Leser­brief zur Gemein­de­rats­sit­zung in Wei­ßeno­he

Wie Sie wis­sen und schon mehr­fach berich­tet haben, for­de­re ich seit 2009 die Schil­der für nicht vor­han­de­nen Win­ter­dienst auf dem Fuß­weg zwi­schen Sol­len­ber­ger Str und Klee­wie­sen­stra­ße abzu­neh­men und die Gemein­de­ar­bei­ter für ca. 15 Minu­ten pro Schnee­tag vom neu­en Trak­tor absit­zen zu las­sen, die Schau­fel in die Hand zu neh­men und die­sen Weg ins Zen­trum von Wei­ßeno­he räu­men zu las­sen.

Die­ses Jahr habe ich selbst drei­mal geräumt.

Wie bereits mit PM vom ver­gan­ge­nen Sams­tag vor­aus­ge­se­hen, hat der Senio­ren­be­auf­trag­te der Gemein­de Wei­ßeno­he und Sprach­rohr der Bür­ger­mei­ster­frak­ti­on Schütz die Nicht­be­hand­lung des TOP gefor­dert. Der Antrag muss­te nach einem Abstim­mungs­er­geb­nis von 6:6 behan­delt wer­den.

Die Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der CSU, Fr. Stumpf nahm die nun wie­der bestehen­de Rede­frei­heit zum Anlass, sich zu beschwe­ren, da Sie von mir in einem per­sön­li­chen Anschrei­ben gebe­ten wur­de, mit Ihrer CSU Frak­ti­on für die Sicher­heit der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in Wei­ßeno­he ein­zu­tre­ten und somit für mei­nen Antrag zu stim­men.

Ich stell­te klar her­aus, dass ich schon dach­te, dass sich die CSU, wie ich ja noch aus mei­ner Zeit als CSU-Orts­vor­sit­zen­der weiß, für älte­re Men­schen ein­setzt.

Hr. Schütz und Hr. Mül­ler brach­ten wütend her­vor, dass es kei­nen Frak­ti­ons­zwang in der Bür­ger­mei­ster­frak­ti­on gebe. Argu­men­ta­tiv betei­lig­ten Sie sich jedoch nicht an der Debat­te.

Hr. Braun und Hr. Schütz war­fen mir vor, dass ich den Weg nur räu­men wür­de, da mei­ne Oma in der Nähe woh­nen wür­de. Wie­der Mal per­sön­li­che Angrif­fe der unter­sten Schub­la­de, die ich klar zurück­wei­se.

Hr. Braun ließ sich dann in sei­ner Wut soweit hin­rei­ßen, dass er mir glatt ver­bo­ten hat, auf einem offi­zi­el­len Gemein­de­weg, der seit Jah­ren nicht geräumt wird und durch Eis und Schnee spie­gel­glatt ist, Schnee zu räu­men. Wenn es nicht so trau­rig wäre, könn­te man schon von einer gewis­sen kaba­ret­ti­sti­schen Lei­stung spre­chen.

Dar­über hin­aus hat­te er auch noch die Rechts­mei­nung, dass durch mei­ne Räum­ak­tio­nen die Scha­dens­pflicht bei mög­li­chen Stür­zen auf mich über­ge­hen wür­de. Als ich nach­fra­gen woll­te, ob er mir dies schrift­lich geben kann, stell­te der Bür­ger­mei­ster der Gemein­de Wei­ßeno­he selbst den Antrag auf Ende der Debat­te. Anschei­nend sind ihm die Argu­men­te und auch die Rechts­kennt­nis aus­ge­gan­gen.

Die Debat­te wur­de mit 10:2 Stim­men (die CSU-Frak­ti­on stimm­te für das Ende der Debat­te) been­det.

Da Hr. Braun immer noch sehr ärger­lich nun mit TOP 9 fort­fah­ren woll­te, wur­de er von Hr. Mül­ler und mir dar­auf hin­ge­wie­sen, dass er auch über den Antrag abstim­men las­sen muss. Wider­wil­lig ließ er nun über den bei­lie­gen­den Antrag abstim­men. Mit 10:2 (Michl und Kör­zen­dör­fer) Stim­men wur­de der Antrag nun zum vier­ten Mal abge­lehnt. Der in dem Antrag ent­hal­te­ne Antrag zur „nament­li­chen Abstim­mung“ wur­de nicht behan­delt und somit von Hr. Braun in Form eines for­mel­len Sit­zungs­feh­lers ver­ges­sen. Schon dies gibt mir die Mög­lich­keit den Antrag bei der April­sit­zung erneut zu stel­len.

Ich wer­de bei die­sem Vor­gang nicht auf­hö­ren für den Win­ter­dienst auf die­sem Fuß­weg zu kämp­fen.

Mit freund­li­chen Grü­ßen

Die­ter Kör­zen­dör­fer

Unab­hän­gi­ger Gemein­de­rat von Wei­ßeno­he