Asyl­be­wer­be­rin­nen und ‑bewer­ber besu­chen Sprach­kur­se in Burgebrach

Landrat Johann Kalb, Bürgermeister Johannes Maciejonczyk, Teamleiter im Jobcenter Bamberg Klaus Hittinger, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Cornelia Blumenschein und Leiter der VHS Bamberg-Land Joachim Schön vor Ort bei den Deutschkursen in Burgebrach. Foto: Rudolf Mader
Landrat Johann Kalb, Bürgermeister Johannes Maciejonczyk, Teamleiter im Jobcenter Bamberg Klaus Hittinger, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Cornelia Blumenschein und Leiter der VHS Bamberg-Land Joachim Schön vor Ort bei den Deutschkursen in Burgebrach. Foto: Rudolf Mader

Erst­mals fin­det im west­li­chen Land­kreis Bam­berg ein Inte­gra­ti­ons­kurs für aner­kann­te Asyl­be­wer­ber statt. Auf Initia­ti­ve der Bil­dungs­ko­or­di­na­to­rin für Neu­zu­ge­wan­der­te aus dem neu gegrün­de­ten Bil­dungs­bü­ro des Land­krei­ses Bam­berg, Cor­ne­lia Blu­men­schein, ler­nen 26 Asyl­be­wer­be­rin­nen und ‑bewer­ber in der Stei­ger­wald­hal­le der Gemein­de Bur­ge­brach Deutsch. Par­al­lel zum Inte­gra­ti­ons­kurs fin­det auch ein Deutsch­kurs für nicht aner­kann­te Asyl­be­wer­ber statt. Land­rat Johann Kalb und Bür­ger­mei­ster Johan­nes Macie­jon­c­zyk haben die bei­den Deutsch­klas­sen vor Ort besucht. „Die Asyl­be­wer­ber im Land­kreis Bam­berg will­kom­men zu hei­ßen schließt auch das Ange­bot ein, unse­re Spra­che vor Ort erler­nen zu kön­nen“, so Land­rat Kalb.

Im Rah­men des Inte­gra­ti­ons­kur­ses des Deut­schen Erwach­se­nen­bil­dungs­werks (DEB) erlan­gen aner­kann­te Flücht­lin­ge inner­halb von neun Mona­ten ein Sprach­ni­veau, mit dem beruf­li­che Inte­gra­ti­on mög­lich wird. Vie­le der bereits aner­kann­ten Asyl­be­wer­ber war­ten bereits seit Mona­ten auf die Mög­lich­keit einer Teil­nah­me an einem Inte­gra­ti­ons­kurs. Ein schnel­ler Zugang zur Spra­che ist der wich­tig­ste Schritt in Rich­tung Inte­gra­ti­on in den Arbeits­markt. War­um gera­de Bur­ge­brach als Kurs­ort gewählt wur­de, erklärt Klaus Hit­tin­ger, Team­lei­ter im Job­cen­ter Bam­berg: „Vie­le unse­rer Job­cen­ter­kun­den woh­nen in den Unter­künf­ten im äuße­ren west­li­chen Land­kreis. Hier erschwert neben dem gerin­gen Kurs­an­ge­bot u. a. auch die Ver­kehrs­an­bin­dung in die Stadt eine Kurs­teil­nah­me.“ So ent­stand die Idee, einen Inte­gra­ti­ons­kurs vor Ort anzu­bie­ten: „Wenn die Men­schen nicht zum Inte­gra­ti­ons­kurs kom­men kön­nen, dann kommt der Inte­gra­ti­ons­kurs eben zu ihnen“, so Cor­ne­lia Blumenschein.

Damit mög­lichst vie­le Men­schen vom Kurs­ort Bur­ge­brach pro­fi­tie­ren kön­nen, gibt es dar­über hin­aus für die nicht aner­kann­ten Asyl­be­wer­ber den Kurs „Ein­stieg Deutsch“ unter der Lei­tung der VHS. Dort kön­nen die Teil­neh­mer in sechs Wochen so viel Deutsch ler­nen, dass sie im All­tag bes­ser zurecht­kom­men. Die Bil­dungs­ko­or­di­na­to­rin arbei­te­te bei der Orga­ni­sa­ti­on des Kurs­an­ge­bots mit der Markt­ge­mein­de Bur­ge­brach zusam­men, die die Räu­me in der Stei­ger­wald­hal­le zur Ver­fü­gung stellt. Auch das Bun­des­amt für Migra­ti­on und Flücht­lin­ge (BAMF) begrüßt und unter­stützt die­sen neu­en Ansatz zur schnel­le­ren Ver­sor­gung der Asyl­be­wer­ber mit Integrationskursen.

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