Mini­ster Brun­ner eröff­ne­te die Spar­gel­sai­son 2012

Klein­stes baye­ri­sches Anbau­ge­biet ist Ober­fran­ken mit den Regio­nen um Bam­berg und Forch­heim

Bay­erns Fein­schmecker und Lieb­ha­ber des hei­mi­schen Spar­gels dür­fen sich freu­en: Mit einem sym­bo­li­schen Anstich auf dem Münch­ner Vik­tua­li­en­markt eröff­ne­te Land­wirt­schafts­mi­ni­ster Hel­mut Brun­ner am Mitt­woch gemein­sam mit der Schro­ben­hau­se­ner Spar­gel­kö­ni­gin Danie­la Küg­ler offi­zi­ell die baye­ri­sche Spar­gel­sai­son. Die früh­lings­haf­ten Tem­pe­ra­tu­ren Mit­te März und der in Bay­ern inzwi­schen domi­nie­ren­de Anbau unter Folie haben dafür gesorgt, dass trotz des Käl­te­ein­bruchs über Ostern genü­gend hei­mi­scher Frei­landspar­gel auf dem Markt ist. Zwei Mona­te lang gibt es nun das belieb­te Edel­ge­mü­se aus regio­na­lem Anbau. An Johan­ni (24. Juni) ist tra­di­tio­nell wie­der Schluss mit der Ern­te, damit sich die Pflan­zen erho­len kön­nen.

Das belieb­te Früh­jahrs­ge­mü­se wird vor allem wegen sei­nes aus­ge­zeich­ne­ten Geschmacks, sei­ner Bekömm­lich­keit und sei­nem hohen Gesund­heits­wert geschätzt. Spar­gel ist reich an Vit­ami­nen sowie Mine­ral- und Bal­last­stof­fen und damit dem Mini­ster zufol­ge „ein idea­ler Fit­ma­cher“. Der Pro-Kopf-Ver­brauch liegt bei rund 1,5 Kilo. Ein laut Brun­ner beson­ders erfreu­li­cher Trend: Die baye­ri­schen Spar­gel­lieb­ha­ber grei­fen zuneh­mend zu hei­mi­scher Ware. „Die Ver­brau­cher wis­sen es zu schät­zen, dass sie qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­gen Spar­gel ern­te­frisch und ohne lan­ge Umwe­ge auf den Tisch bekom­men“, so der Mini­ster. Das macht sich auch in den Markt­an­tei­len bemerk­bar: Wäh­rend 1993 noch 40 Pro­zent des in Deutsch­land gehan­del­ten Spar­gels impor­tiert wur­den, waren es ver­gan­ge­nes Jahr nur noch 17 Pro­zent. Der Selbst­ver­sor­gungs­grad ist damit auf 83 Pro­zent gestie­gen.

Der gro­ßen Nach­fra­ge fol­gend ist Spar­gel mit einer Gesamt­an­bau­flä­che von fast 2 600 Hekt­ar inzwi­schen die flä­chen­mä­ßig bedeu­tend­ste Gemü­se­kul­tur in Bay­ern. 600 Hekt­ar davon sind Jung­an­la­gen, die erst in den näch­sten Jah­ren Ertrag brin­gen. Im ver­gan­ge­nen Jahr haben die baye­ri­schen Spar­gel­bau­ern eine Rekord­ern­te von 12 250 Ton­nen ein­ge­fah­ren. Die durch­schnitt­li­che Ertrags­men­ge pro Hekt­ar lag bei knapp sechs Ton­nen.

Größ­te Spar­ge­l­an­bau­re­gi­on Bay­erns ist das Gebiet um Schro­ben­hau­sen, zu dem auch die Regio­nen Pfaf­fen­ho­fen, Neu­burg a. d. Donau, Pörn­bach und Aich­ach-Fried­berg zäh­len. Hier lie­gen rund 40 Pro­zent der baye­ri­schen Anbau­flä­che. Es fol­gen das unter­frän­ki­sche Main­ge­biet um Volkach und Kit­zin­gen mit etwa 20 Pro­zent, das nie­der­baye­ri­sche Anbau­ge­biet um Abens­berg mit 18 Pro­zent und das mit­tel­frän­ki­sche Knob­lauchs­land um Nürn­berg, Fürth und Erlan­gen mit 16 Pro­zent. Klein­stes baye­ri­sches Anbau­ge­biet ist Ober­fran­ken mit den Regio­nen um Bam­berg und Forch­heim und einem Flä­chen­an­teil von rund sechs Pro­zent.

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