Bam­ber­ger BR-Repor­ter Wolf­gang Reich­mann ver­ab­schie­det sich aus der Radioszene

FCE Vor­sit­zen­der Zeck: „Bot­schaf­ter der beson­de­rer Art für Bamberg“

„Ser­vus“ gesagt hat Wolf­gang Reich­mann, Hör­funk-Sport­re­por­ter des Baye­ri­schen Rund­funks. In der Sen­dung „Heu­te im Sta­di­on“ auf Bay­ern 1 hat der gebür­ti­ge Bam­ber­ger am Sams­tag Nach­mit­tag vom Fuß­ball Bun­des­li­ga­spiel des 1. FC Nürn­berg gegen Han­no­ver 96 berich­tet, es war sein letz­ter Ein­satz in der Kult­sen­dung des Sen­ders. „Nach 29 Jah­ren Bericht­erstat­tung aus der Fuß­ball-Bun­des­li­ga und über 30 Jah­ren für den Baye­ri­schen Rund­funk geht Wolf­gang Reich­mann dem­nächst in die Radio-Ren­te. Sei­ne Art der Bericht­erstat­tung war etwas beson­de­res, er ist die Stim­me Fran­kens. Den Höre­rin­nen und Hörern wird er feh­len, der Sen­dung ‚Heu­te im Stadion‚wird er feh­len. Als gebür­ti­ger Bam­ber­ger ist Wolf­gang durch sei­ne Repor­ter­tä­tig­keit ein Bot­schaf­ter der beson­de­rer Art für Bam­berg. Nach­dem er ja ab Som­mer wohl mehr Zeit hat, besucht er viel­leicht wie­der öfters unse­re Heim­spie­le. Er ist jeden­falls immer ein gern gese­hen Gast beim FCE“, wür­digt Mathi­as Zeck, Vor­sit­zen­der des FC Ein­tracht Bam­berg 2010, im Namen sei­nes Ver­ei­nes den 66 Jäh­ri­gen via Pres­se­mel­dung. „Mit ihm ver­lässt ein Kol­le­ge die Radio­büh­ne, den ich vor vie­len Jah­ren ken­nen und schät­zen gelernt habe. Die eine und ande­re Rei­se zu den Aus­wärts­spie­len des Clubs haben wir gemein­sam bestrit­ten oder uns dort getrof­fen. Ger­ne den­ke ich an die­se Zeit zurück“, ergänzt Zeck.

Wolf­gang Reich­mann wur­de in Bam­berg gebo­ren. Nach dem Abitur stu­dier­te er Lehr­amt für Haupt­schu­len und war stets in Schu­len im Raum Bam­berg ein­ge­setzt. Für den dama­li­gen FC Bam­berg, aus dem der heu­ti­ge FC Ein­tracht Bam­berg 2010 ent­stan­den ist, spiel­te er Bas­ket­ball und war Kapi­tän der Mann­schaft, die 1970 den ersten Auf­stieg in die Bun­des­li­ga schaff­te. Fer­ner war Reich­mann der erste Natio­nal­spie­ler aus der Dom­stadt. Anfang der 80er Jah­re des ver­gan­ge­nen Jahr­hun­derts kam er als frei­er Mit­ar­bei­ter zum Baye­ri­schen Rund­funk. Für den Sen­der berich­te­te Reich­mann von über 40 ver­schie­de­nen Sport­ar­ten. In den ver­gan­ge­nen Jah­ren war er haupt­säch­lich beim Fuß­ball und Bas­ket­ball am Mikro – und dies auch für ande­re Sen­der aus dem ARD-Ver­bund. Neben den Ein­sät­zen als Sport­kom­men­ta­tor bril­liert Reich­mann auch als Com­medi­an. Im ver­gan­ge­nen Jahr wur­de er mit dem Fran­ken­wür­fel aus­ge­zeich­net. Die­ser geht an Per­sön­lich­kei­ten, bei denen das Prä­gen­de des frän­ki­schen Cha­rak­ters – das Wen­di­ge, das Wit­zi­ge und das Wider­sprüch­li­che – beson­ders deut­lich zum Aus­druck kommt.

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