Kann der EHC Bay­reuth sei­ne famo­se Serie wei­ter fortsetzen?

Mit bis­her ver­lust­punkt­frei­er Bilanz in 2017 und 5 glat­ten Sie­gen in Serie sind die Bay­reuth Tigers als Team der Stun­de in aller Mun­de. Somit mutiert man aber auch in immer mehr Spie­len vom Jäger zum Gejag­ten, was für die jun­ge Auf­stei­ger­mann­schaft auch wie­der eine neue Situa­ti­on ist.

Am Frei­tag 19.30 Uhr in Frei­burg trifft man näm­lich gleich auf den direk­ten Ver­fol­ger, der mit 3 Punk­ten weni­ger (48) momen­tan auf Platz 10 liegt.
Beim ersten Duell in Frei­burg gelang den Tigers mit 4–3 der erste Drei-Punk­te-Aus­wärts­sieg die­ser Spiel­zeit, zu Hau­se unter­lag man aller­dings knapp mit 3–4 nach Penaltyschießen.

Bis weit in den Dezem­ber lie­fer­ten die Wöl­fe eine star­ke Serie mit 12 Spie­len in Fol­ge, wo man nie ohne Punk­te vom Eis ging. In den letz­ten 5 Par­tien gelan­gen zwar jetzt „nur“ noch 6 Zäh­ler, aber den Pre-Play-off-Platz kann man auch ohne die über­all fast übli­chen Ver­än­de­run­gen im Kader wäh­rend der Spiel­zeit noch hal­ten. Im Tor teil­te sich zuletzt der Tsche­che Lukas Men­sa­tor mit dem jun­gen Mar­co Wölfl die Ein­sät­ze und in der Abwehr führt der unga­ri­sche Natio­nal­mann­schafts­ka­pi­tän Mar­ton Vas (9T, 18A) das Zep­ter. Eigen­ge­wächs Niko Lin­sen­mai­er ist mit 15 Toren und 20 Vor­la­gen der beste Punk­te­samm­ler, doch dann fol­gen schon die bei­den Tsche­chen Radek Duda und Petr Halu­za mit etwa 30 Zäh­lern auf dem Kon­to. Danach fol­gen mit Chri­sti­an Bil­lich und Tobi­as Kunz wei­te­re gebür­ti­ge Frei­bur­ger (jeweils 28 P) im Team von Trai­ner Leos Sulak. Dar­an sieht man an der Drei­sam gibt es auch nicht den Star, son­dern das Team kommt ähn­lich wie die Tigers über das über Jah­re gewach­se­ne Kol­lek­tiv. Die sehr fai­re Mann­schaft (gera­de ein­mal 10,5 Strafminuten/​Spiel) ver­fügt auch über ein rela­tiv gutes Power­play (knapp 19 % Erfolgs­quo­te) hat im Penal­ty­kil­ling (fast jede vier­te Unter­zahl führt zu einem Gegen­tref­fer) aber so sei­ne Probleme.

Sonn­tag 18.30 Uhr im Tiger­kä­fig unter Spon­sor of the match Her­tel Möbel gegen die Dresd­ner Eis­lö­wen trifft man dann wie­der auf ein Spit­zen­team und da öff­nen die Sta­di­on­to­re bereits um 17 Uhr. Mit 59 Punk­ten lie­gen die Sach­sen aktu­ell auf einem star­ken drit­ten Platz. Trotz­dem strebt man in Dres­den offen­sicht­lich nach noch mehr, denn erst wech­sel­te man wäh­rend der Spiel­zeit unge­wöhn­li­cher­wei­se das Kapi­täns (jetzt Rene Kra­mer) und Assi­sten­ten­trio kom­plett und nun gab es vor Kur­zem auch den Tausch der Spiel­ma­cher. Für den nach Bie­tig­heim trans­fe­rier­ten Slo­we­nen Mar­cel Rod­man, sicher­te man sich die Dien­ste des Fin­nen Juu­so Raja­la aus Bad Nau­heim. Bis­her gab es gegen den ESC für die Wag­ner­städ­ter nichts zu holen. Wäh­rend man in Elb­flo­renz mit 2–3 nur hauch­dünn den Kür­ze­ren zog, unter­lag man im hei­mi­schen Eis­oval klar mit 2–5.

Gold­helm und Tor­jä­ger ist Bren­dan Cook, der in die­ser Spiel­zeit schon 22 mal ein­net­zen konn­te. Arturs Krum­m­insch und Alex­an­der Höl­ler oder Mar­tin Davi­dek, der sei­nen gro­ßen Auf­tritt mit 3 Toren im Hin­spiel im Tiger­kä­fig hat­te, unter­stüt­zen den Kana­di­er offen­siv. Hin­ten ste­chen Offen­siv­ver­tei­di­ger Mir­ko Sacher (11T, 13A) und Petr Machol­da neben dem neu­en Kapi­tän her­aus wäh­rend im Gehäu­se Arbeits­tei­lung ange­sagt ist. Dort ver­fügt das Team von Trai­ner Ste­wart mit dem jun­gen Han­ni­bal Weit­zmann und dem Öster­rei­cher Rene Swet­te, die den momen­tan ver­letz­ten Kevin Nas­ti­uk ver­tre­ten, sogar über ein gutes Tor­hü­ter­trio. Immer noch stark sind auch die Spe­cial­teams der Eis­lö­wen. Fast 24 % Über­zahl­quo­te und fast 85 % in Unter­zahl sind bei­des Spit­zen­wer­te der Liga.

Auch Trai­ner Waß­mil­ler hat bei sei­nem Team jetzt ein paar Ände­run­gen vor­zu­neh­men. Ver­tei­di­ger Kasten wird näm­lich bei­de Spie­le gesperrt feh­len. Ein­mal wegen drei Zehn­mi­nu­ten­stra­fen und ein­mal wegen dem von Rie­ß­er­see nach­träg­lich initi­ier­ten Ermitt­lungs­ver­fah­ren, nach einem Zwei­kampf mit Gomes vom SCR beim letz­ten Heim­spiel. Mar­vin Neher wird ihn ver­mut­lich eins zu eins in den For­ma­tio­nen ver­tre­ten und nach sei­nen bis­he­ri­gen Auf­trit­ten ist ihm durch­aus zuzu­trau­en, dass ihm das gut gelingt. Dane­ben gilt es aber beson­ders Neu­zu­gang David Kuchej­da opti­mal ein­zu­bau­en. Der Tsche­che stell­te sich wie erwar­tet gut aus­ge­bil­det und mit vol­lem Ein­satz im Tiger­kä­fig vor. Ten­den­zi­ell könn­te er neben Wohl­berg und Stas auf­lau­fen, aber die letz­te Ent­schei­dung dazu fällt erst kurz­fri­stig. Posi­ti­ver Neben­ef­fekt wäre dann, dass die gut har­mo­nie­ren­de Rei­he der Busch-Brü­der mit Mar­sall wie­der ver­eint wäre, da nach dem Abgang von Piskor sonst alle Spie­ler aus dem eige­nen Kader bis jetzt ein­satz­be­reit sind. Ein­zig För­der­li­zenz­stür­mer Filin hat sich bei einem Ein­satz für sei­nen Stamm­ver­ein Nürn­berg in der DEL schwe­rer ver­letzt und wird meh­re­re Wochen zuschau­en müs­sen. Mit brei­ter Brust durch die letz­ten Erfol­ge wird das Tiger­ru­del aber auch die­se näch­sten Auf­ga­ben angehen.

Tickets für die Heim­spie­le des EHC fin­den sich hier: www.etix.com/ticket/v/11752/eisstadion-bayreuth-der-tigerk%E4fig?cobrand=Bayreuth

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