US-Gar­ni­son Bam­berg – Kom­plet­ter Abzug droht

„Die kürz­lich getrof­fe­ne Ent­schei­dung des Pen­ta­gon, zwei der bis­her vier Hee­res­bri­ga­den kom­plett aus Euro­pa abzu­zie­hen, macht den Erhalt der US-Gar­ni­son in Bam­berg noch unwahr­schein­li­cher“, befürch­tet die SPD-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Anet­te Kram­me. Die Abge­ord­ne­te hat­te sich bereits Ende letz­ten Jah­res an das Bun­des­ver­tei­di­gungs­mi­ni­ste­ri­um gewandt und um Unter­stüt­zung für den Stand­ort Bam­berg gebe­ten. Denn im Raum steht nach wie vor der Plan, die in Bam­berg sta­tio­nier­ten Ein­hei­ten nach Ita­li­en zu verlegen.

„Die ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaft hat auf Nach­fra­ge mit­ge­teilt, dass die US-Streit­kräf­te an den geplan­ten Umsta­tio­nie­rungs­maß­nah­men zur Ver­le­gung nach Vicen­za ab 2013 fest­hal­ten“, ließ der Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tär Chri­sti­an Schmidt die ober­frän­ki­sche Abge­ord­ne­te wis­sen. Aller­dings kön­ne noch kein genau­er Ver­le­gungs­ter­min genannt werden.

Ein Abzug der US-Ein­hei­ten wäre nach Ansicht von Anet­te Kram­me ein erheb­li­cher wirt­schaft­li­cher und gesell­schaft­li­cher Ver­lust für die Regi­on. „Die Fol­gen eines Trup­pen­ab­zugs für den hie­si­gen Arbeits­markt und auch die kom­mu­na­len Finan­zen wer­den nur schwer zu kom­pen­sie­ren sein“, so die Abge­ord­ne­te. Kram­me erwar­tet von der Baye­ri­schen Staats­re­gie­rung sowie der Bun­des­re­gie­rung nach­drück­li­chen Ein­satz für den Stand­ort Bam­berg. „Abwar­ten wäre jetzt ein gro­ßer Feh­ler. Wir brau­chen akti­ve Struk­tur­po­li­tik, um den dro­hen­den Abzug der US-Gar­ni­son kom­pen­sie­ren zu können.“

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