Uni­ver­si­tät Bay­reuth: Abschieds­vor­le­sung anläss­lich der Eme­ri­tie­rung von Pro­fes­sor Dr. Jochen Sigloch

Symbolbild Bildung

Nach 70 Seme­stern als Pro­fes­sor der Uni­ver­si­tät Bay­reuth und Inha­ber des Lehr­stuhls für Betriebs­wirt­schaft­li­che Steu­er­leh­re und Wirt­schafts­prü­fung wird Pro­fes­sor Dr. Jochen Sig­loch, der 2012 mit dem Bun­des­ver­dienst­kreuz aus­ge­zeich­net wur­de, zum Ende des Win­ter­se­me­sters 2012/13 eme­ri­tiert. Aus die­sem Anlass ver­ab­schie­de­te sich der künf­ti­ge Eme­ri­tus am 11. Janu­ar 2013 im Rah­men einer Abschieds­vor­le­sung im bis auf den letz­ten Platz beleg­ten Hör­saal H 24 von sei­ner Alma Mater. Unter dem Titel „Steu­er­ver­ein­fa­chung – Her­ku­les- oder Sisy­phus-Auf­ga­be?“ zeig­te Pro­fes­sor Sig­loch in einem lei­den­schaft­li­chen Vor­trag die Ursa­chen des bestehen­den Cha­os im deut­schen Steu­er­recht auf und stell­te dem Audi­to­ri­um sei­ne per­sön­li­chen grund­le­gen­den Reform­ge­dan­ken vor. Mit „stan­ding ova­tions“ ende­te die Abschieds­vor­le­sung eines „Urge­steins“ der Uni­ver­si­tät Bayreuth.

Im Rah­men sei­ner Begrü­ßung wür­dig­te Pro­fes­sor Dr. Her­bert Wor­at­schek als Dekan der Rechts- und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät das gro­ße Enga­ge­ment des Kol­le­gen Sig­loch für „sei­ne Uni­ver­si­tät“ und „sei­ne Fakul­tät“. Mit der Über­nah­me zahl­rei­cher Auf­ga­ben in der uni­ver­si­tä­ren Selbst­ver­wal­tung wirk­te Pro­fes­sor Sig­loch ins­be­son­de­re als Vize­prä­si­dent und zwei­ma­li­ger Dekan der Rechts- und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät maß­geb­lich an der Ent­wick­lung der Fakul­tät mit. Der Dekan dank­te ihm für sei­nen her­aus­ra­gen­den und bei­spiel­haf­ten Ein­satz mit der Über­rei­chung der Fakul­täts­me­dail­le der Rechts- und Wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Fakul­tät und kün­dig­te an, dass die Uni­ver­si­tät Bay­reuth den Titel „Eme­ri­tus of Excel­lence“ ver­ge­ben wer­de. Die Fakul­tät wer­de Pro­fes­sor Sig­loch mit einem lachen­den und einem wei­nen­den Auge in den Sta­tus des Eme­ri­tus ver­ab­schie­den – zwar ver­lie­re die Fakul­tät einen akti­ven Lehr­stuhl­in­ha­ber, aber Pro­fes­sor Sig­loch wer­de der Fakul­tät wei­ter­hin aktiv ver­bun­den bleiben.

Im Namen der Uni­ver­si­täts­lei­tung dank­te Vize­prä­si­dent Pro­fes­sor Dr. Ste­fan Lei­ble für die stets kon­struk­ti­ve Zusam­men­ar­beit und stell­te dabei beson­ders die Ver­dien­ste von Pro­fes­sor Sig­loch im Rah­men des äußerst erfolg­rei­chen Aus­tausch­pro­jekts mit der Shang­hai Inter­na­tio­nal Stu­dies Uni­ver­si­ty (SISU) und der wirt­schafts­wis­sen­schaft­li­chen Zusatz­aus­bil­dung inner­halb der Juri­sten­aus­bil­dung her­aus. Er selbst habe Pro­fes­sor Sig­loch noch als Stu­dent erle­ben dür­fen und beleg­te des­sen ste­ti­ges Enga­ge­ment für Stu­die­ren­de mit per­sön­li­chen Erin­ne­run­gen aus sei­ner Studienzeit.

Dies bestä­tig­te Fach­schafts­ver­tre­ter Den­nis Schwind mit Stim­men aus der Stu­die­ren­den­schaft. Pro­fes­sor Sig­loch und sein gesam­tes Lehr­stuhl­team hät­ten es ver­stan­den, stets ein offe­nes Ohr für die Belan­ge der Stu­die­ren­den zu haben. Als beson­de­res High­light über­reich­te Den­nis Schwind Pro­fes­sor Sig­loch den „gol­de­nen Foli­en­stift“ in Über­grö­ße – eine augen­zwin­kern­de „Hom­mage“ an des­sen offen­bar heiß gelieb­ten Foli­en­ein­satz in Vorlesungen.

Stell­ver­tre­tend für alle ehe­ma­li­gen Dok­to­ran­den und Habi­li­tan­den dank­te Pro­fes­sor Hen­sel­mann, Lehr­stuhl­in­ha­ber für Rech­nungs­we­sen und Prü­fungs­we­sen an der Uni­ver­si­tät Erlangen/​Nürnberg, mit Anek­do­ten aus sei­ner Lehr­stuhl­zeit in Bayreuth.

Im Anschluss an die Abschieds­vor­le­sung lud Pro­fes­sor Sig­loch Gäste und Stu­die­ren­de zu einem Emp­fang im Foy­er des RW-Neu­baus ein. Bei Jazz­klän­gen und einem gemüt­li­chen Get-Tog­e­ther fand die Ver­an­stal­tung einen wür­di­gen Ausklang.