FC Ein­tracht Bam­berg 2010: Kapi­tän Ben­ja­min Kauffman zieht Bilanz

„Haben uns teil­wei­se sel­ber geschlagen“

Benjamin Kauffmann

Ben­ja­min Kauffmann

Er kam im Som­mer vom Fuß­ball-Nord-Regio­nal­li­gi­sten Gos­la­rer SC zum baye­ri­schen Regio­nal­li­gi­sten FC Ein­tracht Bam­berg 2010 und wur­de gleich Kapi­tän – die Rede ist von Ben­ja­min Kauffmann. Dass dem 26-Jäh­ri­gen als Neu­zu­gang die­ses Amt über­tra­gen wur­de, wür­digt er „als gro­ßen Ver­trau­ens­be­weis. Ich ver­su­che natür­lich, in die­ses Amt hin­ein­zu­wach­sen, denn für mich ist das auch ein neu­er Schritt in mei­ner per­sön­li­chen Ent­wick­lung – sowohl auf, als auch neben dem Platz. Hin­zu kommt, dass auf­grund mei­ner Vita und mei­nes Alters ich mich in der Pflicht sehe, auch den jun­gen Spie­lern zu hel­fen.“ Dies wohl auch vor dem Hin­ter­grund eines nicht gera­de gelun­ge­nen Sai­son­starts mit sie­ben Unent­schie­den und zwei Nie­der­la­gen aus neun Begegnungen.

Der gebür­ti­ge Ingol­städ­ter hat sich, wie vie­le ande­re auch, den Auf­takt in die Spiel­zeit 2014/2015 anders vor­ge­stellt. „Nüch­tern gese­hen haben wir aus den ersten neun Spie­len sie­ben Punk­te geholt. Ich glau­be, dass wir alle ins­ge­samt ent­täuscht sind, weil es weit­aus mehr hät­ten sein müs­sen. Vor allem, wenn man die Spie­le mal im Ein­zel­nen betrach­tet.“ Den Humor hat Kauffmann dabei trotz­dem nicht ver­lo­ren, denn „das Gute dabei ist, dass wir seit sechs Spie­len unge­schla­gen sind“. Doch der Ober­bay­er weiß auch, wo das Pro­blem liegt: „Ich den­ke, dass wir die mei­sten Punk­te nicht lie­gen gelas­sen haben, weil wir schlecht gespielt haben. Viel­mehr lag es dar­an, dass wir uns teil­wei­se sel­ber geschla­gen haben, auch auf­grund indi­vi­du­el­ler Feh­ler“. Einen Vor­wurf an die Mann­schaft gibt es von Kauffmann nicht, sie­he die Begeg­nung am ver­gan­ge­nen Frei­tag gegen die SpVgg Bay­reuth (0:0), „denn man hat gese­hen, dass wir wol­len.“ Kauffmann sieht bei der Betrach­tung der Bilanz nach den ersten Spie­len eine „nicht ein­fa­che Situa­ti­on für den Ver­ein, und das seit Anfang der Sai­son. Man darf nicht ver­ges­sen, welch kur­ze Vor­be­rei­tungs­pha­se wir hat­ten. Dazu kom­men die vie­len Ver­letz­ten. Dafür schät­ze ich Vor­stand, Trai­ner und Mann­schaft, die alle­samt die Gesamt­si­tua­ti­on gut ein­schät­zen kön­nen. Und das muss man Allen hoch anrech­nen. Wir arbei­ten akri­bisch und gut zusam­men und wol­len natür­lich aus dem Tabel­len­kel­ler wie­der rauskommen.“

„Gegen­über den letz­ten Jah­ren hat sich in Bam­berg eini­ges getan“

Wie geht es nun wei­ter? Gute Zukunfts­aus­sich­ten sieht Kauffmann gene­rell für den FC Ein­tracht Bam­berg 2010: „Ich glau­be, dass wir trotz der Start­schwie­rig­kei­ten auf dem rich­ti­gen Weg sind. Hin­zu kommt, dass sich gegen­über der letz­ten Jah­re in Bam­berg doch eini­ges getan.“ In der Tat: Seit Juli 2013 gibt es ein Nach­wuchs­lei­stungs­zen­trum (NLZ) des Baye­ri­schen Fuß­ball-Ver­ban­des (BFV), das unter Feder­füh­rung des FC Ein­tracht Bam­berg 2010 in der Dom­stadt betrie­ben wird. Ziel des NLZ ist es, den größ­ten Fuß­ball­ta­len­ten der Regi­on Bam­berg zen­tral eine hoch­wer­ti­ge sport­li­che Aus­bil­dung in Wohn­ort­nä­he zu ermög­li­chen. Dazu ent­steht der­zeit ein neu­es Ver­eins­ge­län­de rund um das Fuchs­park­sta­di­on, die Fer­tig­stel­lung ist für Win­ter geplant. Fer­ner gibt es beim FCE mit Chri­sti­an Dau­sel einen haupt­amt­li­chen Jugend­ko­or­di­na­tor, bei dem die Fäden der Nach­wuchs­för­de­rung zusam­men­lau­fen. Und auch das „Pro­jekt Schul­sport“ gehört dazu. Schu­len haben dabei die Mög­lich­keit, im Rah­men des Sport­un­ter­rich­tes einen Fuß­ball­tag in Koope­ra­ti­on mit der Regio­nal­li­ga­mann­schaft und den Schü­ler- und Jugend­be­treu­ern des FC Ein­tracht Bam­berg 2010 durch­zu­füh­ren. Mitt­ler­wei­le konn­ten mit acht Schu­len ent­spre­chen­de Ver­ein­ba­run­gen geschlos­sen wer­den. Abge­run­det wird die inter­ne Ver­eins-Infra­struk­tur durch den För­der­ver­ein Jugend­fuß­ball, der im März 2012 gegrün­det wor­den war mit dem Ziel, unab­hän­gig vom Haupt­ver­ein Spen­den­gel­der zu gene­rie­ren und zu ver­wal­ten und die Jugend­ar­beit beim FCE zu pro­fes­sio­na­li­sie­ren und Talen­te zu fördern.

Spiel beim FC Bay­ern am Frei­tag viel­leicht der Dosenöffner

Aller­dings ist der­zeit vor allem die Mann­schaft gefor­dert, sport­lich den rich­ti­gen Kurs zu fin­den und den Tabel­len­kel­ler der Regio­nal­li­ga zu ver­las­sen. Ben­ja­min Kauffmann: „Sobald der erste Sai­son­sieg ein­ge­fah­ren ist, hof­fe ich natür­lich, dass es den nöti­gen Schub geben wird für die dann bevor­ste­hen­den Auf­ga­ben.“ Und die sehen für den FCE jetzt zwei Aus­wärts­spie­le in Fol­ge vor. Zuerst geht es am kom­men­den Frei­tag (12. Sep­tem­ber, live auf Radio Bam­berg) zum FC Bay­ern Mün­chen II. Und am Diens­tag, den 16. Sep­tem­ber, ist die Mann­schaft bei der SpVgg Greu­ther Fürth II zu Gast. „Natür­lich sind das schwe­re Spie­le. Am Frei­tag bei den Bay­ern erwar­tet kei­ner was von uns. Das ist ganz gut, dass wir – im Gegen­satz zum Spiel gegen Bay­reuth ver­gan­ge­ner Woche, als jeder den ersten Heim­sieg erwar­tet hat – nicht als Favo­rit in das Spiel gehen. Das kommt uns ent­ge­gen und ist viel­leicht der Dosenöffner“.

Kar­ten­vor­ver­kauf für rest­li­chen Heim­spie­le 2014 gestartet

Nach den zwei Aus­wärts­spie­len geht es für den FC Ein­tracht Bam­berg 2010 im hei­mi­schen Fuchs­park­sta­di­on wie­der am Frei­tag, den 19. Sep­tem­ber wei­ter. Erwar­tet wird dann der SV Schal­ding-Hei­ning. Kar­ten für die­ses Spiel und sowie für das frän­ki­sche Duell gegen die ambi­tio­nier­ten Würz­bur­ger Kickers (3. Okto­ber) gibt es in den Vor­ver­kaufs­stel­len in Bam­berg (FT-Geschäfts­stel­len, Ball­erz World in der Luit­pold­stra­ße, bvd in der Lan­gen Stra­ße, Kar­ten­ki­osk in der bro­se ARE­NA an der Forch­hei­mer Stra­ße), in Coburg bei der HCS Ver­lags­ser­vice GmbH (Stein­weg 51), in Ebern im Rei­se­bü­ro Ebern (Rit­ter-von-Schmitt-Stra­ße 8), in Forch­heim beim H & E Ticket­ser­vice (Para­de­platz 6) sowie in Hirschaid in Annetts Rei­se­bü­ro im Holz­wurm (Luit­pold­stra­ße 16). Sie kön­nen auch online unterwww​.fc​-ein​tracht​-2010​.de oder www​.etix​.com bestellt wer­den. Und auch für die Begeg­nun­gen gegen den SV Heim­stet­ten (17. Okto­ber), den TSV 1860 Mün­chen II (8. Novem­ber) und den FC Ingol­stadt II (22. Novem­ber) wur­de der Kar­ten­vor­ver­kauf bereits gestar­tet. Zudem haben an den Spiel­ta­gen auch die Tages­kas­sen am Sta­di­on geöffnet.

Mehr über den FC Ein­tracht Bam­berg 2010 gibt es im Inter­net unter www​.fc​-ein​tracht​-2010​.de. Den FCE immer beglei­ten – mög­lich macht dies die mobi­le App. Sie kann im Apple App­S­to­re, Goog­le­Play­S­to­re und für Win­dows Pho­nes im Win­dows Store her­un­ter­ge­la­den werden.

Der FC Ein­tracht Bam­berg 2010

Ent­stan­den ist der FC Ein­tracht Bam­berg 2010 dem Grun­de nach aus dem 1. FC Bam­berg 1901 und dem TSV Ein­tracht Bam­berg. Bei­de Tra­di­ti­ons­ver­ei­ne hat­ten sich vor allem dem Fuß­ball ver­schrie­ben, boten aber aber ande­re Sport­ar­ten an (u.a. Bas­ket­ball, Kegeln, Tisch­ten­nis). Im Jahr 2006 ent­schlos­sen sich bei­de Clubs, ihre Kräf­te zu bün­deln und gemein­sam in die Zukunft zu gehen – der 1. FC Ein­tracht Bam­berg war gebo­ren. Für die Ver­eins­mit­glie­der war es kein leich­ter Weg, muss­ten doch zwei eigen­stän­di­ge und erfolg­rei­che Ver­ei­ne zusam­men­fin­den. Im Früh­jahr 2010 muss­te der Ver­ein aus wirt­schaft­li­chen Grün­den Insol­venz anmel­den. Für höher­klas­si­gen Fuß­ball in der Welt­kul­tur­er­be­stadt bedeu­te­te dies jedoch nicht das Ende. Eine klei­ne Grup­pe grün­de­te ein paar Wochen nach der Insol­venz einen neu­en Ver­ein, den FC Ein­tracht Bam­berg 2010. Zum ersten Vor­sit­zen­den wur­de der Jour­na­list Mathi­as Zeck gewählt, er steht dem Ver­ein noch heu­te vor. Der­zeit gibt es beim FC Ein­tracht Bam­berg 2010 elf Abtei­lun­gen und gut 800 Mitglieder.