In einer Woche startet der FC Eintracht Bamberg 2010 in der Fußball-Regionalliga Bayern

Die Spieler: Wer kam – wer ging

Auch in diesem Jahr drehte sich das Spielerkarussell. Einige Akteure sind auf-, andere abgesprungen. Die Zugänge: Benjamin Kauffmann (SC Goslar), Alessandro Alifieri (SV Wilhelmshaven), Dominik Schmitt (FC Ingolstadt II), Daniel Schäffler (SpVgg Bayern Hof), Fabian Klose (SpVgg Greuther Fürth II), Andre Jerundow (FC Carl-Zeiss Jena), Lukas Dotzler (FC Amberg), Tobias Fuchs (FSV Erlangen-Bruck), Johannes Trautmann (eigene Jugend). Die Abgänge: Lukas Görtler (FC Bayern München II), Tobias Seifert (SV Memmelsdorf), Sven Wieczorek (FC Sand), Christian Beetz (FC Coburg), Kevin Kühnlein (SC Schwaz, Österreich), Markus Fischer (DJK Don Bosco Bamberg), Stefan Reck (unbekannt), Vincent Uhlke (unbekannt), Oliver Scheufens (TSV Abtswind). – Trainer: Roberto Pätzold (DFB-Stützpunktrainer Nordbayern) für Hans-Jürgen Heidenreich (SV Memmelsdorf). – Saisonziel: Top 10.

Medien: Hörfunk und Printmedien berichten

Auch in der neuen Saison berichtet Radio Bamberg wieder live von den Spielen des FC Eintracht Bamberg 2010. Das hat Matthias Steger, Programmleiter des Senders, Anfang Juni mitgeteilt. „Auch in der neuen Saison begleitet Radio Bamberg den FC Eintracht in der Fußball Regionalliga-Bayern. Als Sportsender Nummer Eins wollen wir den Weg des Fußballvereins, der am höchsten spielt, natürlich verfolgen. Wir beabsichtigen, möglichst viele Spiele live zu übertragen, vor allem die Auswärtsbegegnungen. Allerdings kann ich heute noch nicht sagen, welche Spiele ins Programm genommen werden und welche nicht“, ließ Steger wissen. Für Adolf Leicht, dem sportlichen Leiter des FCE, war diese Information aus dem Funkhaus „eine gute Nachricht. Für unsere Fans, Gönner und Sponsoren, aber auch für alle Sportinteressierten, ist die Liveberichterstattung von unseren Spielen in der Regionalliga Bayern eine gute Informationsquelle. Und für die Liga generell ist Medienpräsenz, auch im Lokalradio, sehr wichtig. Besonders freut es mich, dass möglichst viele Auswärtsspiele ins Programm genommen werden sollen. Daher schon heute ein danke an die Verantwortlichen im Funkhaus. Ich weiß im Übrigen von vielen Menschen, dass nicht nur die Reportagen über unsere Spiele, sondern vor allem der Sport bei Radio Bamberg generell gehört wird und gut ankommt“. In der vergangenen Saison war Radio Bamberg unter anderem bei 13 von 18 Auswärtsspielen live dabei – und dies stets mit einem eigenen Reporter des Funkhauses Bamberg. Lokalradio in Bamberg gibt es übrigens seit 1987. Damals sendeten zwei Sender und teilten sich eine Frequenz. Im Jahr 1991 fusionierten die Sender zu Radio Antenne Franken, 1997 erfolgte die Umbenennung in Radio Bamberg.

Es gibt aber auch sogenannte bewegte Bilder zu sehen. Der Bayerische Fußball-Verband sendet wieder mit seinen Partnern die Sendung „BFV.TV – Das Bayerische Fußballmagazin“ im Internet und präsentiert so die höchste Amateurliga Bayerns. „Damit setzen die Fernsehmacher von BFV-TV das fort, was in den ersten beiden Jahren bei den Fußballinteressierten sehr gut ankommt. Wir brauchen diese Sendung, um die Liga noch präsenter zu machen“, sagt Zeck. Die kürzlich vom Verband bekanntgegebenen Zahlen belegen, so Zeck weiter, dass die Berichterstattung rund um die Regionalliga sehr intensiv war und „so soll es auch bleiben“. So wurden im letzten Jahr insgesamt über 50 Sendungen produziert, inhaltlich gab es neben den Berichten von den Spieltagen auch Sondersendungen von Nachholspielen sowie verschiedene Talkrunden. Zu sehen sind die Sendungen online unter www.bfv.tv. Dort sind sonntags ab 20:00 Uhr die Spielberichte abrufbar. Und auch im Regionalfernsehen sind Berichte zu sehen. Zeck spricht in diesem Zusammenhang auch die Berichterstattung in anderen Medien an, so zum Beispiel in den verschiedenen Lokalzeitungen, Fachzeitschriften oder Internetportalen. „Wir müssen daran Interesse haben, dass über die Regionalliga in allen zur Verfügung stehenden Medien berichtet wird“, hofft der Vorsitzende auf eine rege Berichterstattung.

Wirtschaftliche Basis und Zukunft: Budget und Ziele

Im Vergleich zu manchen Konkurrenten verfügt der FCE über einen eher bescheidenen Etat. Mathias Zeck: „Finanziell können wir uns mit vielen Vereinen der Liga nicht vergleichen. Nehmen wir zum Beispiel die Würzburger Kickers. Unter dem Motto drei mal drei wurde dort ein Etat von drei mal 1,2 Millionen Euro pro Saison zur Verfügung gestellt. Damit wollen die Kickers in drei Jahren in die dritte Liga aufsteigen. Wir haben insgesamt, also unter Einbeziehung aller elf Abteilungen, ein Budget von 550.000 Euro“. Das Ziel für die neue Saison sei wieder, so Zeck, dass sich die Mannschaft sportlich verbessere, aber gleichzeitig auch eigene Talente ausbilde und an die vierte Liga heranführe. Zeck nennt auch ein konkretes Beispiel: „Johannes Trautmann ist so ein Talent. Seit Monaten trainiert er regelmäßig mit dem Regionalligakader mit und steht mit Beginn der neuen Saison erstmals ganz im Kader unsere ersten Mannschaft“. Allerdings wird der Blick auch über die Saison 2014/2015 hinaus gerichtet. Hier stellen sich immer wieder viele die Frage, ob die dritte Liga ein Ziel sei. Mitte Juni hat hierzu Dr. Rainer Koch, Präsident des Bayerischen Fußball- Verbandes, den FC Eintracht Bamberg in einem Interview für diese Liga ins Gespräch gebracht: „Bamberg könnte in den nächsten Jahren ein Kandidat für die dritte Liga sein“, so der Jurist. Eine Aussage, die Mathias Zeck gerne gelesen und zur Kenntnis genommen hat: „Vor ein paar Wochen habe ich über unseren Pressedienst und im Rahmen einer Sponsorenveranstaltung gesagt, dass wir die dritte Liga im Kopf haben müssen, schon allein wegen den Fernseh- und Sponsorengeldern. Von vielen Leuten in Bamberg wurde ich daraufhin belächelt, und es gab auch diverse Kommentare. Dieser Satz des Präsidenten Koch zeigt meiner Ansicht nach jedoch, dass ich so verkehrt mit meiner Aussage nicht lag. Der Verband sieht, dass wir seit unserer Vereinsgründung vor vier Jahren viel aufgebaut haben und über eine gute Zukunftsperspektive verfügen, zum Beispiel für die dritte Liga. Es gibt, und das sehen neben Herrn Koch auch unsere Vorstandschaft und unser Verwaltungsrat so, durchaus Potential für Drittligafußball in Bamberg. Allerdings müssen wir noch an vielen Stellschrauben im administrativen Bereich drehen. Aber wir verbessern uns kontinuierlich in vielen Bereichen, wenn auch teilweise mit kleinen Schritten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, dass die wirtschaftliche Basis gegeben ist. Unter dem Motto „Wir lieben Bamberg! Bamberg liebt Fußball!“ versuchen wir diese zu sichern und weiter auszubauen. Denn eines ist klar: Alles muss seriös aufgebaut sein“, so Zeck.