Dormit­zer Sandhos’n ent­waff­nen Secu­ri­ty und fin­den für ihren Bür­ger­mei­ster eine weib­li­che Begleitung

Dormitzer Sandhos'n im Rathaus
Dormitzer Sandhos'n im Rathaus

In alter Tra­di­ti­on haben die „Dormit­zer Sandhos’n“ auch die­ses Jahr an Wei­ber­fast­nacht den Bür­ger­mei­ster Hol­ger Bezold aus dem Rat­haus ent­führt. Die­ses Mal wur­de die Stür­mung des Bür­ger­mei­ster­zim­mers jedoch von über­ra­schend anwe­sen­den Secu­ri­ty-Kräf­ten ver­zö­gert. Nach ent­waff­nen­den Begeg­nun­gen erreich­ten die Weber aber doch noch ihr Ziel. Sie fan­den sogar eine weib­li­che Beglei­tung für ihn über eine Son­der­aus­ga­be der Show „HERZ­BLATT“. Das Herz­blatt-Paar flog abschlie­ßend im Herz­blatt­hub­schrau­ber zum Feierdomizil.

Ganz in schwarz mit roten Perücken ver­klei­det stürm­ten etwa 30 Sandhos’n‑Frauen, beglei­tet von Musi­ker Ingo, gegen 17.30 Uhr das Rat­haus. Vor dem Amts­zim­mer des Bür­ger­mei­sters Hol­ger Bezold stell­ten sich jedoch zunächst unüber­wind­ba­re Hin­der­nis­se in ihren Weg. Dort waren zwei „Secu­ri­ties“ posi­tio­niert. Eine weib­li­che Poli­zi­stin mit ver­stei­ner­ter Mine und ein Body­guard mit brei­tem Kreuz bewach­ten die Tür zum Bür­ger­mei­ster­zim­mer. Erst nach ent­waff­nen­den Umar­mun­gen und Küss­chen konn­ten die Sandhos’n‑Frauen zu ihrem Bür­ger­mei­ster vor­drin­gen. Unter gro­ßem Jubel wur­de die­sem dann zunächst die wert­vol­le Kra­wat­te gekürzt.

Gegen 18 Uhr ver­las Edith Zubrod in alt­be­währ­ter Wei­se den Jah­res­rück­blick. So sei der Durch­blick des Bür­ger­mei­sters trotz geän­der­tem Anblick – Lin­sen statt Bril­le – geblie­ben. Freu­en wür­den sich die Frau­en, wenn ihr Enga­ge­ment nach dem Schmücken des Oster­brun­nens bes­ser gewür­digt wür­de. The­ma war auch die Dau­er­bau­stel­le „Nepo­muk-Brücke“. Durch die zu erwar­ten­de Sper­re fal­le eine der Haupt­ver­kehrs­stra­ßen inner­halb des Ortes für län­ge­re Zeit aus. Wäh­rend der Ein­satz von Hol­ger Bezold an der 875 Jahr­fei­er uner­müd­lich sei, fin­de man ihn hin­ge­gen bei kirch­li­chen Ver­an­stal­tun­gen eher sel­ten. Und für zukünf­ti­ge Reprä­sen­ta­tio­nen hat­te Edith Zubrod eine Lösung, um eine weib­li­che Beglei­tung zu fin­den: eine Son­der­aus­ga­be des „HERZ­BLAT­TES“.

Kur­zer­hand wur­de das Amts­zim­mer zur Show­büh­ne mit der übli­chen Wand aus­ge­rü­stet, hin­ter der drei Kan­di­da­tin­nen Platz nah­men. Cäci­lia Gey­er ali­as Olga aus Russ­land, Ger­da Schra­mer ali­as Kun­ni als der­be Bäue­rin und Chri­sti­na Der­fuß als adret­te Chant­all. Mode­riert wur­de die Show von der rhein­lan­der­fah­re­nen Ina Mül­le­mann. Nach den drei Fra­gen wur­den die Ant­wor­ten von Mari­an­ne Mirsber­ger ali­as „Susi aus dem Off“ char­mant für Hol­ger Bezold zusam­men gefasst. Ob sei­ne Wahl wohl auf Olga fal­le, die mit Klun­kern und glän­zen­den Augen in ihrer Dat­scha mit ihm die Pipe­line anzap­fe und bei der er boh­ren dürft oder auf Chant­all, die im Glit­zer­kleid mit ihm zusam­men auf Wol­ke 7 beim Frän­ki­schen Tag lan­de, damit kei­ner mer­ke, dass ihm etwas feh­le. Das Gemein­de­ober­haupt ent­schied sich für die bäu­er­li­che Kun­ni, die ihn mit einem Gir­lan­den geschmück­ten Bull­dog zum Fen­sterln aufforderte.

Vor­ne v.l.: Cäci­lia Gey­er (Olga), Herz­blatt Ger­da Schra­mer (Kun­ni), Ina Mül­le­mann (Mode­ra­to­rin), Chri­sti­ne Fuchs (Orga­ni­sa­ti­on), dahin­ter Mar­git Der­fuß (Orga­ni­sa­ti­on), dahin­ter Chri­sti­na Der­fuß (Chant­all); wei­ter vor­ne: Hol­ger Bezold (Bür­ger­mei­ster), dahin­ter Mari­an­ne Mirsber­ger (Susi), Mari­an­ne Küh­nel (Löwen­trä­ge­rin), dahin­ter Edith Zubrod (Gedicht­le­se­rin), Zwei Secu­ri­ties nebst wei­te­ren vie­len Sandhos’n‑Frauen.

Danach beglei­te­ten die Dormit­zer Sandhos’n den Herz­blatt­hub­schrau­ber sicher auf den Lan­de­platz der orts­an­säs­si­gen Gast­stät­te. Die Freu­de war groß, als sich gegen 20 Uhr zur Ver­stär­kung die Klein­sen­del­ba­che­rin­nen dazu gesell­ten, die in Beglei­tung ihrer Bür­ger­mei­ste­rin Ger­trud Wer­ner, alle­samt als Vögel ver­klei­det kamen. Bis spät in die Nacht wur­de reich­lich dem Lebens­eli­xier und den Her­zens­an­ge­le­gen­hei­ten zugesprochen.

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