Win­ni Witt­kopp ist der „Künst­ler des Monats April“ der Metro­pol­re­gi­on Nürnberg

Das Forum Kul­tur der Metro­pol­re­gi­on Nürn­berg hat den Erlan­ger Schau­spie­ler, Regis­seur, Enter­tai­ner und Bil­den­den Künst­ler Win­ni Witt­kopp zum „Künst­ler des Monats“ April 2014 gekürt. Eigent­lich ist er ja Schau­spie­ler. Seit 1976 gehört er als inzwi­schen längst­be­schäf­tig­tes Mit­glied dem Ensem­ble des Thea­ters Erlan­gen an und agiert zudem als selbst­stän­di­ger Schau­spie­ler und Regis­seur auf zahl­rei­chen frän­ki­schen Büh­nen, zu denen das gro­ße Staats­thea­ter Nürn­berg eben­so zählt wie das Dehn­ber­ger Hof Thea­ter oder das klei­ne Thea­ter Kuckucks­heim. Über­re­gio­na­le Bekannt­heit hat der unüber­hör­bar aus Fran­ken stam­men­de Mime durch Rol­len wie „Schell­ham­mer“ (vom nicht weni­ger frän­ki­schen Autor Hel­mut Haberkamm) oder den „Tuning Paul“ in der Fern­seh­se­rie „Metz­ge­rei Bogg­ns­agg“ erlangt. 2000 erhielt er bei den Baye­ri­schen Thea­ter­ta­gen für „Spatz Fritz“ den 1. Preis in der Spar­te Kin­der­thea­ter. 2001 gab es für „No Woman, No Cry – ka Wei­ber, ka Gschrei“ den Stern des Jah­res und 2002 den Wolfram-von-Eschenbach-Förderpreis.

Aber Win­ni Witt­kopp wäre nicht Künst­ler des Monats, wenn er nur Schau­spie­ler wäre – und er wäre auch nicht der unver­kenn­ba­re Cha­rak­ter­mensch, der er ist. 1951 in Erlan­gen gebo­ren und mit dem Vor­na­men „Win­fried“ aus­ge­stat­tet, den er nie ver­wen­det, lern­te er zunächst Maschi­nen­schlos­ser und Foto­gra­fie. 1978 grün­de­te er mit Klaus Karl Kraus das Musik-Kaba­rett-Duo „Hobel­spä­ne“ und erhielt 1982 den Kul­tur­för­der­preis sei­ner Hei­mat­stadt. Die Nei­gung zur Musik mach­te Witt­kopp zum mul­ti­plen Vir­tuo­sen: Er spielt eine Viel­zahl von Instru­men­ten (dar­un­ter diver­sen Gitar­ren), ist als Kom­po­nist und immer sicht­lich lust­voll als Inter­pret tätig. Dabei sind zunächst Schall­plat­ten und spä­ter eine CD („Bar­fi­ßi auf der Herd­plattn“) ent­stan­den. Aber Win­ni Witt­kopp geht mit der Zeit und ver­öf­fent­licht jetzt auf Inter­net-Platt­for­men skur­ri­le Musik-Vide­os in eige­ner Performance.

Extra­va­gant agiert auch der „drit­te Witt­kopp“, der Bil­den­de Künst­ler. Ganz unab­hän­gig von der Büh­ne hat er sich mit sei­nen oft extra­va­gan­ten Skulp­tu­ren einen Namen gemacht und den Weg in Aus­stel­lun­gen z.B. des Kunst­ver­eins geöffnet.

Frän­kisch nach Her­kunft und Spra­che, ver­an­kert am Stadt­thea­ter und zugleich ver­netzt mit etli­chen Büh­nen, sin­gend und musi­zie­rend außer­halb des Gewohn­ten und eigen­wil­lig krea­tiv als Bil­den­der Künst­ler – so ist Win­ni Witt­kopp als Cross-Over-Künst­ler und Spe­zia­list für frän­ki­schen Humor ein idea­ler „Künst­ler des Monats“ in der Metro­pol­re­gi­on Nürnberg.

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