„Poli­ti­scher Ascher­mitt­woch“ der Kir­cheh­ren­ba­cher SPD

Kuni (Regina Brand) und Görch (Siggi Adami) plauderten über dies und das in Ehraboch und strapazierten die Lachmuskel der mehr als 100 Zuhörer

Kuni (Regi­na Brand) und Görch (Sig­gi Ada­mi) plau­der­ten über dies und das in Ehraboch und stra­pa­zier­ten die Lach­mus­kel der mehr als 100 Zuhörer

Der beson­de­re poli­ti­sche Ascher­mitt­woch des SPD Orts­ver­eins und der SPD Bür­ger­ge­mein­schaft stand unter dem The­ma: oft kopiert aber nie erreicht. Die über 100 bestuhl­ten Sitz­plät­ze im Saal des Land­gast­hau­ses zur Son­ne (Den­ner­schwarz) reich­ten nicht aus. Es ging Schlag auf Schlag im kaba­rett­ähn­li­chen 2 1 /2 stün­di­gen beson­de­ren Ascher­mitt­woch-Pro­gramm. Lach­sal­ven gab es „en mas­se“. Stür­mi­schen Bei­fall für gelun­ge­ne Poin­ten. Bür­ger­mei­ste­rin Anja Geb­hardt wur­de über dem „Schelln König“ gelobt. Sig­gi Ada­mi wur­de mit dem Breit­bond­bad Ehraboch geehrt. Der Höhe­punkt das Rent­ner­ge­spräch von der Kuni (Regi­na Brand) und dem Görch (Ada­mi Sig­gi) und in der Neben­rol­le mit dem Hei­ner (Ger­hard Hof­mann) waren das „i‑Tüpfelchen“ für ein gelun­ge­nes beson­de­res poli­ti­sches Ascher­mitt­woch-Derb­leggn.

Vom Ohsaa­cher zum Ohso­o­cher (Ansa­ger) 

Der Mode­ra­tor und „Ohso­o­cher“ Rein­hold Fuchs, begei­ster­te mit sei­nen Wort­spie­len. Er war näm­lich in der Ein­la­dung ver­se­hent­lich als „Ohsaa­cher“ ange­kün­digt wor­den. Von Anfang an brach­te er mit sei­nen „Ohso­o­che­rern“ die Gäste gleich in die rich­ti­ge Stimmung.

Paket­dienst zur CSU 

Das Pro­gramm begann damit, dass der Paket­dienst, Wal­ber­la Express (Sig­gi Ada­mi) her­ein­ge­stürmt kam und für die CSU ein CD-Paket abhol­te, damit die CSU künf­tig nichts mehr kopie­ren muss, son­dern auf Knopf­druck abru­fen kann, was die SPD macht. Die­ses CD-Paket muss­te drin­gend zum CSU-Ascher­mitt­woch mit allen Daten der SPD geschickt wer­den. Inhalt: alle SPD-Anträ­ge für 2013 und 2014, alle SPD-Kan­di­da­ten für die Gemein­de­rats­wahl 2014, die Bür­ger­mei­ster­li­ste ab 2014 mit Anja als 1. Bür­ger­mei­ste­rin und einem wei­te­ren 2. SPD Bür­ger­mei­ster. Der drit­te Bür­ger­mei­ster soll unter der Regent­schaft der SPD ein­ge­spart wer­den. Applaus, Applaus.

Neu­es KFZ Zei­chen für Ehraboch

Als beson­de­re Gäste begrüß­te der Ohso­o­cher Fuchs unter ande­rem die bei­den SPD-Land­tags­kan­di­da­ten Ani­ta Kern und Rei­ner Bütt­ner und freu­te sich über den über vol­len Saal und, dass die SPD in Kir­cheh­ren­bach soo­vie­le Befreun­de­te rote Schwe­stern und Brü­der hat. Sei­ne Schluss-Poin­te fand rau­schen­den Bei­fall denn: mit der Ein­wil­li­gung vom See­hofer als „Dree­hofer“ beti­telt, gibt es ab sofort im Land­rats­amt Forch­heim ein neu­es KFZ-Kenn­zei­chen für Kirchehrenbach:

BTK-AG 1, (Baggers Town Kircheh­ren­bach – Anja Gebhard 1, steht für die Erste.)

Und als Erst­aus­ga­be über­reich­te Rein­hold Fuchs das Ori­gi­nal KFZ-Schild an Bür­ger­mei­ste­rin Anja mit der Pointe:

„Ab mor­gen gibt‚s das Ehrabo­cher Kenn­zei­chen im Land­rats­amt bereits
beeilt euch Leut sonst werrn die besten Num­mern von der CSU eingheimst“.

Ehrung gab es durch Bür­ger­mei­ste­rin Anja Geb­hardt für Sig­gi Ada­mi mit dem Breit­bond­bad Ehraboch.

Den musi­ka­li­schen Ton, begei­stert beklatscht, gab der Gitar­rist aus Ober­haid Ger­hard Förtsch an. Die­ses Jahr instru­men­tal beglei­tet von sei­ner char­man­ten Pra­ger Gei­ge­rin, Gitar­ri­stin und Sän­ge­rin Moni­ka Ramo­nov­ski, die selbst eine eig­ne Band hat: Mywood.

Rei­ner Büt­ter las CSU die „Levid­den“

Als ein­zi­ge poli­ti­sche Rede las der SPD Land­tags­kan­di­dat Rei­ner Bütt­ner der CSU auf Lan­des­ebe­ne die „Levid­den“: „Genau Ude“ heißt der Schlacht­ruf der SPD für den Wahl­kampf 2013. Genau steht für: exakt-mar­kant-gewis­sen­haft-zur rech­ten Zeit-ohne Ver­spä­tung. Schwarz-gelb gefähr­det den Wohl­stand Bay­erns durch Ver­blen­den-Nichts­tun-Lavie­ren und Macht­miss­brauch, waren sei­ne mah­nen­den Wor­te. Auch mit vie­len Bei­spie­len einer uner­füll­ten und schlech­ten Infra­struk­tur gei­ßel­te Rei­ner Bütt­ner die schlech­te Wirt­schaft der CSU. Bei­spie­le: SB-Halt in Forch­heim Nord, Lärm­schutz A 73, seit 4 Jah­ren Funk­stil­le, West­um­ge­hung Neun­kir­chens und ande­re. Die Ener­gie­wen­de ist ein Total­ver­sa­gen von Schwarz-Gelb. Pri­va­ti­sie­rung: Die CSU hat in den letz­ten Jah­ren Volks­ver­mö­gen im unglaub­li­chen Aus­maß ver­scher­belt. 7,3 Mil­li­ar­den. See­hofers Ver­spre­chen Bay­ern bis 2030 schul­den­frei zu machen, gilt als Lach­num­mer nicht nur am Ascher­mitt­woch. Aus­lauf­mo­dell See­hofer, wird inzwi­schen als „Dree­hofer“ titu­liert. Die SPD ist davon über­zeugt: der Macht­wech­sel wird kom­men. Bay­ern braucht fri­schen­Wind. Die CSU wirkt müde, aus­ge­laugt, ideen­los. Schwarz-gelb hat fertig.

Poli­ti­sche Telefonate 

Mit poli­ti­schen Tele­fo­na­ten „derb­legg­te“ der Frak­ti­ons­spre­chers der SPD-Gemein­de­rä­te Lau­renz Kuh­mann gekonnt und begei­sternd Phil­ipp Rös­ler, See­hofer, Mer­kel, von der Ley­en und gab aktu­ell, mit gro­ßem Bei­fall beglei­tet, einen Rat­schlag für die Papst­wahl für einen Baye­ri­schen Nachfolger.

Heu­te Jour­nal Forchheim

Begei­stert beju­belt wur­den auch die Dar­bie­tun­gen von Gerd Zim­mer und Ani­ta Kern als Rund­funk­spre­cher vom Forch­hei­mer Heu­te Jour­nal, zur aktu­el­len poli­ti­schen Lage im Forch­hei­mer Land­kreis. Beson­ders die Num­mer mit der Ikea-Leuch­te namens Söder hat­te die herz­haf­ten Lacher auf ihrer Sei­te mit der Schluß­poin­te: „nicht jede Bir­ne ist eine Leuchte“

Kuni und Görch im Gespräch

Den Höhe­punkt des beson­de­ren SPD-Ascher­mitt­woch bil­de­te zwei­fels­frei das Gespräch zwi­schen dem Görch (Sig­gi Ada­mi) mit der Kuni (Regi­na Brand), wo aktu­el­le Kir­cheh­ren­ba­cher Pro­blem­fel­der auf die Schip­pe genom­men wur­den unter­bro­chen von trä­nen­rei­chen Lach­sal­ven. Dabei beka­men die Frei­en Wäh­ler das mei­ste Fett ab bei der Fra­ge, was wird aus dem geschlos­se­nen Hal­len­bad? Alles bloss kei­ne Kin­der­ta­ges­stät­te! Die Lach­sal­ven gab es bei der Umwand­lung des Hal­len­ba­des zur Nut­zung für Senio­ren. Vom Swin­ger­club, Schön­heits­kli­nik, Fet­te absau­gen, Fal­ten lif­ten las­sen, war da die Rede. Auch hier gab es einen Höhe­punkt der Poin­ten mit der Über­schrift: Beschnei­dung. Ent­stan­den beim Maleur mit dem Reiß­ver­schluss, beim Hösen­tür­la schlie­ßen. Und als zum Abschluss der Hei­ner (Ger­hard Hof­mann) mit einem beson­de­rem Uten­sil sei­ner Kuni rein­kam und sie nach Hau­se diri­gier­te, tob­te der gan­ze Saal vor Begei­ste­rung. Es war ein beson­de­rer poli­ti­scher Ascher­mitt­woch, unter der Prä­mis­se, oft kopiert doch nie erreicht, der allen noch lan­ge in freu­di­ger Erin­ne­rung blei­ben wird.

Hein­rich Kattenbeck