Mela­nie Huml wirbt für Hospi­z­id­ee

Bay­erns Gesund­heits­mi­ni­ste­rin zur Eröff­nung der Wan­der­aus­stel­lung “Gemein­sam Gehen” in Bam­berg

Bay­erns Gesund­heits- und Pfle­ge­mi­ni­ste­rin Mela­nie Huml wirbt für eine kla­re Absa­ge an akti­ve Ster­be­hil­fe. Huml beton­te am Mon­tag anläss­lich der Eröff­nung der Wan­der­aus­stel­lung “Gemein­sam Gehen” in Bam­berg: “Ster­ben ist ein Teil des Lebens! Man darf die­sen Vor­gang weder ver­kür­zen noch künst­lich ver­län­gern.”

Die Mini­ste­rin füg­te hin­zu: “Zu einer huma­nen Gesell­schaft muss es gehö­ren, schwerst­kran­ken und ster­ben­den Men­schen bei­zu­ste­hen. Das bedeu­tet, ihnen ein selbst­be­stimm­tes und mög­lichst schmerz­frei­es Leben bis zuletzt zu ermög­li­chen. Es ist eine Mam­mut­auf­ga­be, schwerst­kran­ke und ster­ben­de Men­schen zu betreu­en. Aber nur mit einer lei­stungs­fä­hi­gen Hospiz- und Pal­lia­tiv­ver­sor­gung kön­nen wir dem Wunsch man­cher Men­schen nach akti­ver Ster­be­hil­fe oder nach Bei­hil­fe zur Selbst­tö­tung über­zeu­gend begeg­nen.”

In der Aus­stel­lung wer­den auch per­sön­li­che Ein­drücke aus der Hospiz­ar­beit geschil­dert. Huml unter­strich: “Die Aus­ein­an­der­set­zung mit dem Ster­ben und dem Tod gehört zum Leben. Des­halb ist es mir so wich­tig, Auf­merk­sam­keit auf die­ses sen­si­ble The­ma zu len­ken und die Men­schen über die Mög­lich­kei­ten der Hospiz- und Pal­lia­tiv­ver­sor­gung zu infor­mie­ren. Zu wis­sen, dass wir im Ernst­fall nicht allein sind, macht es uns leich­ter, uns mit dem eige­nen Ster­ben aus­ein­an­der­zu­set­zen.”

Die Mini­ste­rin wür­dig­te zugleich das Enga­ge­ment der Men­schen in der Hospiz­ar­beit und Pal­lia­tiv­me­di­zin. Sie beton­te: “Ich dan­ke ganz herz­lich den vie­len Men­schen, die ehren- und haupt­amt­lich in der Hospiz- und Pal­lia­tiv­ver­sor­gung tätig sind. Sie berei­chern das Leben unse­rer schwerst­kran­ken und ster­ben­den Mit­men­schen täg­lich, indem sie ihnen in ihrer letz­ten Lebens­pha­se die Hand rei­chen und gemein­sam mit ihnen gehen. Das ist ein unschätz­bar wert­vol­ler Bei­trag für unse­re Gesell­schaft.”

Die Wan­der­aus­stel­lung “Gemein­sam Gehen” ist bereits seit 2009 in Bay­ern unter­wegs. Sie infor­miert über die Hospiz­be­we­gung in Bay­ern sowie über die Arbeit der Baye­ri­schen Stif­tung Hospiz. Die Aus­stel­lung wur­de jetzt neu auf­ge­legt und um drei wei­te­re The­men­fel­der ergänzt: Die neu­en Tafeln wid­men sich den The­men Beglei­tung in Ein­rich­tun­gen für Men­schen mit Behin­de­rung, Hospiz- und Pal­lia­tiv­ver­sor­gung im Kran­ken­haus sowie Ethik und Spi­ri­tua­li­tät in der Hospiz­ar­beit.

Die Wan­der­aus­stel­lung wird in den kom­men­den Jah­ren durch ganz Bay­ern rei­sen. Öffent­li­che Stel­len, Hospiz­ver­ei­ne und inter­es­sier­te Ein­rich­tun­gen kön­nen sie kosten­los über das Baye­ri­sche Gesund­heits­mi­ni­ste­ri­um für einen bestimm­ten Zeit­raum aus­lei­hen.

Mehr Infor­ma­tio­nen gibt es im Inter­net unter http://​www​.gemein​sam​-gehen​.de/.

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