Bay­ern­weit ein­zi­ges Vor­kom­men des Gro­ßen Eichen­bocks in Bam­berg

Neu­er Wohn­raum für einen Urwald­kä­fer – Land­schafts­pfle­ge­ver­band Bam­berg pflanzt 20 Eichen

Großer Eichenbock. Quelle: Wikipedia

Gro­ßer Eichen­bock. Quel­le: Wiki­pe­dia

Der Gro­ße Eichen­bock ist ein sehr sel­te­ner Käfer. In Deutsch­land gibt es nur ver­ein­zel­te Vor­kom­men, in Bay­ern kommt er nur an einem ein­zi­gen Stand­ort vor: dem Bür­ger­park Bam­ber­ger Hain. Um den Lebens­raum des Gro­ßen Eichen­bocks in Bam­berg für die Zukunft zu sichern, pflanzt der Land­schafts­pfle­ge­ver­band Bam­berg 20 jun­ge Eichen. Er will damit gemein­sam mit dem Umwelt- und Gar­ten­amt der Stadt Bam­berg und dem Bür­ger­park­ver­ein die Lebens­be­din­gun­gen des Eichen­bocks ver­bes­sern. “Um den Eichen­bock bei uns zu erhal­ten, muss man lang­fri­stig den­ken, denn er nimmt die Eichen erst ab einem Alter von 80 Jah­ren als Wohn­raum an”, so Chri­sti­ne Hil­ker vom Land­schafts­pfle­ge­ver­band. Die Akti­on fin­det im Rah­men der Arten­schutz­kam­pa­gne “Bay­erns UrEin­woh­ner” der baye­ri­schen Land­schafts­pfle­ge­ver­bän­de statt.

Der Gro­ße Eichen­bock besie­del­te ursprüng­lich eichen­rei­che Hart­holzau­en ent­lang von Flüs­sen. Sein Rück­gang ging mit dem Ver­schwin­den von Auwäl­dern und der Umwand­lung von Urwäl­dern in For­ste ein­her. Heu­te ist er in Park- und Grün­an­la­gen, Hutun­gen und Alle­en zu fin­den, wo es noch alte Eichen gibt. Dabei bevor­zugt er vor allem krän­keln­de, alte, son­nen­ex­po­nier­te und ein­zeln ste­hen­de Eichen. Gera­de die­se wer­den aller­dings oft aus ästhe­ti­schen Grün­den oder wegen der Ver­kehrs­si­cher­heit ent­fernt. Da der Gro­ße Eichen­bock meh­re­re Genera­tio­nen auf einem Baum ver­bringt, geht mit dem Ent­fer­nen eines Baums ein gan­zer Lebens­raum ver­lo­ren.

“Natur­na­he Park­an­la­gen wie der Bür­ger­park in Bam­berg sind ein guter Ersatz­le­bens­raum für den Eichen­bock. Dort kön­nen Bäu­me alt wer­den und so vie­len holz­be­woh­nen­den Insek­ten als Lebens­raum die­nen”, ergänzt Chri­sti­ne Hil­ker.

Hin­ter­grund

Bay­erns UrEin­woh­ner sind aus­ge­wähl­te hei­mi­sche Tie­re und Pflan­zen. Vie­le davon sind gefähr­det und müs­sen in ihren Lebens­räu­men geschützt wer­den. Die baye­ri­schen Land­schafts­pfle­ge­ver­bän­de enga­gie­ren sich für den Schutz der bio­lo­gi­schen Viel­falt und unter­stüt­zen den Frei­staat bei der Erfül­lung sei­ner Natur­schutz­auf­ga­ben.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den sie unter www​.bay​erns​-urein​woh​ner​.de

Schreibe einen Kommentar