Recht­li­che Will­kür in Natur­schutz­fra­gen im Land­kreis Forchheim?

Pres­se­stel­lung­nah­me des AK Umwelt und Kreisentwicklung

Mit der Ver­set­zung eines lang­jäh­ri­gen ver­dien­ten Mit­ar­bei­ters in der Unte­ren Natur­schutz­be­hör­de im Land­rats­amt Forch­heim in das Refe­rat Obst- und Gar­ten­bau durch Land­rat Rein­hardt Glau­ber errei­chen die recht­li­chen Aus­ein­an­der­set­zun­gen um die Aus­rich­tung des Natur­schut­zes im Land­kreis Forch­heim einen neu­en Höhe­punkt. Betrof­fen von die­ser Maß­nah­me ist Johan­nes Mohr, der sich nach 23jähriger Tätig­keit als stell­ver­tre­ten­der Sach­ge­biets­lei­ter in einer sach­frem­den Posi­ti­on wiederfindet.

Johan­nes Mohr galt beson­ders in der Bevöl­ke­rung, bei den Behör­den, aber auch bei den Natur­schutz­ver­bän­den als pro­fun­der Fach­mann des Natur­schut­zes. Sei­ne Ver­set­zung kommt für vie­le völ­lig über­ra­schend. Und das auf eine Stel­le, die, nach­dem der bis­he­ri­ge Sach­be­reichs­lei­ter im Obst- und Gar­ten­bau­re­fe­rat Ernst Deutsch in Ruhe­stand geht, im Haus­halt als ent­behr­lich („KW“) gekenn­zeich­net ist. Ent­we­der die Stel­le bleibt damit wei­ter­hin bestehen, oder eine Ent­las­sung von Johan­nes Mohr wäre die Fol­ge, was nach Ansicht von Fach­leu­ten eher wahr­schein­lich ist.

Zwar habe der Land­rat ein Direk­ti­ons­recht, dies müs­se er aber auch durch die Aus­wir­kun­gen auf den Kreis­haus­halt hin­ter­fra­gen las­sen, so der Kreis­vor­sit­zen­de des AK Umwelt und Kreis­ent­wick­lung der CSU Heinz Mar­quart. Der umwelt­po­li­ti­sche Arbeits­kreis der CSU sieht die­se Per­so­nal­ent­schei­dung als Abstra­fung für das „grü­ne Gewis­sen“ des Land­rats­am­tes Forch­heim. Offen­sicht­lich haben sich damit die Ver­tre­ter der recht­li­chen Will­kür in Natur­schutz­fra­gen Luft ver­schaf­fen wol­len, um wei­ter Ver­stö­ße gegen Lan­des- und Bun­des­ge­set­ze pro­blem­los umset­zen zu kön­nen. Mohr beharr­te auf einen recht­staat­li­chen Voll­zug der Geset­ze. Dies habe wohl eini­ge Leu­te im Land­rats­amt zu die­ser Hand­lung ver­an­lasst, so Mar­quart wei­ter. Man wer­de die­se Ent­schei­dung des Land­ra­tes zum Anlass neh­men, die recht­li­che Will­kür in Natur­schutz­fra­gen ver­stärkt in der Öffent­lich­keit zu diskutieren.

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