Katho­li­ken im Erz­bis­tum Bam­berg spen­den 234.000 Euro für die Diaspora

234.000 Euro haben die katho­li­schen Chri­sten im Erz­bis­tum Bam­berg im Jahr 2013 in Kol­lek­ten und Ein­zel­spen­den für die Dia­spo­ra gespen­det. Das geht aus dem gestern ver­öf­fent­lich­ten Jah­res­be­richt 2013 des Boni­fa­ti­us­wer­kes her­vor. Bun­des­weit nahm das Dia­spo­ra-Hilfs­werk im ver­gan­ge­nen Jahr 18,2 Mil­lio­nen Euro an Spen­den, Kol­lek­ten, Ver­mächt­nis­sen und Erträ­gen ein. Das Boni­fa­ti­us­werk unter­stützt katho­li­sche Chri­sten, die in Nord- und Ost­deutsch­land, in Nord­eu­ro­pa und dem Bal­ti­kum in einer Min­der­hei­ten­si­tua­ti­on ihren Glau­ben leben.

Bei der tra­di­tio­nel­len Kol­lek­te zum Dia­spo­ra-Sonn­tag wur­den im Erz­bis­tum Bam­berg rund 28.000 Euro und bun­des­weit 2,3 Mil­lio­nen Euro gesam­melt. Erst­kom­mu­ni­on­kin­der und Firm­be­wer­ber sam­mel­ten 42.000 Euro und 3.500 Euro für Kin­der und Jugend­li­che in der Diaspora.

Im Erz­bis­tum Bam­berg unter­stütz­te das Boni­fa­ti­us­werk die Anschaf­fung von vier BONI-Bus­sen mit rund 77.000 Euro und den Bereich der Bau­hil­fe mit 25.00 Euro. Ins­ge­samt för­der­te das Boni­fa­ti­us­werk 1.004 Pro­jek­te in Deutsch­land, Nord­eu­ro­pa und dem Bal­ti­kum. 14,2 Mil­lio­nen Euro wur­den an Pro­jekt­part­ner wei­ter­ge­ben und in die reli­giö­se Bil­dungs­ar­beit inve­stiert. In Deutsch­land konn­ten Pro­jek­te mit 7,8 Mil­lio­nen Euro geför­dert wer­den. Nach Nor­we­gen, Schwe­den, Däne­mark, Finn­land und Island gin­gen ins­ge­samt 2,1 Mil­lio­nen Euro und nach Est­land und Lett­land rund 860.000 Euro. In die reli­giö­se Bil­dungs­ar­beit flos­sen 1,9 Mil­lio­nen Euro, in die Pro­jekt­be­treu­ung und ‑beglei­tung rund 421.000 Euro. Für künf­ti­ge Pro­jek­te wur­den Rück­la­gen in Höhe von 1,1 Mil­lio­nen Euro gebildet.

„Auf­grund des Anstiegs unse­rer Ein­nah­men konn­ten wir unse­re Hilfs­lei­stun­gen inten­si­vie­ren“, sag­te Gene­ral­se­kre­tär Mon­si­gno­re Georg Austen. Das Boni­fa­ti­us­werk för­der­te im Jahr 2013 in sei­nen Pro­jekt­re­gio­nen 128 Bau­pro­jek­te mit 5,8 Mil­lio­nen Euro und 803 Pro­jek­te der Kin­der- und Jugend­hil­fe mit 1,8 Mil­lio­nen Euro. Es unter­stütz­te im Rah­men der Glau­bens­hil­fe 25 Pro­jek­te, dar­un­ter mis­sio­na­ri­sche Per­so­nal­stel­len und Pro­jek­te der mis­sio­na­ri­schen und dia­ko­ni­schen Pasto­ral, mit 706.000 Euro sowie die Anschaf­fung von 48 BONI-Bus­sen und Gemein­de­fahr­zeu­gen für mehr als 870.000 Euro.

Das Boni­fa­ti­us­werk, 1849 in Regens­burg von Lai­en gegrün­det, fei­ert in die­sem Jahr sei­nen 165. Geburts­tag. Es unter­stützt Katho­li­ken über­all dort, wo sie in einer extre­men Min­der­hei­ten­si­tua­ti­on ihren Glau­ben leben und för­dert so die Seel­sor­ge in den Berei­chen der Deut­schen- und Nor­di­schen Bischofs­kon­fe­renz (Schwe­den, Nor­we­gen, Däne­mark, Finn­land und Island) sowie in den bal­ti­schen Staa­ten Est­land und Lettland.

„Die Zie­le und der Auf­trag von damals sind heu­te aktu­el­ler denn je. Dies zeigt sich dar­an, dass Deutsch­land mehr und mehr zur Dia­spora­re­gi­on wird. Wir sehen die­se Ent­wick­lung aber nicht als ein Schreck­ge­spenst. Viel­mehr stel­len wir uns in der Tra­di­ti­on des Hl. Boni­fa­ti­us die­ser Her­aus­for­de­rung, indem wir unse­re finan­zi­el­le Hil­fe wei­ter kon­so­li­die­ren, unse­re Trans­pa­renz wei­ter­hin erhö­hen, unse­re alte Kir­che jung erhal­ten und die Men­schen auf den Geschmack des Evan­ge­li­ums brin­gen. Die Katho­li­ken in der Dia­spo­ra brau­chen unse­re Soli­da­ri­tät, um eine leben­di­ge Glau­bens­ge­mein­schaft erfah­ren zu kön­nen“ sag­te Austen.

Der gesam­te Jah­res­be­richt 2013 und wei­te­re Infor­ma­tio­nen unter www​.boni​fa​ti​us​werk​.de

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