Land­rats­amt Bam­berg: Früh­jahrs­blü­her bit­te nicht pflücken oder ausgraben!

Küchenschelle. Foto: LRA Bamberg
Küchenschelle. Foto: LRA Bamberg

Mit stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren keh­ren nun auch die Blu­men wie­der in unse­re Land­schaf­ten zurück. Vor allem in den feuch­ten Buchen- und Misch­wäl­dern der Regi­on sprie­ßen nun aller­or­ten die Früh­jahrs­blü­her aus dem Boden und bil­den teil­wei­se aus­ge­dehn­te Tep­pi­che. Ler­chen­sporn, Busch­wind­rös­chen, Schar­bocks­kraut und Co. nut­zen die kur­ze Zeit des Jah­res mit Licht am Wald­bo­den und ange­neh­men Tem­pe­ra­tu­ren, um in Win­des­ei­le ihren Lebens­zy­klus zu durch­lau­fen. Sobald sich das Blät­ter­dach über ihnen schließt, begin­nen die Früh­lings­bo­ten zu wel­ken und schon bald ist von ihnen nichts mehr zu sehen. Unter­ir­disch jedoch wird die wert­vol­le Ener­gie in Zwie­beln oder Rhi­zo­men gespei­chert und sobald im kom­men­den Jahr die Son­ne es zulässt, schie­ben die Pflan­zen neue Blät­ter und Blü­ten an die Oberfläche.

Zwar ist es nach dem Natur­schutz­ge­setz grund­sätz­lich erlaubt, sich einen klei­nen Hand­strauß zu pflücken, wie die Fach­leu­te der unte­ren Natur­schutz­be­hör­de im Land­rats­amt Bam­berg erläu­tern. Aus­gra­ben und die gan­ze Pflan­ze mit­neh­men ist hin­ge­gen ver­bo­ten. Doch so sehr die far­bi­gen Blü­ten die Früh­lings­land­schaft berei­chern, so kurz­le­big sind die Früh­jahrs­blü­her meist in der Vase. Hin­zu kommt, dass nicht weni­ge gera­de der früh­blü­hen­den Arten einem beson­de­ren Schutz unter­lie­gen und daher abwei­chend vom Grund­satz gar nicht gepflückt wer­den dür­fen. Zu die­sen beson­ders geschütz­ten Arten gehö­ren die Küchen­schel­len, März­en­be­cher, Leber­blüm­chen oder die Schlüs­sel­blu­men. Die Exper­ten der Natur­schutz­be­hör­de emp­feh­len Natur­lieb­ha­bern daher die Früh­jahrs­blü­her grund­sätz­lich nicht zu pflücken. Wer wis­sen will, wel­che Arten beson­ders geschützt sind, kann sich auf den Sei­ten des Bun­des­am­tes für Natur­schutz unter www​.wisia​.de dar­über infor­mie­ren. Das Sam­meln grö­ße­rer Men­gen, bei­spiels­wei­se von Bär­lauch bedarf der Zustim­mung des Eigen­tü­mers und ist dar­über hin­aus in jedem Fall genehmigungspflichtig.

Schreibe einen Kommentar