IHK fordert mehr Mittel für stark nachgefragtes Förderprogramm

IHK-Präsidentin Weigand: „Digitalbonus Kernelement der bayerischen Technologieförderung“

Die IHK für Oberfranken Bayreuth setzt sich gemeinsam mit den anderen bayerischen Industrie- und Handelskammern für eine Aufstockung des Digitalbonus-Förderprogramms ein. Mit diesem Projekt unterstützt das bayerische Wirtschaftsministerium seit Oktober 2016 kleine und mittlere Unternehmen bei deren Digitalisierungsmaßnahmen. In einer heutigen Bilanz teilte das Ministerium mit, dass bislang 1.700 bayerische Unternehmen einen Förderantrag gestellt haben. Nun solle das Programm vorläufig geschlossen werden.

Die bayerischen IHKs hatten die Einführung des „Digitalbonus“ bereits im Frühjahr 2015 angeregt. Mit dem Förderprogramm will der Freistaat kleine und mittlere Unternehmen unterstützen, sich für die Herausforderungen der digitalen Welt zu rüsten.

„Wir haben dieses Förderprogramm bei unseren Mitgliedern intensiv beworben, weil es genau dort ansetzt, wo wir als IHK einen immensen Bedarf seitens unserer Mitgliedsunternehmen sehen“, so IHK-Präsidentin Sonja Weigand. „Der Digitalbonus trägt schließlich dazu bei, unsere Unternehmen zukunftsfest in den Bereichen Digitalisierung, IT und IT-Sicherheit zu machen.“ Deshalb überrasche der Erfolg des Programms gerade in Oberfranken nicht wirklich, so Weigand.

Geldmittel bereits im Mai ausgeschöpft

Wie das Ministerium mitteilt, hätten die bayerischen Unternehmen den Digitalbonus so rege in Anspruch genommen, „… dass das für 2017 verfügbare Programmvolumen der Zuschuss-Variante voraussichtlich noch im Mai ausgeschöpft sein wird.“ Das Wirtschaftsministerium wolle das Programm deswegen in Kürze vorübergehend schließen, bevor es 2018 wieder fortgesetzt wird. Für dieses bundesweit einmalige Programm stehen über vier Jahre 80 Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung. Bemühungen, das Budget aus 2018 vorzuziehen, waren wohl bislang aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht erfolgreich.

Gespräch mit Staatsministerin Ilse Aigner

Weigand: „Es wäre sehr bedauerlich, wenn sinnvolle und den Programmrichtlinien entsprechende Förderanträge aus Geldmangel bis auf weiteres abgelehnt werden müssten.“ Bei einem Gespräch der bayerischen IHK-Präsidenten mit Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kommende Woche werden sich die IHKs für eine deutliche Aufstockung stark machen, damit eine durchgehende Finanzierung auch für 2017 gewährleistet wird.