Gro­ße Reso­nanz auf Schü­ler­schreib­wett­be­werb „Jean Pauls Taschendruckerei“

Pro­mi­nent besetz­te Jury des Jean Paul 2013 e.V. wählt aus 164 Ein­sen­dun­gen 25 Geschich­ten für Online-Publi­ka­ti­on und 6 Tex­te für Lesung am 13. Sep­tem­ber 2013 in Wun­sie­del aus

„Wir haben ins­ge­samt 164 Ein­sen­dun­gen aus dem gesam­ten Bun­des­ge­biet und aus Frank­reich zu unse­rem Schü­ler­schreib­wett­be­werb ‚Jean Pauls Taschen­drucke­rei‘ erhal­ten.“ Julia Knapp, Geschäfts­füh­re­rin des Ver­eins Jean Paul 2013, freut sich über die krea­ti­ve Reso­nanz auf die Aus­schrei­bung des Schü­ler­schreib­wett­be­werbs, den der Jean Paul 2013 e.V. anläss­lich des 250. Geburts­ta­ges des Dich­ters in die­sem Jahr im ver­gan­ge­nen Som­mer aus­ge­schrie­ben hat­te. Bis 12. Dezem­ber 2012 konn­ten Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus den Klas­sen­stu­fen 7 bis 13 ihre Bei­trä­ge mit einer maxi­ma­len Län­ge von drei Sei­ten im Pro­jekt­bü­ro des Ver­eins in Bay­reuth ein­rei­chen. Auf­ga­be war es, zu Titeln von Jean Paul neue Geschich­ten zu erfin­den. Den jun­gen Autorin­nen und Autoren stan­den „Dr. Kat­zen­ber­gers Bade­rei­se“, „Der Komet“, „Der Maschi­nen­mann“ und „Des Luft­schif­fers Gian­noz­zo See­buch“ zur Auswahl.

Am 1. Febru­ar 2013 tag­te die Jury und zeich­ne­te nach inten­si­ven Bera­tun­gen ins­ge­samt 25 Geschich­ten aus. Die Juro­ren, unter ihnen die Jugend­buch­au­torin Agnes Ham­mer, die Schrift­stel­le­rin, Mit­ar­bei­te­rin des Deut­schen Lite­ra­tur­ar­chivs Mar­bach und Muse­ums­päd­ago­gin Iris Wolff, Tabea Amt­mann, Ober­stu­di­en­rä­tin am Jean-Paul-Gym­na­si­um Hof, die Lite­ra­tur­wis­sen­schaft­ler Julia Knapp und Chri­sti­an Schmidt sowie der Kul­tur­ma­na­ger und Künst­ler Phil­ipp Rie­del haben es sich nicht leicht gemacht. Nach dem ersten Durch­gang blie­ben von 164 Ein­rei­chun­gen noch 62 Geschich­ten übrig. Nach drei wei­te­ren Durch­gän­gen stan­den die Gewin­ner fest. Ihnen winkt nun die Online-Publi­ka­ti­on auf der Jubi­lä­ums-Home­page unter www​.jean​-paul​-2013​.de sowie im Lite­ra­tur­por­tal Bay­ern, dem Online-Por­tal der Baye­ri­schen Staats­bi­blio­thek Mün­chen. Eine Beson­der­heit erwar­tet die Autorin­nen und Autoren von sechs der aus­ge­wähl­ten Geschich­ten. Gemein­sam mit den pro­mi­nen­ten Lite­ra­tin­nen und Lite­ra­ten aus der Jury wer­den sie am 13. Sep­tem­ber 2013 in der Fich­tel­ge­birgs­hal­le in Wun­sie­del, der Geburts­stadt von Jean Paul, in einer Lesung vor gro­ßem Publi­kum ihre Tex­te selbst vor­ge­tra­gen. Jeweils zwei der Aus­ge­zeich­ne­ten stam­men aus Bay­ern, aus Baden-Würt­tem­berg und aus Nord­rhein-West­fa­len. Eine der Geschich­ten aus Frank­reich wird online publiziert.

Die Kri­te­ri­en, nach denen die Jury in ihrer sechs­stün­di­gen Sit­zung prüf­te, bezie­hen sich vor­nehm­lich auf den krea­ti­ven Schreib­pro­zess. „Kann jemand Geschich­ten erzäh­len, pas­sen Plot und Dra­ma­tur­gie zusam­men und ist die Erzäh­lung so span­nend, dass der Leser bis zum Schluss am Text bleibt“, erläu­tert Julia Knapp die Bewer­tungs­richt­li­ni­en. Punk­te, wie Ori­gi­na­li­tät und Ein­falls­reich­tum, sprach­li­che Bil­der und die Ent­wick­lung einer Idee, wur­den bei den Bera­tun­gen eben­falls berück­sich­tigt, wäh­rend Ortho­gra­fie und Gram­ma­tik nicht bewer­tet wur­den. Die Juro­ren waren von der Krea­ti­vi­tät der Schü­le­rin­nen und Schü­ler im Alter von 12 bis 17 Jah­ren beein­druckt. Die Ansät­ze, die Titel in neue Geschich­ten umzu­set­zen, sind viel­fäl­tig. Bei „Dr. Kat­zen­ber­gers Bade­rei­se“ gab der Titel Anre­gun­gen zu einer Rei­se von Bade­see zu Bade­see, einer Rei­se durch den Abfluss einer Bade­wan­ne in die Kana­li­sa­ti­on oder in eine ande­re Welt oder für die Auf­ga­be eines staat­lich geprüf­ten Bade­wan­nen­te­sters, rund um die Welt zu rei­sen, zu baden und sein Qua­li­täts­ur­teil abzu­ge­ben. „Der Komet“ war Aus­gangs­punkt für Aben­teu­er mit Ret­tung in letz­ter Sekun­de, für Welt­raum-Aben­teu­er, für einen Besuch oder einen Angriff von Außer­ir­di­schen. Zu dem „Maschi­nen­mann“, der als Grund­la­ge für die mei­sten Ein­sen­dun­gen dien­te, wur­den zahl­rei­che Ideen mit mensch­li­chen Robo­tern, Men­schen mit Pro­the­sen oder einer Behin­de­rung ent­wickelt. Des „Luft­schif­fers Gian­noz­zo See­buch“ war Aus­gangs­punkt für ein gan­zes Uni­ver­sum, für wil­de Ver­fol­gungs­jag­den, für ein Pira­ten­aben­teu­er in der Luft oder für das wie­der gefun­de­ne Log­buch eines Vor­fah­ren. Zusätz­lich freut es die Jury-Mit­glie­der, dass bei eini­gen Geschich­ten ein direk­ter Bezug zu Jean Paul und sei­nen Tex­ten besteht.

Unter den vor­ge­ge­ben Tex­ten war „Der Maschi­nen­mann“ der ein­deu­ti­ge Favo­rit. Dies schlägt sich auch bei der abschlie­ßen­den Bewer­tung nie­der: acht der prä­mier­ten Geschich­ten neh­men auf die­sen Text Bezug, sie­ben Ein­sen­dun­gen auf „Der Komet“, fünf Erzäh­lun­gen auf „Dr. Kat­zen­ber­gers Bade­rei­se“ und vier Tex­te auf „Des Luft­schif­fers Gian­noz­zo Seebuch“.

In den kom­men­den Wochen wer­den die aus­ge­zeich­ne­ten Autorin­nen und Autoren benach­rich­tigt; ab dem Som­mer wer­den die Tex­te sowie wei­te­re Infor­ma­tio­nen auf der Jubi­lä­ums-Home­page und im Lite­ra­tur­por­tal Bay­ern publiziert.