Bro­se Bas­kets: Dezi­mier­ter Tabel­len­füh­rer vor schwe­rem Spiel bei Playoff-Anwärter

Ohne John Golds­ber­ry, ohne Maik Zir­bes und ohne Matt Walsh wol­len die Bro­se Bas­kets am Sonn­tag im Bon­ner Tele­kom Dome bestehen. Wäh­rend der deut­sche Mei­ster aus Bam­berg bereits sicher für die im Mai begin­nen­den Play­offs qua­li­fi­ziert ist, brau­chen die Tele­kom Bas­kets Bonn als aktu­el­ler Tabel­len­sieb­ter jeden Punkt, um den Platz in den Play­off-Rän­gen zu halten.

Wie schon so oft in die­ser Sai­son tra­gen die Bro­se Bas­kets die Hypo­thek einer Euro­league-Nie­der­la­ge mit sich her­um. Am Don­ners­tag­abend unter­la­gen sie bei Zal­gi­ris Kau­nas mit 81:90 und been­den damit die zwei­te Run­de im höch­sten euro­päi­schen Wett­be­werb ohne Sieg. Nicht mit nach Kau­nas gereist war Jere­miah Mas­sey. Er habe die­je­ni­gen Spie­ler mit­ge­nom­men, mit denen sein Team am besten auf­ge­stellt ist, begrün­de­te Head Coach Chris Fle­ming den Ver­zicht auf den nach­ver­pflich­te­ten For­ward. Zufrie­den war Fle­ming den­noch nicht mit dem Auf­tre­ten sei­ner Mann­schaft: „Mit Walsh haben wir unse­ren besten Reboun­der so wie es aus­sieht bis zum Ende der regu­lä­ren Sai­son ver­lo­ren und wir müs­sen einen Weg fin­den, dass ande­re die Bäl­le holen“, kri­ti­sier­te er das Rebound­ver­hal­ten sei­ner Mann­schaft. An die­sem müs­se sich etwas ändern. Sonst, warnt er, „wer­den wir öfter ent­täuscht sein“. Ob des­halb Mas­sey zum Team, das direkt aus Kau­nas nach Bonn reist, sto­ßen wird, ent­schei­den Trai­ner­stab und Manage­ment im Lau­fe des Freitags.

Nach Mana­ger Wolf­gang Heyders Ein­schät­zung wird ent­schei­dend sein, „wie wir aus Kau­nas zurück­kom­men. Wich­tig wird sein, dass wir unse­re Ener­gie sam­meln für das schwe­re Spiel in Bonn. Sie haben ja noch das gro­ße Ziel in die Play­offs zu kom­men und brau­chen dazu Heim­sie­ge. Und wir müs­sen natür­lich sehen, dass Casey und Anton gegen Kau­nas wie­der unglaub­lich viel Spiel­zeit neh­men muss­ten und viel Ener­gie inve­stiert haben. Es wird span­nend sein, zu sehen, ob wir mit dem sehr dezi­mier­ten Kader am Sonn­tag eine Chan­ce in Bonn haben.“ Nur acht Spie­ler konn­te Fle­ming zuletzt ein­set­zen. Kapi­tän Casey Jacob­sen und Co-Kapi­tän Anton Gavel stan­den ent­spre­chend für über 30 Minu­ten auf dem Par­kett. In Bonn wird zumin­dest Alex Ren­froe, der als Ersatz für John Golds­ber­ry ver­pflich­te­te Spiel­ma­cher, für Ent­la­stung sor­gen können.

Bei den Bon­nern, die sich am letz­ten Spiel­tag mit einer furio­sen und erfolg­rei­chen Auf­hol­jagd gegen Favo­ri­ten­schreck Phoe­nix Hagen – gegen die sie zur Halb­zeit bereits mit 20 Punk­ten zurück lagen – Selbst­ver­trau­en holen konn­ten, wird vor­aus­sicht­lich Tops­corer Robert Vaden wegen einer Knie­ver­let­zung aus­fal­len. Das Hin­spiel in Bam­berg kurz vor Weih­nach­ten gewan­nen die Bro­se Bas­kets mit 92:78.

Wei­ter geht es für die Bro­se Bas­kets am 10. April mit einem Heim­spiel gegen ratio­pharm ulm. Drei Tage spä­ter steht das Ober­fran­ken­der­by in Bay­reuth auf dem Pro­gramm. Radio Bam­berg über­trägt alle Spie­le der Bro­se Bas­kets live. Net­ra­dio auf radio​-bam​berg​.de. Infor­ma­tio­nen und Tickets zu den Spie­len des deut­schen Mei­sters sind erhält­lich auf bro​se​bas​kets​.de, even​tim​.de, im Kar­ten­ki­osk an der Ste­chert Are­na (0951– 2 38 37) sowie an allen bekann­ten Vor­ver­kaufs­stel­len. Tele­fo­ni­sche Kar­ten­be­stel­lun­gen unter 01805 – 350 000 (0,14 €/​Min. inkl. MwSt., Mobil­funk­prei­se max. 0,42 €/​Min. inkl. MwSt.).