Ober­fran­kens Grü­ne for­dern von CSU und SPD kla­res Nein zu Fracking

Bun­des­re­gie­rung ver­ab­schie­det Fracking-Gesetzespaket

Aus­ge­rech­net am 1. April hat das Bun­des­ka­bi­nett ein Geset­zes­pa­ket zu Fracking beschlos­sen und zeigt damit, so die ober­frän­ki­schen Grü­nen, wie­der ein­mal mehr, in wel­che Rich­tung die Ener­gie­po­li­tik der Gro­ßen Koali­ti­on geht. „Fracking soll zur Ener­gie­wen­de bei­tra­gen – auf eine unkal­ku­lier­ba­re und umwelt­schä­di­gen­de Tech­nik zu set­zen, deren Res­sour­cen in 10 Jah­re erschöpft sein wer­den, ist absurd“, sagt Chri­sti­ne Scho­er­ner, Spre­che­rin der ober­frän­ki­schen Grü­nen und weist auf die unkal­ku­lier­ba­re Risi­ken für Mensch und Umwelt hin: „Fracking bedroht durch den Ein­satz von umwelt­ge­fähr­den­den Che­mi­ka­li­en unser Grund- und Trinkwasser.“

Mit dem Geset­zes­pa­ket wur­de eine umstrit­te­ne Gas­för­der­me­tho­de beschlos­sen, die zwar ein Ver­bot für Bohr­tie­fen ober­halb von 3.000 Metern vor­sieht, jedoch eine kom­mer­zi­el­le För­de­rung nicht aus­schließt. „Ein kla­res Fracking-Ver­bot, so wie es die Grü­nen for­dern, ist dies nicht, ganz im Gegen­teil: Mit dem Geset­zes­pa­ket hat die Regie­rung Fracking heu­te deutsch­land­weit erlaubt“, so Ger­hard Schmid, Spre­cher der ober­frän­ki­schen Grü­nen. Für Ober­fran­ken bedeu­tet dies kon­kret, dass im „Wei­de­ner Becken“ künf­tig Erd­öl und Erd­gas geför­dert wer­den könn­te – eine Erkun­dungs­li­zenz wur­de 2014 durch den Frei­staat Bay­ern bereits erteilt.

„Zukunfts­ori­en­tier­te und nach­hal­ti­ge Ener­gie­po­li­tik­sieht sieht anders aus, als das, was CDU/CSU und SPD hier ablie­fern“, so Scho­er­ner. Da die Ober­fran­ken durch Fracking kon­kret gefähr­det ist, for­dern die Grü­nen von den CSU- und SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten der Regi­on, dass sie sich öffent­lich dazu äußern, wie sie per­sön­lich zu dem Geset­zes­pa­ket ste­hen und wie sie abstim­men wer­den. Hier­zu Schmid, „Wir wer­den nicht zulas­sen, dass sich die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten von CSU und SPD aus Ihrer Ver­ant­wor­tung für die Regi­on steh­len. Wir Grü­ne in Ober­fran­ken for­dern ein kla­res JA zu unse­rer Hei­mat und damit ein kla­res NEIN zu Fracking!“

1 Antwort

  1. Ferenc sagt:

    Inter­es­sant am Kabi­netts­be­schluß ist tat­säch­lich nicht das vor­der­grün­di­ge Ver­bot. Inter­es­sant ist die Hin­ter­tür, wel­che der spä­te­ren kom­mer­zi­el­len Nut­zung den Weg freimacht.

    Für weni­ge Jah­re “bil­li­ger” Ener­gie – mehr geben die erschließ­ba­ren Men­gen nicht her – sol­len Böden und (zunächst tief­lie­gen­des, spä­ter drin­gen die Schad­stof­fe nach oben durch) Grund­was­ser für alle Zei­ten mit gif­ti­gen Che­mi­ka­li­en ver­seucht wer­den. Zudem wer­den die drin­gendst not­wen­di­gen Schrit­te zur erfolg­rei­chen Ener­gie­wen­de torpediert.

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