­tio­nen bei der Phineo gemein­nüt­zi­ge AG hel­fen, die Preis­trä­ger zu iden­ti­fi­zie­ren. Auch Jury­mit­glied Rai­ner Rother weiß was es braucht, um sozia­le Ideen zu erfolg­reich zu machen: Er ist Grün­der des Bam­ber­ger Star­tups smoost – kosten­los hel­fen. Die­se App-basier­te Dienst ermög­licht es, gemein­nüt­zi­ge Pro­jek­te finan­zi­ell zu unter­stüt­zen, ohne dabei selbst Geld aus­zu­ge­ben. Dane­ben wer­den Stif­tungs­vor­stand Frank Küh­ne und Car­sten Less­mann, Gesell­schaf­ter der Hilfs­werft gGmbH ihr Votum in der Jury abge­ben.

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