Land­kreis Forch­heim: Grü­ne machen sich auf ihrer Neu­jahrs­klau­sur für 2012 fit

Wird der Auto-Land­kreis Forch­heim end­lich grün?

hinten: Holger Kotouc (Kreissprecher), Gert Lowack (Bezirksvorsitzender) vorne: Lisa Badum (Kreissprecherin), Franz-Josef Amling (Kassier)

“Grü­ne Neujahrsklausur”

„Kaum ein ober­frän­ki­scher Kreis­ver­band von Bünd­nis 90/​Die Grü­nen arbei­tet so struk­tu­riert und ist so gut auf­ge­stellt wie die Grü­nen im Land­kreis Forch­heim“ lob­te Bezirks­spre­cher Gert Lowack die Arbeit der Forch­hei­me­rIn­nen. Ent­spre­chend posi­tiv fiel auch der Rück­blick von Kreis­spre­che­rin Lisa Badum auf das Jahr 2011 aus: Es sei ein Jahr der erfolg­rei­chen Kon­so­li­die­rung gewe­sen, ins­be­son­de­re sei­en die Mahn­wa­chen und die Zusam­men­ar­beit im über­par­tei­li­chen Ener­gie­bünd­nis gelun­gen. „Wenig zufrie­den kön­nen wir aber mit der Ver­kehrs­si­tua­ti­on und –pla­nung im Auto-Land­kreis Forch­heim sein. Ins­be­son­de­re die Stadt Forch­heim hinkt der Zukunft urba­ner Mobi­li­tät hin­ter­her“, so Badum.

Der Frak­ti­ons­spre­cher im Kreis­tag Karl Wald­mann mach­te deut­lich: „Schon allein auf­grund der klam­men Mit­tel muss der Stra­ßen­er­halt vor dem Neu­bau ste­hen“. Im neu­en Jahr wol­len die Grü­nen bei der Bevöl­ke­rung noch mehr für grü­ne Mobi­li­tät und bes­se­re Lebens­qua­li­tät wer­ben. Auch das Rad­we­ge­netz müs­se all­tags­taug­lich gemacht wer­den. Kreis­rat Man­fred Fluh­r­er hält die Rad­ver­bin­dung von Hau­sen zur S‑Bahn Ker­s­bach für beson­ders dringend.

Wei­ter­hin wer­den die Grü­nen an der Ener­gie­wen­de dran­blei­ben. Beson­ders stolz war die Ver­samm­lung auf ihren Orts­ver­band Neun­kir­chen. Hol­ger Kotouc und Bar­ba­ra Cun­ning­ham sind dort wesent­li­che Moto­ren der Grün­dung einer Ener­gie­ge­nos­sen­schaft im süd­li­chen Land­kreis. „Der Atom­aus­stieg ist nur der Anfang. Jetzt müs­sen wir auf­pas­sen, dass Ener­gie wirk­lich in Bür­ger­hand kommt!“, bekräf­tig­te Kreis­spre­cher Kotouc. Lowack mach­te auch noch dar­auf auf­merk­sam, dass der Kampf gegen Atom­kraft jen­seits deut­scher Gren­zen wei­ter­ge­hen müsse.

Das in der Öffent­lich­keit weni­ger prä­sen­te The­ma Lohn­dum­ping und (Geschlech­ter-) Gleich­stel­lung bleibt urgrü­nes Anlie­gen. Als Nega­tiv­bei­spiel nann­te Kreis­rat Wald­mann die Kli­nik Eber­mann­stadt: Die Zeit­ar­beit sei immer noch nicht abge­schafft. Fai­re Auf­trags­ver­ga­be und nach der Fairtra­de-Town-Forch­heim auch einen fai­ren Land­kreis wer­den die Grü­nen im Kreis­tag fordern.

Geschäfts­füh­rer Franz-Josef Amling mahn­te struk­tu­rel­le Auf­ga­ben an: „Wir müs­sen recht­zei­tig gut auf­ge­stellt sein für die Super-Wahl­jah­re 2013 und 2014.“ Lowack zeig­te die histo­ri­sche Chan­ce auf, regio­nal und sogar auf Lan­des­ebe­ne den Wech­sel zu errei­chen. Ziel ist daher auch die Wer­bung von mehr Mit­glie­dern, denn für die kom­men­den Auf­ga­ben wer­de jede ver­füg­ba­re Man­power gebraucht – „und Frau­en­power“ beton­te Kreis­spre­che­rin Badum.

Schließ­lich beschäf­tig­ten sich die Grü­nen noch mit dem Auf­tre­ten rechts­ex­tre­mer Grup­pie­run­gen mit einem Schwer­punkt in Ober­fran­ken. Hier wol­len sie wie bis­her klar Flag­ge zei­gen und setz­ten auch gleich ein Zei­chen: Sie wer­den das Bünd­nis „Bunt statt Braun“ in jeder Wei­se unter­stüt­zen und sind durch ein­stim­mi­gen Beschluss ab sofort offi­zi­ell Mit­glied in die­sem Bündnis.

Schreibe einen Kommentar